Leipziger Tennisturnier

Tennis-Ass Christopher Arens ist Trainer und Spieler bei den Leipzig Open

Leipzig Open am Donnerstag: Trainer Christopher Arens wertet mit Fabian Daffner dessen Niederlage aus. Am Freitag (10.30 Uhr) tritt Arens bei den Internationalen Sachsenmeisterschaften selbst in Aktion.

Leipzig Open am Donnerstag: Trainer Christopher Arens wertet mit Fabian Daffner dessen Niederlage aus. Am Freitag (10.30 Uhr) tritt Arens bei den Internationalen Sachsenmeisterschaften selbst in Aktion.

Leipzig. So viel Hochbetrieb wie am Donnerstag herrschte auf den LTC-Tennisplätzen am Sportforum in dieser Woche noch nicht. Die Frauen kämpften beim ITF-Weltranglistenturnier um den Einzug ins Viertelfinale – immerhin fünf Deutsche stehen am Freitag in der Runde der besten Acht. Zudem duellierten sich die Weltranglistenspielerinnen in klasse Doppeln. Parallel begannen bei den Leipzig Open die 24. Internationalen Sachsenmeisterschaften, bei denen ein Leipziger Ass als Spieler und Trainer dabei ist: Bevor Christopher Arens am Freitag ab 10.30 Uhr zum dritten Mal versucht, die erste Runde zu überstehen, war der 24-Jährige zunächst aufmerksamer Beobachter.

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Zunächst freute er sich über den 6:4, 6:4-Sieg von Daria Barsukov (13/TV Machern), die er gemeinsam mit ihrem Papa Oleg betreut und die sich gegen die sechs Jahre ältere Berlinerin Emily Roß behauptete. Auch Darias Bruder Nikolai greift am Freitag (15 Uhr) ins Geschehen ein. Er hat sogar eine kleine Chance, am Samstagabend beim Flutlicht-Halbfinale noch dabei zu sein.

Da das Coachen im Tennis während des Matches verboten ist, musste Arens am Donnerstag tatenlos zuschauen, wie sein Schützling Fabian Daffner in knapp 60 Minuten fast die Tennis-Höchststrafe erhielt. „Eigentlich gehört der Aufschlag zu Fabians Stärken, zumal er ihn mit viel Spin spielt, was bei der Wärme besonders gut wirkt. Doch der Aufschlag kam zu wechselhaft, sein Gegner spielte sehr solide“, sagte Arens nach dem 0:6, 1:6 seines RC-Sport-Kollegen Fabian Daffner, der mit 16 Jahren immerhin die Chance hatte, gegen den sieben Jahre älteren Hamburger Mathis Förster zu spielen.

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„Das ist ja Sinn des Turniers, dass man sich an Top-Gegnern messen und viel lernen kann“, so Christopher Arens, der mit Fabian Daffner grundsätzlich an dessen Beinarbeit und der mentalen Grundstabilität arbeitet. „Er ist sehr ehrgeizig, nur außerhalb des Platzes könnte er noch mehr für seine Fitness tun. Ich hoffe, dass er irgendwann den Sprung zu unseren ersten Männern schafft.“ Dort ist Bruder Florian Daffner der Kapitän. Ob das Team nach dem Abenteuer Regionalliga wieder in die Ostliga absteigen muss, steht noch nicht fest.

„Hier kann ich sehen, wie das Tennis der Zukunft aussieht“

Christopher Arens selbst ist Bezirksmeister von 2019. Er schafft seit Jahren einen Spagat, für den ihn viele bewundern. Sein aufwendiges Medizinstudium bringt der gebürtige Leipziger mit seiner ambitionierten Tätigkeit als Trainer und seiner eigenen Tenniskarriere unter einen Hut. „Mein Tag ist richtig vollgepackt“, sagt der vom TC Blau-Weiß Leipzig stammende Spieler lächelnd – und wirkt in keiner Weise gestresst.

Bereits mit 16 begann seine Trainerkarriere. Durch das erworbene Wissen habe er sich selbst verbessert, auch wenn er es in Kauf nahm, weniger zu spielen als viele junge Männer seines Niveaus. Mindestens 20 Spielerinnen und Spieler gehören inzwischen zu seinen Schützlingen, er musste auch schon einige Anfragen ablehnen. „Für mich ist wichtig, dass sich meine Spieler wirklich verbessern wollen. Einfach nur Freizeittennis wäre zu wenig.“

Eigentlich könnte bei ihm alles paletti sein, wäre nicht 2019 bei den Leipzig Open erstmals eine Hüftverletzung aufgetreten, die ihn nun schon drei Jahre lang schmerzhaft verfolgt. Doch umso aktiver ist er als Coach. Er freut sich über die wachsende Attraktivität der Leipzig Open, wo er die jungen Damen aus der Weltrangliste mit Interesse verfolgt: „Hier kann ich sehen, wie das Tennis der Zukunft aussieht.“

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