Eishockey

Trikotnummer 34: Ilya Sharipov hält bei den Eispiraten den Kasten sauber

Neues Gesicht bei den Eispriaten: Ilya Sharipov.

Neues Gesicht bei den Eispriaten: Ilya Sharipov.

Crimmitschau. Die neue DEL2-Saison 2022/23 wirft ihre Schatten voraus und es dauert auch nicht mehr lange, bis die Cracks der Eispiraten zur Vorbereitung auf die neue Spielzeit in Crimmitschau eintreffen. Ein neues Gesicht wird dabei Ilya Sharipov sein. Der deutsch-russische Torhüter soll künftig den Kasten der Westsachsen sauber halten.

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Fußstapfen nicht zu groß

Am 18. Mai dieses Jahres herrschte endlich Klarheit, mit welchem Torhütergespann die Eispiraten in die Jubiläumssaison der DEL2 gehen. Die neue Nummer eins zwischen den Pfosten, Ilya Sharipov, wechselte von den Nürnberg Ice Tigers aus der DEL ins „gallische Dorf“ Crimmitschau, dem kleinen beschaulichen 18 000-Einwohner-Städtchen nahe der sächsisch-thüringischen Grenze. Hier tritt der in Kazan geborene Deutsch-Russe in große Fußstapfen. So war der slowenische Nationalgoalie Luka Gračnar in der vergangenen Spielzeit einer der Eckpfeiler im Team von Marian Bazany, letztlich aber nicht in Westsachsen zu halten. Die Verantwortlichen der Eispiraten glauben aber, dass Sharipov ein würdiger Nachfolger ist. „Wir denken, dass die Fußstapfen von Luka nicht zu groß für Ilya sind. Er ist sehr ehrgeizig und möchte sich durch gute Leistungen wieder für die DEL empfehlen. Wir sind froh, dass er dies in Crimmitschau machen möchte“, erklärt Ronny Bauer, Teammanager und Gesellschafter der Eispiraten.

„Es ist in viele Facetten eine Chance für mich, vor allem um wieder mehr Spielpraxis zu bekommen. Crimmitschau hat sich in den letzten Jahren extrem positiv entwickelt. Umso mehr freue ich mich nun, das rote Trikot anzuziehen und mit den tollen Fans hinter mir in die Saison zu starten. Ich sehe darin die perfekte Perspektive für mich“, erklärt der 27-jährige Torhüter das Zustandekommen der Zusammenarbeit. „Ich habe mich aber vor allem für Crimmitschau entschieden, da mich der Coach auf persönlicher Ebene sehr überzeugt hat“, ergänzt der Linksfänger, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt auf lediglich sechs Spiele im Eishockey-Oberhaus kam, deshalb nun einen totalen Neustart anpeilt und seinem neuen Kapitel positiv entgegenschaut: „Die Vorfreude ist sehr groß. Ich kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht und wir unsere Ziele gemeinsam erreichen. Ich will mit dem Team die direkte Playoff-Qualifikation schaffen und danach step by step schauen, was möglich ist. Ich will den Jungs immer die Möglichkeit geben, ein Spiel zu gewinnen und Erfolge zu feiern“.

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Im Feiern geübt

Wie man Erfolge feiert, weiß der gebürtige Russe schon einmal. Während der Saison 2015/16 feierte Sharipov mit dem EHC Red Bull München die DEL-Meisterschaft. Die DEL2 gewann er zwei Jahre später mit den Bietigheim Steelers, für die er damals 41 Spiele bestritt, 28 davon gewinnen konnte und mit einem Gegentorschnitt von 2.50 unterstrich, welche Qualität er besitzt. Diese konnte er auch bei seinen Stationen in Riessersee, Schwenningen, Freiburg und Kaufbeuren in den beiden höchsten deutschen Spielklassen unter Beweis stellen und traf somit auch schon mehrmals als Gegner auf seinen neuen Arbeitgeber. „Es war schon immer unangenehm gegen die Eispiraten zu spielen, vor allem im Sahnpark vor den Crimmitschauer Zuschauern. Trotzdem war es immer ein richtig geiles Oldschool-Eishockey-Feeling – ein Stadion, in dem ich einfach immer gerne gespielt habe, trotz der teils eisigen Kälte“. Im Kunsteisstadion wird der Goalie bald viele Stunden verbringen und den Sahnpark als neues Wohnzimmer annehmen. Dabei kann Shari, wie er von Freunden und Teamkollegen genannt wird, auch auf die Unterstützung der frenetischen Crimmitschauer Zuschauer bauen.

Das Ding mit den Glückszahlen

Einen wichtigen Support wird er auch von seinen neuen Mitstreitern erhalten. Einige seiner künftigen Arbeitskollegen kennt der Deutsch-Russe bereits: „Ich habe schon gegen viele Jungs selbst gespielt, mit Felix Thomas und Ole Olleff stand ich bereits gemeinsam auf dem Eis“. Letzterer war während der Zeit bei den Eisbären Berlin, aus deren Nachwuchs Sharipov stammt, sogar sein Mitschüler und Sitznachbar in der Kabine. „Ilya war ein cooler, aber auch verrückter Typ. Ich glaube, alle Torhüter sind etwas verrückt. Auch er hatte einige Rituale und Marotten“, schildert Olleff, der seinem alten Kumpel nun den Start in Crimmitschau erleichtern soll. Auf einzelne Marotten wollte Sharipov nicht eingehen. Doch warum spielte er bisher immer mit der Rückennummer 43, einer eher ungewöhnlichen Nummer für einen Torhüter? „Die Nummer hat, aufgrund meiner Glückszahlen und wegen persönlicher Ereignisse, eine große Bedeutung für mich. Allgemein sind meine Glückszahlen die 13 und die 7. Als Kind trug ich noch die 31, die hatten mir dann aber zu viele Goalies, weshalb ich mich aus der Zusammensetzung meiner Glückszahlen für die 43 (1+3=4 / 4+3=7) entschieden habe“. Einziges Problem in Crimmitschau: Die 43, die jahrelang von Legende und Publikumsliebling Torsten Heine getragen wurde, ist bei den Eispiraten gesperrt. „Die 34 ist eine gute Alternative für mich“, erklärt Sharipov.

Hochzeit und Umzug

Die Weichen für einen erfolgreichen Start in Westsachsen sind somit gestellt. Der 27-Jährige war kürzlich sogar schon für ein paar Tage in seiner neuen Wahlheimat, um sich Wohnungen anzuschauen und den Umzug für Mitte August zu planen. Dann kommt Sharipov aber nicht allein: „Der Sommer war und ist sehr ereignisreich. Vor allem, weil ich Anfang Juni meine Freundin Kathrin geheiratet habe. Ansonsten bin ich regelmäßig am Trainieren und freue mich auf den langersehnten Urlaub am Ende des Monats“. Frisch erholt wird die neue Nummer 34 der Eispiraten also in Kürze zu seinem neuen Team stoßen und in die neue Spielzeit starten.

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Von Aaron Frieß

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