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Fußball

Wird der Titelkampf in der Kreisoberliga noch einmal spannend?

Die Kicker des BSV Einheit Frohburg (in grau in einem früheren Spiel) wollen ihre Kontrahenten abschütteln.

Die Kicker des BSV Einheit Frohburg (in grau in einem früheren Spiel) wollen ihre Kontrahenten abschütteln.

Frohburg. Man sollte es wirklich nicht gleich übertreiben, komplett auf Anfang ist die ganze Sache nun keineswegs gestellt worden. Allerdings ist auch klar, dass der Meisterschaftskampf in der Fußball-Kreisoberliga der Männer tatsächlich längst noch nicht entschieden ist. Die doch ziemlich überraschende 0:1-Niederlage von Spitzenreiter Frohburg in Bennewitz hat dem Titelrennen einen Hauch von Spannung bewahrt, denn die unmittelbare Konkurrenz konnte den Ausrutscher des Tabellenführers ausnutzen und ihre Verfolgerrolle substanziell anreichern.

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Ein Spiel mit Bart

Die besten Karten in der Hand hat der aktuelle Klassenprimus vor dem 18. Spieltag freilich noch immer und jetzt obendrein die verlockende Gelegenheit, einen der wie eine Klette am Pullover hängenden Kontrahenten so richtig abzuschütteln. Andererseits liegt für den BSV Einheit Frohburg (16 Begegnungen/42 Punkte/Torverhältnis +34) im direkten Duell mit dem SV Ostrau (16/36/+26) die nicht zu unterschätzende Gefahr, dass der eigentlich komfortable Vorsprung noch ein Stückchen weiter zusammenschmilzt wie das Eis in der Frühlingssonne. Schlechte Erfahrungen haben die Rennstädter mit den Jahnatalern in der Vergangenheit jedoch zumeist keine gemacht. Die Partie der ersten Halbserie ging mit 3:1 ebenso an den BSV wie das letzte Heimspiel im November 2018 (3:0). Und gewonnen hat der SVO im Werner-Seelenbinder-Stadion sowieso erst einmal, und zwar mit 2:1 vor mittlerweile neun Jahren. Diesem Match ist inzwischen ein Bart gewachsen, den die Frohburger unbedingt weiter wachsen sehen wollen. Aber Vorsicht, die Ostrauer reisen mit dem Rasierapparat im Gepäck an den Erligtweg.

Lieblingsgegner in Blau-Weiß

Ein seit etlichen Wochen nicht locker lassender SV Naunhof (17/39/+34) wird mit mächtigem Interesse in Richtung Wyhra blicken, muss allerdings in erster Linie zunächst seine eigene Aufgabe erledigen und diese ist nicht ohne. Schließlich sind die Clade-Kicker beim Favoritenschreck der Vorwoche, dem Rang-Achten SV Blau-Weiß Bennewitz, zu Gast. Der SVN ist also gewarnt vor dem Auftritt auf dem Sportgelände an der Mulde, mit vollster Konzentration auf das Wesentliche soll dem 5:2-Erfolg aus der Hinrunde ein zweiter Dreier gegen den Lokalrivalen folgen. Für die Naunhofer sind die Blau-Weißen ohnehin so eine Art Lieblingsgegner, von den zurückliegenden sechs Begegnungen wurde nämlich keine einzige verloren.

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Roßwein kontra Deutzen

Noch eindeutiger stellt sich die Ausgangsposition vor der Partie zwischen dem Roßweiner SV (14/33/+24) und dem Tabellen-Elften SV Blau-Weiß Deutzen dar. Die Rand-Döbelner haben ein anspruchsvolles Programm vor der Brust, bis kurz nach Pfingsten haben sie neben den regulären Ansetzungen zudem drei Nachholspiele zu absolvieren. Werden die ins Haus stehenden englischen Wochen für den RSV angesichts des kleinen Kaders zur Kraftfrage? Gegen die in fremden Gefilden sieglosen Deutzener darf jedenfalls erst einmal überhaupt nichts schief gegen, ansonsten könnte das Ding eventuell bereits gelaufen sein. Die Deutzener sind an der Haßlauer Straße allerdings krasser Außenseiter, denn Zahlen lügen bekanntlich nicht. Das 1:2 daheim Mitte März konnte der schwarzen Serie nicht den Garaus machen, gegen die Roßweiner sind die Blau-Weißen in der Historie bisher völlig leer ausgegangen.

Erfolg für Großsteinberg oberste Bürgerpflicht

Nach einem extrem dünnen Strohhalm greift unterdessen der TSV Großsteinberg (17/34/22). Damit die lange Zeit so starken Parthensteiner noch nach der Krone greifen können, müssten wohl nach Lage der Dinge Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen. Um die theoretische Chance zu erhalten, ist deshalb auf der Rudolf-Harbig-Kampfbahn ein voller Erfolg gegen den Rang-Neunten VfB Leisnig oberste Bürgerpflicht. Beim 2:1 in der Hinrunde hatte es geklappt, Wiederholung dringend erwünscht.

So viel zum M wie Meisterschaft, doch wie sieht es eigentlich mit dem A-Wort aus? Was die Aufstiegsfrage betrifft, gestaltet sich die Situation ein klein wenig übersichtlicher. Roßwein und Großsteinberg haben bereits ihren Verzicht auf einen möglichen Sprung in die Landesklasse erklärt. Somit bliebe in dieser Geschichte das Trio Frohburg, Naunhof und Ostrau übrig. Spätestens am 18. Juni wird feststehen, wer in der Saison 2022/2023 einen größeren Atlas benötigt.

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Von Heiko Henschel

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