Tischtennis

Turbulente Saison endet für Döbelner SV erfolgreich

Dauerbrenner Anja Böhle absolvierte für den Döbelner SV in der abgelaufenen Saison alle Meisterschaftsspiele.

Dauerbrenner Anja Böhle absolvierte für den Döbelner SV in der abgelaufenen Saison alle Meisterschaftsspiele.

Döbeln. Seit drei Jahren bringt Corona den Spielkalender der Sachsenliga-Damen des Döbelner SV gehörig durcheinander. Doch gerade in dieser Zeit hat das Quartett Charakter bewiesen, hat sich von Unwägbarkeiten nicht aus der Bahn werfen lassen. Lohn des Ganzen: In einer nicht minder turbulenten Meisterschaft 2021/22 belegten die Döbelnerinnen in Sachsens höchster Spielklasse Rang vier.

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Stopp nach drei Auftritten

Bereits zum dritten Mal in Folge konnte nicht durchgespielt werden. Fielen in der Landesliga-Saison 2019/20, in der die Mittelsächsinnen bereits als Titelträger feststanden, nur drei Spieltage ins Wasser, wurde ein Jahr später die Meisterschaft bereits nach drei Auftritten gestoppt und später komplett abgebrochen. Auf- und Abstiegsregelungen wurden ausgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die DSV-Damen als Aufsteiger mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze der Sachsenliga.

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In der abgelaufenen Meisterschaft wurde die Hälfte aller Pflichtspiele aus dem Wettkampfkalender gestrichen. Statt Hin- und Rückspiele gab es nur jeweils ein Duell zwischen den Mannschaften. Für heimstarke Teams ein Nachteil. Auch für die Döbelnerinnen sah es nach den drei Partien in der ersten Halbserie nicht besonders rosig aus. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen rutschte das Quartett zunächst verdächtig nah an die Abstiegszone heran. In den ersten beiden der noch ausstehenden fünf Partien der Rückrunde wurde die Lage durch zwei Doppelpunktverluste sogar noch bedrohlicher. Im Schlussspurt befreiten sich die Mittelsächsinnen allerdings mit zwei Kantersiegen in Folge und einem Remis am letzten Spieltag aus eigener Kraft aus dieser nicht ganz einfachen Situation. Am Ende erarbeiteten sie sich sogar noch einen kleinen Vorteil. Denn von den Mannschaften auf den Plätzen vier bis sieben, die allesamt 7:9 Punkte erwirtschafteten, blickten die Döbelnerinnen auf das beste Spielverhältnis zurück. Allerdings wird auch deutlich, wie dicht das Tabellenmittelfeld nach den acht Spieltagen noch zusammenlag.

Drei-Klassen-Gesellschaft

Überhaupt hatte sich in der Liga eine Drei-Klassen-Gesellschaft herausgebildet. Auf den ersten drei Plätzen rangierten mit einem komfortablen Vorsprung auf die Verfolger die Mannschaften aus Wilsdruff, Hohndorf und Holzhausen, von denen allerdings keine ihr Aufstiegsrecht in die Mitteldeutsche Oberliga wahrgenommen hat. Dann das breite Mittelfeld. Angeführt vom Döbelner SV, mit einem positiven Spielverhältnis und gerade mal vier kleinen Zählern Vorsprung auf den Lokalrivalen SV Saxonia Freiberg. Der SV Dresden-Mitte II und der ESV Lok Zwickau II lagen dahinter. Die Sachsenliga verlassen müssen der TTC Neukirch und der TTC Elbe Dresden II.

Bemerkenswert auch die Ergebnis-Bilanz der Döbelnerinnen: Während sie gegen die drei Spitzen-Mannschaften jeweils drei Niederlagen einstecken mussten, spielten sie beziehungsweise gegen die Verfolger Unentschieden. Einzige Ausnahme: Das prestigeträchtige Kreisderby zum Auftakt der deutlich verkürzten Rückrunde verloren die DSV-Damen mit 4:8. Es war für den späteren Tabellenvierten nicht nur der Auftakt nach dem Lockdown, sondern auch das erste und einzige Heimspiel im Jahr 2022.

Mannschaftliche Geschlossenheit

Die große Stärke der Döbelnerinnen war die mannschaftliche Geschlossenheit, vor allem im Schlussspurt der Meisterschaft. Anja Böhle und Jessica Gückel, die alle acht Pflichtspiele absolvierten, erarbeiteten sich 11:8 beziehungsweise 11:9 Zähler, Steffi Roßberg in sieben Meisterschaftsbegegnungen 7:10. Jeweils vier Mal standen Evelin Dathe und Kerstin Seidel im Aufgebot. Mit 5:4 und 4:4 Punkten bewegten sich beide fast im Gleichschritt. Christiane Schneider ging einmal für das Team ins Rennen. Das Doppel Jessica Gückel/Steffi Roßberg gehörte zudem zu den erfolgreichsten der Liga. Mit fünf Siegen und zwei Niederlagen landeten beide gemeinsam auf Rang vier.

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DSV: Jessica Gückel, Anja Böhle, Steffi Roßberg, Evelin Dathe, Kerstin Seidel, Christiane Schneider

Tabelle

  • 1. SG Motor Wilsdruff II 60:26 14:2
  • 2. TTV Hohndorf 51:38 11:5
  • 3. TTC Holzhausen 43:37 10:6
  • 4. Döbelner SV 46:45 7:9
  • 5. SV Saxonia Freiberg 42:45 7:9
  • 6. SV Dresden-Mitte II 45:53 7:9
  • 7. ESV Lok Zwickau II 36:46 7:9
  • 8. TTC Neukirch 35:49 5:11
  • 9. TTC Elbe Dresden II 29:48 4:12

Von Jörg Schreiber

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