Bundesliga

„Wir waren scharf“: Erste Reaktionen zu RB Leipzigs 4:0-Erfolg gegen Bochum

Einer seiner Elfmeter saß, einer nicht. Trotzdem erzielte Christopher Nkunku einen Doppelpack.

Einer seiner Elfmeter saß, einer nicht. Trotzdem erzielte Christopher Nkunku einen Doppelpack.

Leipzig. Der VfL Bochum bleibt der Aufbaugegner für RB Leipzig. Der mehr als stotternd in die Saison gestartete Pokalsieger setzte am Samstag auf volle Offensivpower und wurde dafür mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg gegen die seit sieben Spielen sieglosen Bochumern belohnt. Timo Werner (15. Minute) schoss die Gastgeber am Samstag vor 44.403 Zuschauern in Führung, ehe Christopher Nkunku (23.) per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim zweiten Elfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.).

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Das sagen Spieler, Trainer und Experten zur Partie:

Marco Rose (Trainer RB Leipzig): "Wir haben total verdient gewonnen, haben viele Sachen heute richtig gut umgesetzt. Wir waren scharf, haben mit dem Ball geduldig versucht, Lösungen zu finden. Wir haben zu null gespielt, das ist auch ganz wichtig. Wir wussten, dass Dreierkette kommt. Wir haben die Gegenläufigkeit trainiert. Für die Flexibilität sind die Jungs irgendwo dann selbst verantwortlich. Christo Nkunku hat in der Zentrale ein sehr gutes Spiel gemacht."

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Gerrit Holtmann (VfL Bochum): "Es hätte höher ausfallen müssen für Leipzig. Wir hatten über das ganze Spiel keine Mittel gegen diese starke Mannschaft. Wir hatten eine Spielidee, die hat nicht gegriffen. Wir haben individuelle Fehler gemacht. Es war ein bitterer Nachmittag. Wir haben in der Woche extrem gut gearbeitet, konnten das heute aber nicht umsetzen. Wir können hier so nicht auftreten. Mit einem Torschuss kann man gegen eine Champions-League-Mannschaft nicht bestehen."

Xaver Schlager (RB Leipzig): "Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Die Art und Weise war sehr gut. Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Spiele. Wir haben schnell gezeigt, dass für sie wenig zu holen ist. Unser Ziel ist, dass wir Konstanz in unsere Leistungen bringen. Das Zusammenspiel mit Kevin Kampl im Zentrum passt gut. Aber das Entscheidende ist nicht, wer mit wem zusammenspielt, sondern dass die Positionierungen und Abläufe stimmen. Jeder versucht, den Job bestmöglich zu machen. Es gibt keine einfachen Spiele mehr im Fußball."

Thomas Letsch (Trainer VfL Bochum): "Es gibt keine zwei Meinungen. Wir waren dem Gegner heute in allen Belangen unterlegen. Wir haben dem Gegner viel zu viele Räume gegeben. Mit Ball hatten wir auch keine Entlastung. Es war ein absolut verdienter Sieg von RB Leipzig. Es war klar, dass wir gegen diese Mannschaft relativ wenig Ballbesitz haben werden. Es war klar: Alles, was wir hier holen, ist Bonus. Die Trainingswoche war gut, es war eine positive Stimmung. Auf den Platz haben wir es nicht gebracht. Ich bin nach wie überzeugt, dass wir den Bock umstoßen."

Umarmung zweier Freunde: Doch trösten konnte Leipzigs Trainer Marco Rose den Bochumer Coach Thomas Letsch nach dem Abpfiff natürlich nicht.

Umarmung zweier Freunde: Doch trösten konnte Leipzigs Trainer Marco Rose den Bochumer Coach Thomas Letsch nach dem Abpfiff natürlich nicht.

Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Wir haben heute gezeigt, dass wir mit Energie, Intensität und Pressing Tore schießen können. Ich habe heute einen guten Tag erwischt. Wenn man mich braucht, bin ich da. Wir gewinnen nur als Team. Beim Elfmeter-Foul hat mein Gegenspieler ordentlich draufgelangt. Mein Zeh ist blau und tut weh, aber das wird in zwei Tage wieder weg sein. Am Mittwoch in der Champions League gegen Celtic Glasgow wird auch wieder viel Intensität verlangt."

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Anthony Losilla (VfL Bochum): "Das ist nichts anderes als eine Enttäuschung was wir heute gezeigt haben. Mir fehlen die Worte, um das zu erklären. Ohne Mut wird es schwierig. Wir wollten mutig spielen, aber wir haben einfach nichts davon umgesetzt. Wir müssen weiter hart arbeiten, heute war es zu wenig."

Dietmar Hamann (Sky-Experte): "Die Tore tun Timo Werner mit Sicherheit gut. Vielleicht fühlt er sich jetzt endlich wieder angekommen. Das hilft auch der Nationalmannschaft, denn da haben wir ja vorn Probleme. Vielleicht ist er ja derjenige, der dann auch bei der WM trifft."

Von Antje Henselin-Rudolph / Benjamin Post

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