Bundesliga

Weniger Licht, kaltes Wasser: RB Leipzig will Energie sparen

Champions League-Abende mit Licht und Wasser in der Red Bull Arena.

Champions League-Abende mit Licht und Wasser in der Red Bull Arena.

Leipzig. Man möchte in diesen herrlichen Sommertagen in Leipzig gar nicht dran denken. Ein kalter, dunkler Winter mit der Heizung auf eins gestellt oder am besten noch nur mit Wolldecke auf dem Sofa, in gedimmtem Licht oder gleich ganz ohne? Immerhin: Champions-League-Abende lassen frohlocken, auch wenn die Temperaturen sinken.

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Abläufe optimieren

Wir sind Optimisten: Alles wird gut. Vielleicht auch, wenn die Energiesparmaßnahmen landauf landab zunehmend greifen. Wie die Stadt Leipzig setzt auch DFB-Pokalsieger RB auf solche Maßnahmen. Den Weg vom Sofa runter zum Stadion wird man auch weiterhin finden, dank ausreichender Beleuchtung. RB spart dennoch – und hat Maßnahmen für Stadion, Spielbetrieb und Geschäftsstelle ergriffen.

Der Club setzt auf Ökostrom, betreibt damit die Red-Bull-Arena. „Eine Umstellung auf sparsamere LED-Lampen ist auch bereits erfolgt“, heißt es von Seiten des Vereins. Wie viel Licht wird gebraucht? Das wird gerade ermittelt. „Im Stadion wurden Helligkeitssensoren verbaut, die ab acht Uhr dauerhaft die Helligkeit analysieren und die Beleuchtung entsprechend anpassen (als Helligkeitsgröße dient 2000 Lux, was einem ‚bewölkten Tag‘ entspricht).“ Bewölkt statt sonnig, kann man mit leben.

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Ganz ohne Beleuchtung geht es übrigens auch dann nicht, wenn keine Spiele stattfinden. „Außerhalb der Vorbereitungen und Nachbereitungen der Spieltage wird die sicherheitsrelevante Beleuchtung betrieben“, erklärt RB.

Neben dem Licht gibt es im Stadion weiteres energetisches Einsparpotenzial. In einem wichtigen und ganz besonders sensiblen Bereich will der Club nun neue Wege gehen: beim Rasen. „Derzeit haben wir ein laufendes Pilotprojekt, um Rasenheizung und Bewässerung dahingehend zu optimieren“, so der Klub.

Ehrgeiz beim Thema Nachhaltigkeit

Wasser kalt statt warm – wäre beim Grün eher egal, beim Händewaschen kann es einen da schon frösteln. Das mag nicht jeder, ist aber nicht nur bei RB Leipzig in vielen Bereichen geplant. Da müssen die Fans durch. „Bereits für das nächste Heimspiel fließt in den Public-WC-Bereichen im Stadion nur noch kaltes Wasser.“ VIP- und Behinderten-WCs werden dagegen weiter mit Warmwasser versorgt, die Küchen- und Kioskbereiche ebenso. Auf der RB-Geschäftsstelle gilt dagegen seit diesem Donnerstag: kalt ist das neue warm.

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RB beschäftigt sich nicht nur angesichts der aktuellen Energiekrise mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die gehört künftig zu den Lizenzierungskriterien der beiden Bundesligen und ist erstmals im kommenden Jahr verpflichtend nachzuweisen. RB ist auch hier ehrgeizig. Klimaneutralität ist ein erklärtes Ziel des Leipziger Bundesligisten. „Wir haben unseren CO2-Abdruck erstellt und definieren auf Basis dessen entsprechende Reduktionsziele, um als Club und Unternehmen perspektivisch klimaneutral zu werden“, teilt der Verein mit.

In dem Zusammenhang steht auch das Thema Mobilität. Hier wollen die Verantwortlichen mit den Fans zusammenarbeiten. Klar: Wenn zu viele Anhängerinnen und Anhänger mit dem Auto zum Spiel kommen, ist dem Klima wenig gedient. Auch wenn es dann im Stadion nur kaltes Wasser gibt.

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