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Fußball

Wermsdorf gegen Süptitz: Kreispokalfinale in Nordsachsen „auf Augenhöhe“

Am 28. August 2020 bejubeln die Wermsdorfer ihren ersten Pokalerfolg nach dem 5:4 im Elfmeterschießen gegen Hartenfels Torgau.

Am 28. August 2020 bejubeln die Wermsdorfer ihren ersten Pokalerfolg nach dem 5:4 im Elfmeterschießen gegen Hartenfels Torgau.

Torgau. Ein volles Haus kann es am Mittwoch endlich wieder geben, wenn das nordsächsische Pokalfinale im Hafenstadion Torgau über die Bühne geht. „Es gibt keine Zuschauerbeschränkungen mehr“, sagt Jörg Büchner vom Cupverteidiger FSV Blau-Weiß Wermsdorf, der ab 20.45 Uhr auf Nordsachsenliga-Kontrahent SV Süptitz trifft. Bei den beiden Pokalsiegen der Hubertusburger 2020 und 2021 waren aufgrund der Corona-Pandemie jeweils nur 600 Fans zugelassen. „Jetzt sind meines Wissens allein 1.200 Karten im Vorverkauf weggegangen. Aus Wermsdorf werden mindestens 200 Zuschauer mit nach Torgau reisen.“

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Die Süptitzer absolvierten ihr Abschlusstraining bereits am Montagabend. SV-Coach Markus Kessel: „Wir haben uns im Training in den letzten Wochen voll auf das Pokalfinale konzentriert und auch Einheiten von 120 Minuten Länge absolviert. Und am Montag haben wir natürlich auch nochmal das Elfmeterschießen geübt.“

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Auch wenn Kessel voraussichtlich 17 Spieler zur Verfügung hat, gibt es doch schmerzliche Ausfälle bei den Süptitzern. Stürmer Rico Drabon, der in der Nordsachsenliga mit 13 Treffern zu den erfolgreichsten Torjägern zählt, musste im Pokal-Halbfinale gegen die „Alten Herren“ von der SpG Zwochau/Glesien schon nach 15 Minuten mit einem Achillessehnenriss ausgewechselt werden und fehlt im Endspiel. Und beim 2:0-Punktspielsieg der Süptitzer am letzten Samstag gegen die SG Zschortau erwischte es nach 13 Minuten Nick-Fabian Gomell, der auch verletzt vom Platz musste.

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„Ich erwarte schon ein Finale auf Augenhöhe“

„Im Angriff haben wir trotzdem noch einige Optionen“, erklärt Kessel. „Auf jeden Fall wird Tom Schwarzenberg vorn dabei sein. Und wir werden uns nicht komplett hinten reinstellen gegen Wermsdorf, sondern auch versuchen, nach vorn zu spielen. Zuletzt habe ich die Wermsdorfer im Spiel gegen Belgern gesehen und ich weiß, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.“

Pokalverteidiger Blau-Weiß absolvierte sein „lockeres Abschlusstraining“ (O-Ton Jörg Büchner) erst am Dienstagabend. Voraussichtlich auch mit Elfmeterschießen. „Das ist ja auch eine gute Übung für den Torwart“, meint Büchner. „Ich erwarte schon ein Finale auf Augenhöhe.“ Schließlich stehen die Süptitzer nicht umsonst als Dritter der Nordsachsenliga direkt hinter Wermsdorf, wenn die Schenkenberger mit ihren Punkten am grünen Tisch wieder auf Platz eins gerückt sein werden.

Fehlen werden bei den Hubertusburgern am Mittwoch Sebastian Körner, der beruflich verhindert ist, und Philipp Springer, der am 16. April im Pokalspiel gegen Wacker Dahlen einen Kreuzbandriss erlitt. Louis Hoffmann ist angeschlagen, aber „wir hoffen, dass er spielen kann“, sagt Jörg Büchner, der allerdings auch einen wichtigen Rückkehrer vermelden kann. „Justus Keller ist wieder zurück von seinem Auslandssemester in Spanien“, freut sich der FSV-Mannschaftsverantwortliche.

Bisher immer Verlängerung

Was die Wermsdorfer am Mittwoch vorhaben, hatte Freistoßspezialist Denny Beckedahl schon vor dem knappen 2:1-Auswärtssieg im Halbfinale beim FSV Oschatz am 30. April erklärt: „Unser Ziel ist natürlich wieder das Finale und dann auch der Pokalsieg.“ Der schussgewaltige Beckedahl war es auch, der am 28. August 2020 im Torgauer Hafenstadion den entscheidenden fünften Elfmeter im Tor von Hartenfels Torgau unterbrachte und damit für den ersten Pokaltriumph sorgte.

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Damals hatte es nach 120 kräftezehrenden Minuten inklusive Verlängerung immer noch 0:0 gestanden, bevor die Wermsdorfer sich mit 5:4 durchsetzen konnten. Auch im Pokalfinale am 25. Juni 2021 gegen den FSV Beilrode 09 mussten die Blau-Weiß-Kicker nach torlosen 90 Spielminuten in die Verlängerung. Doch Pascal Weidner sorgte vor elf Monaten mit seinem Doppelschlag in der 98. und 117. Minute für die 2:0-Führung des Cupverteidigers.

Den Beilrodern gelang eine Minute vor dem Ende zwar noch das 1:2 durch David Oberhoff, aber danach war Feierabend und die Hubertusburger holten sich erneut den nordsächsischen Kreispokal. „Das war schon eine ziemlich kampfbetonte Partie“, erinnert sich Jörg Büchner noch gut an den zweiten Triumph der FSV-Männer.

Von Christian Kluge

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