Springreiten

Top-Runden auf Cadillac: Sektdusche für Sachsenmeister Manuel Prause

Sektdusche für den Meister Manuel Prause von Benjamin Wulschner (links) und Marvin Jüngel (rechts).

Sektdusche für den Meister Manuel Prause von Benjamin Wulschner (links) und Marvin Jüngel (rechts).

Leipzig. Nicht nur die Familie, sondern fast der gesamte Ort hatte offensichtlich die Daumen gedrückt. Als Manuel Prause am Sonntagabend zu Hause in Löbnitz eintraf, war der Hof mit Luftballons geschmückt und auf der Straße stand in großen Lettern „Sachsenmeister 2022“ geschrieben. Zuvor hatte es nach dem Wettkampf in Burgstädt eine ausgiebige Sektdusche gegeben. Es war ein besonderer Tag für den Springreiter aus der Nähe von Delitzsch, denn im achten oder gar neunten Anlauf hat es für den 34-Jährigen endlich mit dem Landesmeistertitel der Springreiter geklappt.

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„Ich habe mich war schon einmal Vize und zweimal Dritter. Ich bin stolz, dass mir endlich der Triumph gelungen ist“, sagte Manuel Prause, der von sehr stark besetzten Titelkämpfen sprach. Denn Vizemeister Benjamin Wulschner aus Dahlen bei seiner ersten Teilnahme und der bronzene Marvin Jüngel aus Rothenburg in der Oberlausitz schienen gleichfalls reif für die Goldmedaille. Das Gleiche gilt für Ellen und Michael Kölz aus Leisnig. Bis auf Titelverteidiger Philipp Schober war die Creme de la Creme des sächsischen Springsports bei den dreitägigen Wettkämpfen dabei.

Hindernisse bis 1,45 Meter hoch

Manuel Prause legte den Grundstein mit dem Sieg am Samstag, hinzu kamen für den Familienvater vierte Plätze am Freitag und am Sonntag. Mit 5,0 Fehlerpunkten Vorsprung war der Löbnitzer in den entscheidenden Tag gegangen. Am Ende hatte er mit Cadillac 1,0 Punkte Vorsprung auf Benjamin Wulschner, der erstmals seit seinem achten Platz beim deutschen Spring-Derby Ende Mai wieder seine 15 Jahre alte Stute Bangkok Girl ritt.

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Am Sonntag zum großen Finale waren die Hindernisse bis zu 1,45 Meter hoch. Im Stechen legte Benjamin Wulschner vor. Er hatte einen Abwurf, nun musste Manuel Prause „nur“ noch fehlerfrei bleiben für den sicheren Titel. Doch bei seiner kontrollierten Runde unterlief ihm früh ein Abwurf nach einem „Netzroller“, wie die Reiter sagen. „Nun musste ich auf Zeit gehen, denn es durfte sich niemand zwischen Benjamin und mich schieben.“ Dieses Ziel gelang Prause, der sich endlich seinen Traum erfüllte. Wulschner sagte: „Ich freue mich sehr für Manuel und bin selbst zufrieden.“

In den kommenden Wochen geht es für alle Reiter weiter Schlag auf Schlag. Prause freut sich besonders auf seine Starts in Bautzen, Görlitz, Hof, Lengenfeld und Prag – in die Goldene Stadt reist er als Titelverteidiger.

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