Fußball

Überraschung in Oschatz – Wermsdorf mit klarem Sieg

Autsch, das tat weh. Der Zschortauer Erik Böhme (Nr. 5) tritt in diesem Mittelfeldduell seinem Mitspieler Daniel Hintzsche (unten) auf den linken Unterarm, während Hintzsche den Oschatzer Nico Wolf (in gelb) vom Ball getrennt hat.

Autsch, das tat weh. Der Zschortauer Erik Böhme (Nr. 5) tritt in diesem Mittelfeldduell seinem Mitspieler Daniel Hintzsche (unten) auf den linken Unterarm, während Hintzsche den Oschatzer Nico Wolf (in gelb) vom Ball getrennt hat.

Oschatz/Wermsdorf. Einen torreichen Samstag mit 27 Treffern erlebten die Fans der Fußball-Nordsachsenliga, die trotz des Regenwetters den Weg zu den fünf Spielen gefunden hatten. Stolze 172 Zuschauer konnte der FSV Blau-Weiß Wermsdorf beim Derby gegen den stark gestarteten Aufsteiger SV Mügeln/Ablaß begrüßen. Und die wurden mit acht Treffern und einem 6:2-Heimerfolg des Spitzenreiters belohnt. Nur 25 Gäste verfolgten das Heimspiel des FSV Oschatz gegen den Tabellenzweiten SG Zschortau. Hier hörte der Regen mit dem Anpfiff auf und die Hausherren setzten sich überraschend deutlich mit 5:1 gegen den Favoriten durch.

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„Wir wollten auch diese Wiedergutmachung“, erklärte FSV-Mannschaftsleiter Rainer Schwurack. Die Oschatzer waren mit nur einem Sieg und zwei Niederlagen in die Nordsachsenliga-Saison gestartet. Zudem hatte der FSV in der letzten Saison am 25. Juni gegen Zschortau zuhause mit 1:4 verloren. „Wir wissen, was wir können“, ergänzte Schwurack. Und so konterte die Oschatzer Sturmachse mit Johannes Runge und Peter Gärtner die Gäste mehrfach aus.

Der Oschatzer Torjäger Johannes Runge (Mitte/weiße Schuhe) brachte sein Team schon in der 14. Minute auf Siegkurs. Am Ende erzielte er drei Tore gegen Zschortau.

Der Oschatzer Torjäger Johannes Runge (Mitte/weiße Schuhe) brachte sein Team schon in der 14. Minute auf Siegkurs. Am Ende erzielte er drei Tore gegen Zschortau.

Der FSV-Mannschaftsleiter freute sich vor allem über die Leistung von Runge: „Bei Runge macht sich die Sachsenliga-Erfahrung natürlich bemerkbar.“ Der 29-Jährige war im Sommer 2011 von der Oschatzer U19 zur BSG Stahl Riesa gewechselt und war dort fast acht Jahre am Ball, bevor er im Januar 2019 zu seinem Heimatverein zurückkehrte. „Auf diese Leistung können wir in den nächsten Spielen aufbauen“, meinte Schwurack, der gemeinsam mit Co-Trainer Enrico Kernche Chefcoach Steffen Wiesner vertrat, der noch im Urlaub weilt.

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Der Oschatzer Co-Trainer Enrico Kernche vertrag am Samstag erfolgreich Chefcoach Steffen Wiesner, der noch im Urlaub ist.

Der Oschatzer Co-Trainer Enrico Kernche vertrag am Samstag erfolgreich Chefcoach Steffen Wiesner, der noch im Urlaub ist.

Auf der Gegenseite waren die Zschortauer, die mit Siegeswillen angereist waren, natürlich nicht erfreut über das Endergebnis. „Das war eine grottenschlechte Leistung von allen“, befand Alexander Prior, der bei der SG für den Herrenbereich zuständig ist. „Es haben einige Spieler gefehlt, unser Spiel hat nicht funktioniert und Oschatz hat uns eiskalt ausgekontert. Zudem liegt uns eine Partie auf Kunstrasen nicht so, auch wenn der in Oschatz in einem sehr guten Zustand ist.“

Die frühe Führung der Hausherren durch Runge in der 14. Minute konnte der Zschortauer Torjäger Tobias Gohla noch ausgleichen (38.). Doch mit dem straffen Wind im Rücken zogen die Oschatzer in der zweiten Halbzeit ein Konterspiel auf, dem die Gäste nicht gewachsen waren. Runge (52.), Gärtner (65.), Jason Siegel (67.) und erneut Runge (86.) stellten den 5:1-Endstand her.

