Regionalliga Nordost

Spitzenspiel zwischen Lok Leipzig und BFC Dynamo endet torlos

Sascha Pfeffer (li.) und der 1. FC Lok Leipzig müssen sich gegen den BFC Dynamo mit einem Remis begnügen.

Sascha Pfeffer (li.) und der 1. FC Lok Leipzig müssen sich gegen den BFC Dynamo mit einem Remis begnügen.

Leipzig. Zum Auftakt des fünften Spieltags der Regionalliga Nordost kam es am Freitag zum Kracher zwischen dem 1.FC Lok Leipzig und dem amtierenden Meister vom BFC Dynamo. Der Leipziger Trainer hatte im Vorfeld vor dem schlecht gestarteten Gegner gewarnt, forderte eine konzentrierte Leistung seiner Mannen ein.

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Den unter der Woche erkrankten Farid Abderrahmane ersetzte Leon Heynke, der aus der Viererkette ins defensive Mittelfeld gezogen wurde. Seinen Platz in der Innenverteidigung nahm etwas überraschend David Urban ein, der noch über wenig Spielpraxis in dieser Saison verfügt. Mike Eglseder fand sich erneut auf der Bank wieder, er muss sich strecken, den Anschluss wieder zu finden. Isa Dogan, Julian Weigel und Eunsoo Gong standen nicht im Kader für das Spiel.

Harmloses Abtasten gab es von Anfang an nicht, vielmehr gingen beide Teams sofort auf innige Tuchfühlung, Chancen hüben wie drüben. Nach einer Viertelstunde direkt der Super-GAU für die von Heiner Backhaus trainierten Gäste. Nachdem Sascha Pfeffer nach einem Steilpass völlig frei durchstartete, wusste sich Leonidas Tiliudis nur noch mit einer Notbremse zu helfen - Rot! Die Partie war sehr physisch, genau das hatte sich Almedin Civa auch gewünscht, doch sicher nicht mit diesen Folgen – Linus Zimmer, das Schweizer Taschenmesser, musste früh angeschlagen runter, Voufack kam mit frisch gespitzten Schraubstollen in die Partie. Ein Selbstläufer wurde es trotz Überzahl bis zur Pause allerdings keinesfalls, die Gäste blieben routiniert im Spiel, versuchten das Tempo an allen Ecken und Enden zu verschleppen. Es wurde früh ersichtlich, dass nicht die feine Klinge, sondern nur ehrliche Maloche Erfolgschancen versprechen würde.

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Harte Geduldsprobe

Zur zweiten Halbzeit waren die grauen Zellen Civas gefragt, denn die Hausherren wussten nicht so recht, was sie mit der Überzahl anfangen sollten. Das Spiel wurde zunehmend in die Berliner Hälfte verschoben, vor allem Luca Sirch war kaum noch hinten zu halten – vergebliche Liebesmüh. Gegen die dicht gestaffelten beiden Viererketten der Berliner musste jeder Zentimeter hart erkämpft werden. Farid Abderrahmane als kreatives Bindeglied zwischen Abwehr und Offensive wurde schmerzlich vermisst.

Die 4200 Zuschauer wurden auf eine harte Geduldsprobe gestellt, wirklich Zwingendes kam gegen clever verteidigende Gäste kaum noch zustande. Wirklichen Mut bewies aber auch Almedin Civa nicht, seine Wechsel waren stur positionsgetreu. Letztlich kann man in Leipzig mit einem Punkt gegen den amtierenden Meister sicherlich leben, aber nach der frühen roten Karte war deutlich mehr drin. Unter dem Strich blieb es nach diesem Spielverlauf beim etwas enttäuschenden 0:0.

„Der BFC ist wohl der moralische Sieger“

Maik Salewski sagte nach der Partie: „Es tut mir und uns natürlich sehr weh, dass wir heute nicht mehr mitnehmen konnten. Aber man hat gesehen, was für eine erfahrene und clevere Mannschaft der Gegner ist. Wir haben die gut laufen lassen nach dem Platzverweis, aber leider fiel einfach kein Tor. Farid als Schlitzohr, der mal eine kreative Idee hat ist natürlich ein herber Verlust heute gewesen, aber wir haben eine Menge Spieler, die ihn gut ersetzen können - leider heute ohne Erfolg.“

Auch Trainer Almedin Civa wollte eigentlich mehr: „Der Gegner hat nach der roten Karte super verteidigt. Viele Vorwürfe kann ich der Mannschaft nicht machen, es ist einfach kein Tor gefallen. Die Art und Weise, wie wir in Überzahl agiert haben, hat mir gut gefallen. Wir haben unser Spiel durchgezogen, der Gegner ist auch nicht irgendwer - der BFC ist wohl der moralische Sieger.“

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