Fußball-Bundesliga

Trotz 27:11 Torschüssen: RB Leipzig spielt nur 1:1 in Stuttgart

David Raum gab sein Debüt im Trikot von RB Leipzig.

David Raum gab sein Debüt im Trikot von RB Leipzig.

Leipzig. Die Roten Bullen in Stuttgart: Sie fangen bärenstark an, lassen stark nach, starten wieder durch, haben beim Spiel auf ein Tor zig Chancen zum Sieg, scheitern an den eigenen Nerven und Supermann Florian Müller im Tor. RB hat 27:11 Torschüsse. Am Ende reißen Müller und Co. die Arme hoch, schleichen Christopher Nkunku und Co. bedröppelt vom Feld. 1:1. Tore vor 46.000 Zuschauern: Nkunku trifft zum 1:0 (8.), Naouirou Ahamada macht das Stuttgarter 1:1 (31.). Der VfB zieht mit diesem Punkt in der ewigen Bundesliga-Tabelle am seit längerem abgängigen HSV vorbei.

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Timo kommt!

Vor dem Spiel ist vor brandheißen Neuigkeiten. Erstens: Timo Werner fehlte im Chelsea-Kader beim 1:0 in Everton. Offiziell hatte er ein Ziehen im Oberschenkel, inoffiziell zieht es ihn zurück nach Leipzig. Werner schlüpft in Kürze wieder in Leipziger Ballonseide. Zweitens: Ademola Lookman wechselt zu Atalanta Bergamo. Drittens: Angeliño wird sich Richtung Hoffenheim verändern. Angeliño war im Januar 2020 zu RB gestoßen, spielte in seiner ersten Saison Weltklasse, ehe es weniger wurde. Weniger Leistung, mehr Instagramm. Mit David Raum war kein Raum mehr für den 25-jährigen Spanier.

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Viertens: Konrad Laimer bleibt ein Roter Bulle. Es sei denn, die Bayern finden im Tegernsee einen Schatz mit Goldmünzen und nach Bergung desselben eine Planstelle für Laimer.

Rein ins Match. Der Pokalsieger ohne den umgeknickten Konrad Laimer (für ihn rückt überraschend Hugo Novoa ins Team), ansonsten mit der erwartbaren taktischen Herangehensweise. Mit einer Dreier-Kette, in der Lukas Klostermann statt Mo Simakan verteidigt. Davor Neuzugang David Raum auf links und Novoa in seinem Punktspiel-Startdebüt rechts. Benny Henrichs und Kevin Kampl teilen sich das zentrale defensive Mittelfeld. Dani Olmo und Christopher Nkunku sollen die offensive Unruhestifter geben, die idealerweise dem Mann der finalen Handlung, André Silva, zuarbeiten. Umkehrschluss: Da brummt viel Talent, Anspruch und Lebensleistung auf der Bank. Zuvorderst: Emil Forsberg, Dominik Szoboszlai und Xaver Schlager.

RB noch nicht im Zenit

Der VfB beginnt dynamisch, hätte gerne früh einen Elfmeter erschwalbt (Silas). Die Roten Bullen gehen in der siebten Minute erstmals aus dem Sattel. Und wie. Kampl passt auf Henrichs, der setzt Olmo ein, der wiederum direkt in Nkunkus Lauf weiterleitet. Der Fußballer des Jahres netzt mit links zum Leipziger 1:0 ein. Klostermanns Kopfball zwingt Keeper Florian Müller kurz später zu einer Glanztat. Silas hat das 1:1 auf dem Fuß, macht es nicht. Es hätte eh nicht gezählt, weil der VfB-Hüne Willi Orban gefoult hatte. Tedesco ist ob des Einsteigens erbost, sieht gelb.

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RB hat eigentlich alles im Griff, verliebt sich dann ins eigene Tun, nimmt den Fuß vom Gaspedal, verliert Gift, Galle und Zugriff, holt so den VfB zurück ins Spiel. Stuttgart wundert sich, darf am Leipziger Strafraum unter Geleitschutz kombinieren und dankt. Am Ende der Verwertungskette schlenzt Naouirou Ahamada zum 1:1 ins lange Eck (31.). Der agile Olmo verpasst nach Silva-Vorarbeit das 2:1. Kurz vor der Halbzeit tankt sich Konstantinos Mavropanos übers halbe Spielfeld und nagelt den Ball an den Pfosten.

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Ja, der 15. der Vorsaison bereitet dem Vierten Sorgen. Ja, diese Schwaben waren und sind besser als es ihre Last-Spieltag-Rettung aussagt, das Festhalten an Coach Pellegrino Matarazzo und die Rettung hat eine Wagenburg-Mentalität wachsen lassen. Und, ja, diese Roten Bullen sind längst nicht im Zenit ihres Könnens.

RB drückt, aber es nützt nichts

Wiederbeginn, zwei Chancen für Stuttgart. Erst jagt Josha Vagnomann den Ball frei vor Peter Gulacsi vorbei, dann rettet der Ungar gegen Tiago Tomas. Der Leipziger V8-Motor läuft nur auf fünf Töpfen, Tedesco bringt Szoboszlai für Kampl. Der VfB bleibt stürmisch, Klostermann verhindert gegen Tomas die Führung der Gastgeber. Dann macht RB wieder mit, übernimmt die Regie. Über Olmo und Nkunku landet der Ball bei Novoa. Tor für Leipzig? Nein, Keeper Müller klärt vorm Einschlag.

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eDann muss es fallen, das 2:1 für den Gast. Nach verwirrender Stafette über Szoboszlai und Olmo muss Nkunku nur noch einschieben, scheitert an Müller. Der Supermann und Ex-Mainzer macht auch Szoboszlais Heber und Willi Orbans Kopfball unschädlich. RB drückt, kämpft um die allmählich verdienten drei Punkte, verzweifelt an Herrn Müller. Alexander Sörloth kommt reichlich spät für den unglücklichen Silva (85.), auch Forsberg und Josko Gvardiol bekommen noch ein paar Minuten. Sörloth, Gvardiol und Szoboszlai verpassen den überfälligen Siegtreffer. Es bleibt beim 1:1.

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Nächster Halt: Leipzig. Am Sonnabend, 15.30 Uhr, macht der 1. FC Köln seine Aufwartung.

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