Futsal

Wermsdorfer Spielgemeinschaft gewinnt Vorrunde der Landesmeisterschaft

Die SpG Naundorf/Wermsdorf II/Luppa (Foto) qualifizierte sich in Oschatz als Sieger der dritten Vorrunde für die Endrunde der Futsal-Landesmeisterschaft am 29. Januar in Hohenstein-Ernstthal.

Die SpG Naundorf/Wermsdorf II/Luppa (Foto) qualifizierte sich in Oschatz als Sieger der dritten Vorrunde für die Endrunde der Futsal-Landesmeisterschaft am 29. Januar in Hohenstein-Ernstthal.

Oschatz. Leider verfolgten nur wenige Zuschauer am Samstag das dritte Vorrundenturnier der Futsal-Landesmeisterschaft in der Oschatzer Rosental-Sporthalle. Denn am Ende setzte sich mit der SpG Naundorf/Wermsdorf II/Luppa ein Team aus der Nachbarschaft durch und qualifizierte sich für die Endrunde, die am 29. Januar ab 13 Uhr in Hohenstein-Ernstthal ausgetragen wird. Die SpG siegte mit 13 Punkten vor dem SV Lindenau 1848 (11 Punkte) und dem Leipziger SV Südwest (8).

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Volkmar Beier, Vizepräsident Spielbetrieb des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), war in Oschatz vor Ort und erklärte nach dem letzten Spiel: „Das war wieder ein sehenswertes Turnier. Die Spielgemeinschft Naundorf/Wermsdorf II/Luppa holte sich den Pokal, die 100-Euro-Siegprämie sowie die Endrundenteilnahme. Kleiner Trost für den SV Lindenau 1848: Als einer der zwei besten Vorrundenzweiten kann das Team auch zur Endrunde fahren.“

Eine Szene vom Derby zwischen der SpG Merkwitz/Oschatz II und Turniersieger Naundorf/Wermsdorf II/Luppa (0:1). Der Oschatzer Hadi Rached (links) versucht hier, sich gegen Johannes Keller (rechts) durchzusetzen.

Eine Szene vom Derby zwischen der SpG Merkwitz/Oschatz II und Turniersieger Naundorf/Wermsdorf II/Luppa (0:1). Der Oschatzer Hadi Rached (links) versucht hier, sich gegen Johannes Keller (rechts) durchzusetzen.

Dabei wurden die Turnierspiele gegen die SG Rotation Leipzig 1950 alle für die anderen fünf Teams gewertet, weil Rotation seine Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte. Den traurigen Grund dafür teilte der Verein auf seiner Homepage mit: „Stephan Schmidt, Vereinsvorsitzender und geschäftsführender Vorstand unseres Vereins, ist verstorben. Stephan leitete seit fast sechs Jahren die Geschicke in unserem Verein und stellte unser Gesicht nach außen dar. Mit viel Liebe, Kraft und Hingabe investierte er seine Zeit in unseren Verein.“

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In der Endrunde trifft die SpG Naundorf/Wermsdorf II/Luppa nun also erneut auf Lindenau. Außerdem auf Gastgeber Hohenstein-Ernstthal, den Großenhainer FV II, die SG Handwerk Rabenstein und den SV Fortuna Langenau. Vor einer Woche haben die Großenhainer die erste Vorrunde in Gröditz ohne Niederlage gewonnen. Rabenstein siegte in der zweiten Vorrunde vor Langenau, aber Fortuna schaffte als Zweiter über die Quotientenregel den Sprung ins Finale.

Zurück zur spannenden Vorrunde in Oschatz. Hier dominierten der Leipziger Stadtligist Lindenau und das nordsächsische Kreisligateam Naundorf/Wermsdorf II/Luppa das Turnier. Im vorletzten Spiel standen sich beide gegenüber. Es ging um den Turniersieg. Lindenau musste gewinnen und der Spielgemeinschaft reichte ein Unentschieden. Die Zuschauer sahen ein sehenswertes Match, einen offenen Schlagabtausch - allerdings ohne Tore.

„Den Spielern hat es viel Spaß gemacht“

Volkmar Beier: „Die entscheidende Szene gab es etwa fünf Sekunden vor der Schlusssirene. Letzter Angriff der Lindenauer, Durchbruch über rechts und scharfe Hereingabe. Doch der Stürmer vergab überraschend und völlig freistehend vor dem leeren Tor. Es wäre der 100-Euro-Treffer gewesen. Ausrichter SV Merkwitz verdiente sich zumindest für die Turnierorganisation viel Anerkennung. Auf dem Parkett reichte es nur für einen fünften Platz.“

Der Lindenauer Trainer Ronny Ludwig war am Ende dennoch zufrieden und sagte: „Wir hätten gerne gewonnen, sind aber trotzdem qualifiziert. Futsal ist für uns eine schöne Abwechslung. Allerdings haben wir in diesem Winter vorher noch gar nicht in der Halle gespielt und brauchten ein bisschen Eingewöhnungszeit.“ So gelang dem Ludwig-Team in seinem ersten Turnierspiel auch nur ein 1:1 gegen den Leipziger SV Südwest.

