Leichtathletik

Wegen der Hüfte: DHfK-Läufer Robert Farken muss auf DM und WM verzichten

Robert Farken bei der Hallen-WM im März in Belgrad

Robert Farken bei der Hallen-WM im März in Belgrad

Leipzig. Die Leichtathletik-Saison ist noch lang, doch der Einstieg ins Wettkampfjahr fällt den Leipziger Assen sichtlich schwer. Die größte Hiobsbotschaft kommt von Robert Farken. Der Olympia-Halbfinalist und Hallen-WM-Finalist über 1500 Meter muss seinen Saisoneinstieg wegen einer Hüftverletzung erneut verschieben. „Die Verletzung hat sich als eine Stressreaktion herausgestellt“, sagte der Läufer vom SC DHfK der LVZ: „Ich bin noch immer in Salzburg in der Reha. Die Fortschritte sind bislang minimal. Fakt ist, dass ich die Deutschen Meisterschaften und damit auch die WM nicht laufen kann. Für die EM besteht noch Hoffnung.“

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Für die europäischen Multi-Titelkämpfe im August in München hat der 24-Jährige die Norm bereits erfüllt. Dagegen kommen die „Finals“ am letzten Juni-Wochenende in Berlin und die Welttitelkämpfe Mitte Juli in den USA zu früh für den Sachsen.

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Ziemlich unrund verlief der Saisoneinstieg für Olympia-Sprinter Marvin Schulte (SC DHfK), der in Weinheim mit dem fünften Gesamtrang im Vorlauf (10,38 s mit etwas zu viel Rückenwind) noch recht zufrieden war, im Finale aber einen schwachen Start erwischte. „Ich hatte mir fürs Finale viel vorgenommen, musste das Feld aber von hinten aufrollen. Bei 70 Metern spürte ich schon, dass es nicht reichen würde“, so der 23-Jährige, der nicht voll durchzog, bei 10,59 landete und nicht alles auf den böigen Wind und die kühlen 18 Grad schieben wollte. Die beiden Leipziger Roy Schmidt (SC DHfK/10,54) und Deniz Almas (VfL Wolfsburg/10,57) müssen sich in den nächsten Rennen deutlich steigern. Der Wetzlarer Kevin Kranz legte derweil schon mal 10,18 und 10,24 s vor. Bester DLV-Hürdensprinter war zum Auftakt der in Leipzig trainierende Gregor Traber aus Tübingen.

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Einen Rückschritt gab es für Kugelstoßer David Storl, der mit seinen vor einer Woche in Halle erzielten 20,31 m die DLV-Bestenliste anführt, sich in Thum aber mit 19,91 m und Rang drei begnügen musste. Die langwierige Rückenverletzung sei auskuriert, „aber technisch hat es nicht so funktioniert wie erhofft. Ich habe den Druck im Ausstoß nicht hinbekommen“, sagte der 31-Jährige, der geduldig bleiben will: „Es gibt Tage, da läuft es besser, und an anderen schlechter, da steckt man wie in einem Tunnel in seinem Bewegungsmuster fest.“ Zur EM-Norm fehlt ihm ein guter halber Meter, zur WM-Norm sind es gar 80 Zentimeter.

Langstreckenläufer Nic Ihlow wollte am Samstag in seiner Heimatstadt Leipzig auch den zweiten Teil der Nachtlaufserie gewinnen, doch dieser fehlte wegen der nicht genehmigten Strecke aus (LVZ berichtete). „Das ist sehr schade, zumal es in anderen Städten ja funktioniert. Für Leipzig wäre der Nachtlauf wieder ein kleines Highlight gewesen“, sagte der 26-Jährige vom Verein lauftraining.com, der die virtuelle Variante rennen will, um seine Chancen in der Gesamtwertung zu wahren. Vor einigen Tagen glänzte der angehende Lehrer mit einem zweiten Platz beim Berliner 25-km-Lauf. Hinter einem Top-Läufer aus Kenia lief der Leipziger in sehr starken 1:19:36 Stunden ins Ziel. Frank Schober

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