Ebenfalls mit vier Toren Differenz setzten sich derweil die Wermsdorfer gegen Mügeln/Ablaß durch. FSV-Pressechef André Kamm meinte nach dem souveränen 6:2 (4:1)-Heimerfolg: „Trotz des Regenwetters kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Es war ein laufstarkes Spiel und trotz aller Derbyatmosphäre fair. Zwei schnelle Tore auf beiden Seiten sorgten für Stimmung und dann setzten die Platzbesitzer die Akzente. Wir hätten zur Halbzeit sogar höher führen müssen.“

Der Wermsdorfer Pascal Ziegler (links) hat getroffen und dreht zum Jubel ab. Pascal Weidner (rechts) jubelt mit. Mit seinen zwei Toren führte Ziegler am Samstagabend mit insgesamt sieben Treffern die Torjägerliste der Nordsachsenliga an.

Der Wermsdorfer Pascal Ziegler (links) hat getroffen und dreht zum Jubel ab. Pascal Weidner (rechts) jubelt mit. Mit seinen zwei Toren führte Ziegler am Samstagabend mit insgesamt sieben Treffern die Torjägerliste der Nordsachsenliga an.

Zunächst schlug ein direkt verwandelter Eckball von Patrick Kupfer im Tor von Gästekeeper Nico Schuster ein. Doch nur eine Minute später schon der 1:1-Ausgleich, als Robby Golzsch einen straffen Schuss von der Straftraumgrenze im rechten Eck versenkte. 60 Sekunden später bugsierte der Mügelner Tim Lupatsch das Leder ins eigene Tor und Wermsdorf führte wieder mit 2:1.

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Nach einer Flanke von Pascal Weidner nahm Sebastian Körner den Ball direkt und traf aus zwölf Metern Torentfernung ins linke Eck (35.). Den 4:1-Pausenstand stellte Pascal Ziegler nach Vorarbeit von Tim Kuhl her (44.). André Kamm: „In der zweiten Halbzeit verflachte das bisher rasante Spiel etwas, ohne aber an Unterhaltungswert einzubüßen.“

Bad Düben weiter im Abstiegskampf

Nach einer Ecke von Denny Beckedahl erzielte Kuhl in der 50. Minute mit einem Knaller aus 15 Metern das Tor des Tages. Robin Schindler konnte kurz darauf einen Elfmeter im Wermsdorfer Tor unterbringen, nachdem SV-Kapitän Paul Erdmann gefoult worden war. Zehn Minuten vor dem Abpfiff machte Pascal Ziegler nach Flanke von Florian Grieser mit seinem Kopfballtor das halbe Dutzend voll.

Arne Schütze, Vereinschef und Reservekeeper des SV Mügeln/Ablaß, erklärte nach der Partie: „Wermsdorf war einfach besser und wir gratulieren zum Sieg. Wir haben die schnellen Spitzen des FSV nicht in den Griff bekommen. Kuhl hat stark gespielt und Ziegler hätte noch ein oder zwei Tore mehr erzielen können. Aber es gibt noch das Rückspiel und da wollen wir es zuhause besser machen.“

Bleibt noch ein kurzer Blick auf die anderen drei Samstagspiele. Die wenigsten Tore fielen beim 1:0-Sieg von Roland Belgern beim FV Bad Düben, der mit nur zwei Punkten als Zwölfter weiter im Abstiegskampf steckt. Robin Hempel erzielte bereits in der 13. Minute das Tor des Tages. Schlusslicht SV Zwochau gelang bei der 0:5-Klatsche beim FSV Beilrode erneut kein Tor. Es war die fünfte Niederlage im fünften Punktspiel bei einer Bilanz von 0:23 Treffern. Ebenfalls bei null Punkten steht der Tabellendreizehnte TSV Rackwitz, der in Schildau mit 1:6 unterging, aber immerhin in dieser Saison schon zwei Tore erzielt hat.

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