Fußball

Vorfeiern im Konjunktiv: So wandern zwei Titel nach Fußball-Nordsachsen

Die Radefelder Jubeltraube könnte am Sonntag zur Meisterfeier zusammenkommen.

Die Radefelder Jubeltraube könnte am Sonntag zur Meisterfeier zusammenkommen.

Nordsachsen. Willkommen in der fröhlichen Welt des Konjunktivs: Es könnte ein feierliches Wochenende für Fußball-Nordsachsen werden. Der Radefelder SV könnte den Titel in der Landesklasse Nord nebst Aufstieg in die Sachsenliga abklären. Concordia Schenkenberg steht vor der Meisterschaft in der Nordsachsenliga – und würde sozusagen den nordsächsischen Platz der Radefelder eine Etage weiter oben einnehmen.

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Womöglich dürfen die Rand-schkeuditzer bereits am Freitagabend auf der Couch respektive am Spielfeldrand jubeln. Denn wenn Verfolger Lipsia Eutritzsch seine Partie in Sermuth nicht gewinnt, ist der RSV bereits nicht mehr einzuholen, was nach menschlichem Ermessen ohnehin schon jetzt als beinahe unmögliches Unterfangen gelten darf. Sollte Lipsia einen Dreier holen, besteht am Sonntag die nächste Chance zur großen Party. Dann reicht dem Team von Kai-Uwe Ziegler ein Punkt gegen Roter Stern Leipzig (Anstoß 15 Uhr) zur Meisterfeier vor heimischem Publikum.

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Auch wenn die Fan-Strahlkraft der Sterne zuletzt spürbar abgenommen hat, dürfte die Begegnung unter diesen Voraussetzungen zum Zuschauermagneten avancieren. Schließlich gehört Radefeld ohnehin ligaweit zu den bestbesuchten Teams. Das können die Schenkenberger nicht gerade von sich behaupten – und doch steht am Sonnabend breites Interesse zu erwarten auf dem Sportplatz in der Rödgener Straße. Ein Sieg gegen den Vorletzten Belgern – und bereits zwei Spieltage vor Saisonende wären die letzten theoretischen Zweifel am Meisterwerk beseitigt.

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„Können viele wichtige Dinge in die absolut richtige Richtung lenken“

Bis dahin ist auch die Tabelle begradigt, wandern weitere drei Zähler am grünen Tisch gen Schenkenberg. Der SV Spröda hatte vor einigen Wochen wegen Personalproblemen auf den Auftritt verzichtet. Gleiches passierte den Concorden schon mit dem Spiel in Süptitz. Macht sechs Zähler, ohne einen Zeh zu krümmen – aber für die Absagen der Gegner kann ja niemand die Delitzscher Ortsteiler zur Verantwortung ziehen.

Apropos Delitzsch: Der große ESV seinerseits kämpft in der Landesklasse noch gegen den Abstieg. Was wäre das für ein Ding, würde Schenkenberg künftig eine Etage über der Großen Kreisstadt kicken. Doch die Wahrscheinlichkeit ist eher gering und stattdessen warten Nachbarschaftsderbys. Denn wenn die Eisenbahner am Sonnabend gegen Tapfer Leipzig gewinnen, sind die Weichen gestellt. „Wir können viele wichtige Dinge in die absolut richtige Richtung lenken, entsprechend wäre ein Sieg enorm wichtig“, sagt Trainer Rico Winkler.

Dessen Zukunft an der Seitenlinie entscheidet sich nun doch erst nach dem Wochenende. Eigentlich sollte bereits über Pfingsten Klarheit geschaffen werden, doch man will offenbar noch die Klassenerhaltsfrage abwarten. Was das und zwei Titelfragen betrifft, könnten wir nach dem Wochenende schlauer sein – und Konjunktive entfernen.

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