Im ersten Turnierspiel gegen den Leipziger SV Südwest tat sich der SV Lindenau 1848 beim 1:1 noch etwas schwer. Unser Foto zeigt, wie die beiden Leipziger Tarek Chaibi (links) und Maximilian Scholle (rechts) den Lindenauer Philipp Herbst stoppen. Im Hintergrund verfolgt der Leipziger Torwart Kevin Stöckmann die Aktion.

Im ersten Turnierspiel gegen den Leipziger SV Südwest tat sich der SV Lindenau 1848 beim 1:1 noch etwas schwer. Unser Foto zeigt, wie die beiden Leipziger Tarek Chaibi (links) und Maximilian Scholle (rechts) den Lindenauer Philipp Herbst stoppen. Im Hintergrund verfolgt der Leipziger Torwart Kevin Stöckmann die Aktion.

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Priorität hat für den SV Lindenau in der Saison 2022/23 allerdings die Stadtoberliga Leipzig, wo der Verein mit 37 Punkten auf Meisterkurs ist. „Wenn wir das packen, dann steigen wir auch in die Landesklasse auf“, erklärte der SV-Trainer.

Hier setzt sich der Flößberger Justus Fleischhauer (rechts) im Mittelfeld gegen den Leipziger Lars Heinrich durch.

Hier setzt sich der Flößberger Justus Fleischhauer (rechts) im Mittelfeld gegen den Leipziger Lars Heinrich durch.

Auch das Muldental-Kreisligateam vom SV 1990 Flößberg, das in Oschatz am Ende mit sieben Punkten auf Vorrundenplatz vier einkam, hatte in der Rosental-Sporthalle Spaß. Trainer Sven Kamprad: „Wir waren krasser Außenseiter und sind hochzufrieden. Vorher haben wir nur einmal in der Halle trainiert. Aber den Spielern hat es viel Spaß gemacht, wir konnten gut mithalten und werden 2024 auf alle Fälle wieder beim Futsal mitmachen.“

Ein Zweikampf aus der Partie zwischen dem Leipziger SV Südwest und dem SV 1900 Flößberg (1:1) zwischen dem Flößberger Kevin Bünsch (links) und Armend Krasniji. Hinten verfolgen der Flößberger Torwart Pascal Siefke (in grün) und Tim Schubert (rechts) die Szene.

Ein Zweikampf aus der Partie zwischen dem Leipziger SV Südwest und dem SV 1900 Flößberg (1:1) zwischen dem Flößberger Kevin Bünsch (links) und Armend Krasniji. Hinten verfolgen der Flößberger Torwart Pascal Siefke (in grün) und Tim Schubert (rechts) die Szene.

Vorher muss der Kreisliga-Aufsteiger im Frühjahr allerdings erstmal den Klassenverbleib schaffen. Derzeit ist Flößberg mit zwölf Punkten Zehnter. Kamprad: „Das wird eine Mammutaufgabe. Wir haben eine Supermannschaft, aber auch viel Verletzungspech. Am 11. Februar steht für uns schon das erste Nachholspiel gegen den FSV Kitzscher auf dem Programm.“

„Uns gefallen die kleinen Tore, der etwas andere Ball und die Regeln nicht besonders“

Nun zum Siegerteam Naundorf/Wermsdorf II/Luppa. Die Spielgemeinschaft ist in der Kreisliga Nordsachsen aktuell auch nur Zehnter. Allerdings ist die erste Vertretung des FSV Blau-Weiß Wermsdorf mit 34 Punkten Spitzenreiter der Nordsachsenliga. Da könnten also noch einige Verstärkungen im Futsal-Team untergebracht werden, auch wenn sich die Wermsdorfer in Sachen Futsal – wie auch zahlreiche andere Männermannschaften in Sachsen – etwas schwertun.

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So meinte Steffen Wiesner, Trainer von Nordsachsenligist FSV Oschatz und als aktiver Spieler bei Gastgeber SpG Merkwitz/Oschatz II noch selbst am Ball: „Zum Futsal kommt eben keiner. Das interessiert die Leute nicht.“ Wiesner war bereits vor einer Woche bei den Futsal-Kreismeisterschaft an gleicher Stelle gegen Naundorf/Wermsdorf II/Luppa im Einsatz und meinte danach: „Uns gefallen die kleinen Tore, der etwas andere Ball und die Regeln nicht besonders.“

Merkwitz/Oschatz II belegte bei der Landesmeisterschafts-Vorrunde mit drei Punkten auch nur den fünften Platz. „Aber das war diesmal ein ganz anderes Niveau mit starken Leipziger Teams. Mit etwas mehr Geschick wäre für uns mehr drin gewesen. Den Wermsdorfern wünschen wir auf alle Fälle viel Glück nächsten Sonntag in Hohenstein-Ernstthal“, erklärte Wiesner, dessen Nordsachsenliga-Team am kommenden Samstag um 14 Uhr den Muldental-Kreisoberligisten TSV 1906 Burkartshain zum Testspiel auf dem Oschatzer Kunstrasenplatz erwartet.

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