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Fußball

Theorie trifft Praxis: Komplexe Auf- und Abstiegsfragen in Nordsachsen

Für Robert Ohlig (l.) und Zwochau wird es nach der Niederlage gegen Dennis-Sven Radig und den FSV Krostitz II nicht einfacher im Abstiegskampf.

Für Robert Ohlig (l.) und Zwochau wird es nach der Niederlage gegen Dennis-Sven Radig und den FSV Krostitz II nicht einfacher im Abstiegskampf.

Nordsachsen. Meisterschafts- und Abstiegsrennen in Fußball-Nordsachsen dürften wieder einigermaßen verrückt und spannend werden. Das liegt einerseits an den Ergebnissen das vergangenen Wochenendes, andererseits an der Abhängigkeit zu den höheren Spielklassen. So kann sich praktisch von Woche zu Woche die Anzahl der Absteiger ändern. Der Verband gibt nun einen theoretischen Überblick zur Lage, den wir mit praktischen Infos anreichern.

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Die praktische Ausgangslage

Trainer Sven Roos hatte mahnend den verbalen Zeigefinger gehoben – und prompt traf seine düstere Vorhersage ein. Nordsachsenliga-Primus Schenkenberg ließ einigermaßen überraschend beim 2:2 in Bad Düben einen Zähler liegen. „Irgendeiner will der Erste sein, der Schenkenberg schlägt, das merken wir jede Woche“, sagte Roos. Bad Düben war bis zur 81. Minute drauf und dran, dann gelang Ex-Profi Paul Schinke noch der Ausgleich.

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Verfolger Wermsdorf rang derweil Zschortau nach Rückstand mit 2:1 nieder und verkürzte den Rückstand auf drei Zähler. Zumindest theoretisch. Praktisch werden den Concorden dieser Tage drei Punkte per elektronischer Post zuflattern. Weil der SV Süptitz das für vergangenen Mittwoch angesetzte Nachholspiel kaum 24 Stunden vorher absagte, bleibt dem Sportgericht kaum eine andere Möglichkeit. Macht also sechs Zähler Vorsprung bei noch sechs ausstehenden Partien.

Und die Wermsdorfer sehen der nächsten heftigen englischen Woche entgegen. Zunächst müssen sie am kommenden Sonnabend nach Bad Düben, am nächsten Mittwoch folgt das Kreispokalfinale in Torgau gegen Süptitz. Vier Tage später steht das Ligaspiel in Süptitz an – derzeit immerhin Rangdritter. Es wird also für Blau-Weiß eine Herkulesaufgabe das Titelrennen offenzuhalten. Das möchten sie aber ganz sicher mindestens bis zum 4. Juni – dann nämlich sind die Schenkenberger zum absoluten Topspiel am Fuße der Hubertusburg zu Gast. Ein Vorteil der Concorden ist zudem das vermeintlich leichtere Restprogramm.

Am Tabellenende geht es dagegen sehr, sehr kuschlig zu. Mit dem jüngsten 4:2-Sieg gegen den SV Zwochau hat sich der FSV Krostitz II etwas Luft verschafft und nun fünf Punkte mehr auf dem Festgeldkonto als der SVZ. Dazwischen hängen Belgern und Rackwitz. Dieses Quartett hängt noch ganz tief drin im undurchsichtigen Abstiegsstrudel.

Die theoretischen Möglichkeiten

Nimmt man die derzeitigen Tabellenstände zum Maßstab, gibt es in der Fußball-Nordsachsenliga nur einen Absteiger. Da sich die unteren Etagen immer an den oberen orientieren – und derzeit kein Team aus hiesigen Breitengraden in der Landesklasse auf einem Abstiegsrang befindet, ergibt sich diese Konstellation. Stand heute müsste nur Schlusslicht Zwochau den Gang in die Kreisliga antreten. All das kann sich freilich noch deutlich ändern. Einerseits bleibt den Jungs von der Mühle genügend Zeit, um die Rote Laterne abzugeben, andererseits könnte es aber auch noch mehr Teams treffen.

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Etwa wenn der ESV Delitzsch und/oder Hartenfels Torgau noch auf einen Abstiegsrang in der Landesklasse rutschen. Derzeit schweben beide Teams hauchdünn (ein beziehungsweise zwei Punkte) über dem Strich. Sollten sie doch den Gang zurück in die Nordsachsenliga antreten müssen, erhöht sich dort dementsprechend die Zahl der Absteiger.

Das wiederum hätte auch Auswirkungen auf die Kreisliga, wo derzeit zwei Absteiger vorgesehen sind. Auch diese Zahl erhöht sich, sollten aus dem Oberhaus des Kreises weitere Teams gezwungen sein, den Gang nach unten antreten.

Klar ist dagegen schon jetzt der Aufstieg geregelt. In der Nordsachsenliga gebührt dem Meister das Aufstiegsrecht, in der Kreisliga dürfen der Erste und der Zweite nach oben, so sie denn möchten. In den beiden Kreisklassen gibt es jeweils einen Aufsteiger

Von Johannes David

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