Regionalliga Nordost

Vereine fordern Aufstiegsreform: „Alter Fehler muss endlich korrigiert werden“

BSascha Pfeffer und Djamal Ziane haben mit der Aufstiegs-Relegation schon unschöne Erfahrungen gemacht – jetzt wollen die Vereine der Regionalliga-Nordost dagegen vorgehen.

BSascha Pfeffer und Djamal Ziane haben mit der Aufstiegs-Relegation schon unschöne Erfahrungen gemacht – jetzt wollen die Vereine der Regionalliga-Nordost dagegen vorgehen.

Leipzig. Den Vereinen der Regionalliga Nordost reicht's. "Wir wollen, dass die Wettbewerbs-Ungleichheit aufhört und endlich eine Lösung gefunden wird. Es kann nicht sein, dass die Meister aus einigen Regionalligen immer direkt aufsteigen und andere noch durch den Flaschenhals der Relegation müssen", bringt es der Geschäftsführer des 1. FC Lok Leipzig auf den Punkt. Martin Mieth ist die Aufstiegs-Regelung zwischen der vierten und der dritten deutschen Spielklasse im Fußball schon lange ein Dorn im Auge.

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Manche steigen auf, manche nicht

Auch der Verein aus Probstheida hatte schon darunter gelitten, als er im Sommer 2020 in der Relegation gegen den SC Verl durch zwei Remis um den Aufstieg gebracht wurde. Gemeinsam mit zahlreichen Vereinen aus der Regionalliga und weiteren Teams aus der 3. Spielklasse haben sich die Verantwortlichen nun mit einer klaren Forderung an den Nordostdeutscher Fußballverband (NOFV) gewandt, „um einen Außerordentlichen DFB-Bundestag zu beantragen“, erklärt Mieth im Gespräch mit der LVZ. Der MDR hatte zuvor über das Vorhaben der Clubs berichtet.

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„Das Prinzip der Chancengleichheit und des Fairplay, die sich der DFB auf die Fahnen geschrieben hat, sind hier nicht gegeben. Wir wollen nachhaltig und langfristig dafür kämpfen, dass sich das ändert und werden diesen Vorstoß dieses Mal bis zum Ende durchziehen“, so Mieth weiter. Denn die Kritik an dem System ist nicht neu. Schon mehrfach hatten sich Vereine über den Nachteil beschwert.

Denn während die Meister der Regionalliga West oder Südwest direkt aufsteigen, müssen unter anderem die Teams aus dem Nordosten durch die Relegation. Doch jedes Mal blieb eine Reform aus. "Diese Ungerechtigkeit gibt es schon seit Jahren, dieser alte Fehler muss endlich korrigiert werden", sagt der Lok-Geschäftsführer, der sich dafür unter anderem mit Chemnitzer FC, BSG Chemie Leipzig, Energie Cottbus, BFC Dynamo und Drittligisten wie Erzgebirge Aue, FSV Zwickau und dem Halleschen FC zusammengetan hat.

„Der Erste sollte direkt aufsteigen“

Chris Förster, Geschäftsführer von Viertligist Carl Zeiss Jena, hatte im MDR kritisiert: „Die aktuelle Aufstiegsregelung, die als Übergangslösung gelten sollte, manifestiert zudem gegenüber der vorherigen Aufstiegsregelung erstmals eine Ungleichbehandlung und stellt einen eklatanten Verstoß gegen den Gedanken des Fair Play dar.“ Und das nicht nur aus sportlicher Sicht, denn auch wirtschaftlich sehen die betroffenen Vereine einen großen Nachteil. „Wenn die gesamte Saison am Ende von zwei Spielen abhängt, ist es natürlich schwieriger, Sponsoren für ein Engagement zu begeistern. Auch der NOFV müsste deshalb ja ein Interesse haben, das System zu ändern, damit die Liga auch weiterhin attraktiv bleibt – für Sponsoren und für die Fans.“

Der Unterschied zu der Kritik aus den vergangenen Jahren: Dieses Mal ziehen alle Vereine mit, nicht nur die direkten Aufstiegskandidaten. So auch in Meuselwitz. ZFC-Trainer Heiko Weber erklärt auf LVZ-Anfrage: „Der Erste sollte direkt aufsteigen. Gerade weil es momentan in den Regionalligen unterschiedlich gehandhabt wird, sorgt das für ein komisches Gefühl.“ Der NOFV müsse jetzt zusammenhalten, stark sein und Flagge zeigen.

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Von Tilman Kortenhaus und Johannes David

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