Volleyball-Regionalliga Ost

Viele Baustellen: Holpriger Start der Reserve des GSVE Delitzsch

„Da waren so viele Baustellen dabei, das kann man gar nicht alles bearbeiten“, sagt GSVE-Trainer Sebastian Reichstein nach dem Spiel beim SV Bad Düben.

„Da waren so viele Baustellen dabei, das kann man gar nicht alles bearbeiten“, sagt GSVE-Trainer Sebastian Reichstein nach dem Spiel beim SV Bad Düben.

Delitzsch. Die Reserve des GSVE Delitzsch stolpert in die neue Saison der Volleyball-Regionalliga Ost. Mit 0:3 (25:22 25:20 25:22) verlor das Team von Sebastian Reichstein beim SV Bad Düben. Dass Reichstein mit Blick auf das zurückliegende Wochenende von einer geschlossenen Mannschaftsleistung spricht, bringt ausnahmsweise keine Einnahmen im Phrasenschwein eines zufriedenen Coaches. „Da waren so viele Baustellen dabei, das kann man gar nicht alles bearbeiten“, sagt Reichstein. Bad Düben habe ein gutes Spiel gemacht, gleichzeitig hinkten die Gymnasialen ihrem Niveau weit hinterher. Bereits kurz nach Spielende gab es ein langes Gespräch mit der Mannschaft, erzählt der GSVE-Trainer. „Ich bin weit davon entfernt, die Mentalitätsfrage zu stellen“, sagt Reichstein. „Dennoch müssen wir uns schon damit auseinandersetzen, warum wir in dieser Situation nicht unsere Leistung abrufen können.“

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Mehrere Krankheitsfälle im Team warfen bereits im Laufe der Woche ihre Schatten voraus. Auch deshalb stockte es im Angriff, konnten die noch angeschlagenen Spieler die nötigen Wege nicht gehen. Ein zusätzliches Geschmäckle hatte das Derby im Vorfeld durch einen Spielerwechsel bekommen. Der junge Paco Meißner streifte sich am Sonntag das GSVE-Trikot über. Die Dübener hätten ihren Ehemaligen lieber auf der eigenen Seite des Netzes gesehen, SV-Trainer Kevin Philipp hielt mit seiner Meinung dazu nicht hinterm Berg. Laut Reichstein seien die Gemüter inzwischen abgekühlt: „Ich habe mit Kevin am Wochenende nochmal geredet. Da ist einiges im Vorfeld falsch rübergekommen. Die Sache ist geklärt.“

„Leipzig ist eine Wunderkiste“

Die Konzentration am Lober liegt jetzt auf kommendem Wochenende. Am Sonnabend (19 Uhr) ist der Dresdner SSV in der Artur-Becker-Halle zu Gast. Liest man bei Reichstein zwischen den Zeilen, könnte es ein heißer Tanz werden. „Ich sag mal so. Die haben immer ziemlich Bock auf die Spiele gegen uns“, sagt der GSVE-Trainer mit einem Lachen. Für sein junges Team hieße es, mental dagegenzuhalten: „Einige spielen das erste Mal Regionalliga. Da wird es spannend sein zu sehen, wie die darauf reagieren.“

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Die Spieler des Krostitzer SV haben ihr Nervenflattern auf der Regionalligabühne hingegen lange überwunden. Neuzugänge sucht man im Krostitzer Kader vergebens, Trainer Andre Quasdorf kann und muss auf die gewohnten Kräfte setzen. Und die liefern. Beim SVC Nordhausen setzten sich die Krostitzer mit 3:0 (22:25 22:25 17:25) durch. Unter Abwesenheit von Quasdorf blickte Sebastian Walther, Mannschaftsleiter des SV, von der Seitenlinie aufs Netz. „Nordhausen könnte ein direkter Konkurrent im Tabellenkeller werden. Deshalb war es ein wichtiger Sieg für uns“, sagt Walther, dessen Team schon beim ersten Aufschlag der Saison voll auf der Höhe war. „Ich habe nie das Gefühl bekommen, dass es irgendwie gefährlich werden könnte.“

Viele Aufschlagfehler der Thüringer spielten dem SV dabei in die Karten. In den kommenden Wochen wird es allerdings heißer auf dem Parkett. Nächsten Sonnabend (19 Uhr) gastieren die L.E.Volleys II in Krostitz, danach geht es über einen Zwischenstopp beim USV TU Dresden zu den beiden Derbys gegen Bad Düben und Delitzsch. „Entscheidend wird sein, dass wir gut aus den Startlöchern kommen“, sagt Walther und weiß, dass gegen die zweite Garde der Volleys aus Leipzig die Motortemperatur bereits stimmen sollte. „Leipzig ist eine Wunderkiste, so ist es immer bei den Reserve-Teams. In der eigenen Halle ist es aber immer noch etwas gemütlicher. Ich denke, das wird ein Spiel auf Augenhöhe.“

Von Leon Heyde

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