Fußball – Landesklasse Mitte

Spannend bis zum Schluss: HFC Colditz verliert nur knapp in Wilsdruff

Der Colditzer Kevin Ruppelt (oben) beim „Hürdenlauf“ im Spiel gegen Freital II. Hier ist Maik Laspe (unten) das Hindernis.

Der Colditzer Kevin Ruppelt (oben) beim „Hürdenlauf“ im Spiel gegen Freital II. Hier ist Maik Laspe (unten) das Hindernis.

Colditz. Nach den recht schwachen Spielen der letzten Wochen ist es dem HFC Colditz gelungen, bei der knappen 1:2-Niederlage beim Tabellenführer in Wilsdruff eine ansehnliche Leistung abzurufen. In puncto Laufbereitschaft und Mentalität hätte man meinen können, dass in Wilsdruff – im Gegensatz zu den Spielen zuvor – eine andere Colditzer Mannschaft auf dem Platz stand. Bis zum Abpfiff des Schiedsrichter Malte Grünert waren die Richter-Schützlinge mindestens ebenbürtig und verlangten dem Tabellenführer alles ab. Mit etwas Spielglück wäre ein Punkt oder gar deren drei sicher drin gewesen.

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Bis auf eine gute Chance in der Anfangsminute, als Paul Reichelt gegen Marcus Küchenmeister parierte, war Wilsdruff zunächst nur durch zwei direkt getretene Freistöße durch Richard Stirz gefährlich. Beide Freistöße verfehlten aber ihr Ziel (11. und 18.). Auf Gäste-Seite arbeitete man sich mehrfach in die gefährliche Zone der Wilsdruffer, wo allerdings Jonas Walther und Kevin Ruppelt mit ihren Schussversuchen scheiterten.

Auch Paul Köhler versuchte sich in dieser Phase des Spiels mit einem Distanzschuss. Colditz war griffig und verlangte den Abwehrbeinen des Minge-Teams alles ab. Nach einem Wilsdruffer Einwurf kam dann Sebastian Göldner zur Flanke auf der rechten Außenbahn und im Sturmzentrum Roma Stührenberg bedrängt zum Kopfball. Er erzielte dennoch das 1:0 für den Tabellenführer (19.). Bis zum Halbzeitpfiff passierte dann nicht mehr viel.

Spitzenreiter alles abverlangt

Im zweiten Spielabschnitt legte Wilsdruff direkt nach und erzielte das 2:0 durch Stirz (51.). Wer nun aber dachte, Colditz wäre gebrochen, der sah sich getäuscht. Sicherlich zogen sich die Minge-Schützlinge ob des Spielstandes taktisch auch etwas zurück, aber das intensive Spiel der ersten Hälfte ließ vermutlich auch etwas deren Kräfte schwinden.

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Jonas Walther hätte kurz nach dem zweiten Treffer direkt den Anschluss erzielen können (55.). Die Gäste erarbeiteten sich weitere Chancen und drückten auf den Anschlusstreffer. Als Nicolai Goll in den Lauf des eingewechselten Marvin Gräf spielte, hatte die Gästebank bereits den Torschrei auf den Lippen. Michael Arnold im Wilsdruff-Tor konnte seinen Schuss allerdings parieren (64.).

Erst in der Schlussminute konnte Ruppelt den Anschluss erzielen, als er nach Vorlage von Goll einen Verteidiger und den Torhüter verlud und ins leere Tor traf. Auch wenn eigentlich keine Zeit mehr war, eröffnete sich trotzdem die Möglichkeit zum Ausgleich. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff legte Kevin Mörtlbauer im Strafraum nochmal quer auf Goll, der aber am Schussversuch gehindert werden konnte. So blieb es beim Endstand von 2:1 für Wilsdruff.

Mit dieser Leistung brauchen sich die Colditzer aber nicht verstecken. Sie verlangten dem Spitzenreiter alles ab und brachten ihn ein ums andere Mal in Bedrängnis. Wenn diese Leistung in die nächsten Spiele gegen Gröditz am Sonntag und eine Woche später zum Auswärtsspiel in Hartmannsdorf mitgenommen werden kann, gibt es auch wieder etwas zum einzahlen auf das Punktekonto.

HFC Colditz: Reichelt; Käseberg, Ruppelt, Mörtlbauer, Köhler, Goll, Walther (80. Granados Silva), Morgenstern (70. Reißig), Hoffmann (70. Voigtländer), Moratzky (58. Gräf) und Wagner.

Von Matthias Wohllebe

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