Volleyball

Versöhnlicher Abschied für L.E.-Volleys-Coach Christoph Rascher

Christoph Rascher (l.) verlässt die L.E. Volleys, Jan Zangrando übernimmt die Frauen.

Christoph Rascher (l.) verlässt die L.E. Volleys, Jan Zangrando übernimmt die Frauen.

Leipzig. Es war das letzte Kapitel in der Geschichte von Christoph Rascher bei den L.E. Volleys: Am Wochenende führte der frühere Spieler und Trainer des Regionalliga- und Zweitliga-Teams als Nachwuchsleiter die U18 des Vereins zu den Deutschen Meisterschaften in Achim bei Bremen. Am Ende stand nach je drei Siegen und Niederlagen ein neunter Platz für die jungen Leipziger. Rascher war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, da er krankheitsbedingt nur auf sechs Spieler zurückgreifen konnte - es waren keine Wechsel möglich und kein Libero im Aufgebot.

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Freundschaft bleibt

„Die Jungs, die da waren, haben es toll gemacht“, lobte “Raschi“. Für den 37-Jährigen war es nicht nur der Abschied in verantwortlicher Funktion von den Volleys, sondern auch vom Volleyball allgemein, nachdem er im Dezember erst sein Ende als Coach der Bundesliga-Mannschaft angekündigt hatte und dann im Februar vorzeitig vom Verein gegangen wurde. „Der Spaß und die Freude am Volleyball haben zuletzt komplett gefehlt“, erklärt Rascher.

Nun widmet er sich als Teamleiter völlig neuen Job-Aufgaben. Den Volleys bleibt er freundschaftlich verbunden: “Wenn meine Hilfe im Notfall benötigt wird, werde ich nicht Nein sagen.“ Der Abstieg aus der 2. Liga zeigte, dass es nicht nur am Trainer gelegen hat. Auch Rascher-Nachfolger Jan Pretscheck konnte das Ruder nicht rumreißen und hatte kaum eine bessere Bilanz als sein Vorgänger. Als Grund dafür sieht Rascher vor allem die suboptimale Vorbereitung: „Das war die schlechteste in meiner Laufbahn.“ Auch danach war die Trainingsbeteiligung oftmals ungenügend, sodass es nur zu sechs Siegen in 26 Saisonspielen reichte.

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Stärke der Staffel erhöht

Auch Assistent Jan Zangrando hat die Männermannschaft verlassen und ist zum Damenteam gewechselt. Der 55-Jährige kehrt zu seinen Wurzeln zurück, denn über viele Jahre coachte er Volleyballerinnen in der Region. „Nach dem Abstieg in die 3. Liga es war ein guter Zeitpunkt für einen kompletten Neuanfang bei den Männern“, erklärt der Familienvater, dessen beide Töchter bei L.E. spielen. Zum anderen sah er bei den Volleys-Frauen viel Potenzial, was sich in der knapp verlorenen Aufstiegsrelegation gegen Markkleeberg schon angedeutet hatte. Etwas unverhofft bekommen die Damen nun noch eine zweite Chance, in die 3. Liga hochzugehen.

Denn die Mannschaftsstärke der Staffel wird von neun auf elf erhöht. Der letzte freie Platz wird in zwei Partien gegen den SV Lohhof aus der Nähe von München ausgespielt. Am Sonnabend müssen die Zangrando-Schützlinge auswärts antreten, 24 Stunden später geht es um 15 Uhr in der Leplayhalle ins Rückmatch. Viel Stress für die Spielerinnen, die sich zum Teil schon im Urlaub befanden, doch da es sich um Amateurinnen handelt, waren Partien unter der Woche nicht möglich. Eine Prognose will Zangrando nicht wagen, aber es dürfte sich bei den Lohhoferinnen um einen harten Brocken handeln. Da sie ja schon mit einem weiteren Jahr Regionalliga geplant hatten, gehen die Volleys-Frauen entspannt in die Spiele.

Von Christian Dittmar

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