Fußball-Regionalliga Nordost

ZFC Meuselwitz unterliegt Rot-Weiß Erfurt – trotz harten Kampfes

Luca Bürger (rechts), der das ZFC-Ehrentor erzielte, im Duell mit dem Ex-Meuselwitzer Ben-Luca Moritz.

Luca Bürger (rechts), der das ZFC-Ehrentor erzielte, im Duell mit dem Ex-Meuselwitzer Ben-Luca Moritz.

Meuselwitz. Mit 1:4 (0:2) musste sich Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz am Sonnabend dem Wiederaufsteiger Rot-Weiß Erfurt beugen. Vor knapp 1000 Zuschauern, darunter rund 400 Erfurter Fußball-Anhänger, waren die Gäste überlegen, doch ihr Sieg fiel einen Tick zu hoch aus. Denn bei allen Fehlern und Unzulänglichkeiten kämpften die Gastgeber doch bis zuletzt und schienen zwischenzeitlich dem Ausgleich nahe.

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„Vorm 1:3 gab es ein Erfurter Handspiel in deren Strafraum, das nicht geahndet wurde“, ärgerte sich ZFC-Trainer Heiko Weber. Noch mehr grämte ihn aber der schnelle 0:2-Rückstand seiner Elf: „Wir wussten doch, dass Erfurt kein normaler Aufsteiger ist. Aber wenn man den Respekt vorm Gegner verliert, kommt dann eben so eine erste Halbzeit heraus, in der man zwei Gegentore selbst vorbereitet.“

Rot-Weiß-Angreifer überraschen

Bei der Entstehung des 0:1 ließ die Meuselwitzer Abwehr den Gästen erstaunlich viel Luft, war wohl auch etwas von der Schnelligkeit der Rot-Weiß-Angreifer überrascht (Weber: „Die Geschwindigkeit einiger Erfurter findet man eher in höheren Ligen.“). Felix Müller startete noch einen Rettungsversuch, lenkte die Eingabe aber ins eigene Tor. Hinter ihm lauerte Romario Hajrulla ohnehin einschussbereit (11. Minute). Weitere elf Minuten später unterlief Müllers Nebenmann in der Innenverteidigung, Fabian Raithel, ein Fehler, als er wohl zwei Gedanken zugleich hatte: Langen Ball annehmen oder wegschlagen? Letztlich unterließ er beides, der Ball passierte ihn, die zwei stetigen Stachel im „ZFC-Fleisch“, Kay Seidemann und Artur Mergel, vollendeten zum 0:2. Seidemann legte auf, Mergel brauchte nur noch einschieben.

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Zuvor hatte der durchweg überzeugende ZFC-Torwart Jean-Marie Plath schon einmal gegen den allein vor ihm aufkreuzenden Hairulla stark pariert (8.) und Raithel per Kopf auf der Torlinie einen Mergel-Schuss aufgehalten. Gegen das Erfurter Chancen-Plus hatte der ZFC bis zur Pause lediglich eine Großchance des erstmals von Beginn an aufgebotenen Tim Birkner (21., geblockter Schuss nach guter Kopfablage von Andy Trübenbach) relativ harmlose Schüsse von Trübenbach (31., vorbei) und Raithel (36., drüber) zu setzen. Das änderte sich gleich nach Wiederbeginn, als der eingewechselte Luca Bürger eine Trübenbach-Flanke volley zum Anschlusstor ins lange Eck setzte.

Schiedsrichter übersieht Handspiel

Erfurts Pässe in die Tiefe blieben dennoch gefährlich, doch nun besaß auch der ZFC mehr Möglichkeiten. Der ebenfalls eingewechselte Johannes Pistol verfehlte den Kasten aber knapp (55.), Trübenbachs Volleyschuss wurde geblockt (57.) Auf der anderen Seite musste Plath mehrfach großartig parieren (64., 74.). Gegen den Kopfball des RWE-Abwehrriesen Salomon Amougou Nkoa nach präzisem Eckball war er allerdings machtlos (75.) – 1:3.

Gleich danach übersah der nicht immer sattelfeste Referee Patrick Kluge besagtes Erfurter Handspiel. Als Mergel einen Freistoß in der Nachspielzeit zum 1:4 versenkte, war die Partie endgültig entschieden – vielleicht um ein Tor zu hoch. Gäste-Coach Fabian Gerber sagte: „Wir sind gut ins Spiel gekommen. Wie stark wir nach dem Anschlusstor des ZFC zurückgekommen sind, hat mich selbst überrascht.“ Heiko Weber monierte indes: „Als wir den Gegner fast hatten, haben wir wieder Fehler gemacht. Wir müssen unsere Bequemlichkeit ablegen und nächste Woche eine Antwort geben.“

ZFC Meuselwitz: Plath – Birkner (ab 46. Pistol), Müller, Raithel, Miatke – Stenzel (75. Schätzle, 81. Jacobi), Gildenberg – Trübenbach, Eckardt (46. Kadric), Hansch – Martynets (46. Bürger).

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Tore: 0:1 Müller (11./Eigentor), 0:2 Mergel (22.), 1:2 Bürger (48.), 1:3 Amougou Nkoa (75.), 1:4 Mergel (90.+1).

Zuschauer: 973.

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