Handball

Zwei frühe Rote Karten: SC DHfK Leipzig verliert 22:28 in Berlin

Die Leipziger Handballer Oskar Sunnefeldt (l.) und Simon Ernst (r) – hier gegen Max Darj – sehen jeweils in der ersten Halbzeit die Rote Karte.

Die Leipziger Handballer Oskar Sunnefeldt (l.) und Simon Ernst (r) – hier gegen Max Darj – sehen jeweils in der ersten Halbzeit die Rote Karte.

Berlin/Leipzig. Rote Karte für Oskar Sunnefeldt nach sechs Minuten, Rote Karte für Simon Ernst aufgrund dreier Zeitstrafen nach 22 Minuten! Insgesamt zehnminütige Unterzahl der DHfK-Männer in Hälfte eins, während die Gastgeber immer komplett auf der Platte standen. Da fragten sich alle Beobachter: Wie sollen die Leipziger Handballer in diesem Bundesliga-Match in der Hauptstadt punkten? Es kam, wie es kommen musste. Die Füchse Berlin stellten die Weichen am Dienstagabend vor 9000 Zuschauern frühzeitig auf Heimsieg und ließen beim 28:22 (14:9) gegen die Sachsen nichts anbrennen.

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Damit erkämpften sich die Berliner die knapp 24 Stunden vorher an den THW Kiel abgegebene Tabellenführung zurück und gehen als Spitzenreiter in die WM-Pause. Für die Leipziger war es nach sechs Siegen unter ihrem neuen Trainer Runar Sigtryggsson die zweite Niederlage in Folge. Mit 16:20 Punkten stehen die Messestädter nach dem ersten Rückrundenspieltag auf Platz zwölf. In der 55. Minute gab es eine Schrecksekunde für Luca Witzke. Der Leipziger WM-Spieler rutschte bei einer dynamischen Angriffsbewegung weg, konnte nach zweiminütiger Behandlungspause aber wieder leicht benommen Richtung Bank gehen.

Das Rezept der Leipziger in der Hauptstadt war angekündigt und sofort klar erkennbar. Nach der über weite Strecken blutleeren Leistung am vierten Advent gegen den Bergischen HC langten die Männer um Kapitän Simon Ernst in der Deckung ordentlich zu. Sie versuchten, die Füchse mit einer aggressiven Gangart unter Druck zu setzen. In den Augen des Schiedsrichter-Duos war die Spielweise der Gäste einen Tick zu aggressiv. Die Unparteiischen zogen nicht etwa den gelben Karton, sondern gaben Simon Ernst schon nach knapp 60 Sekunden Bedenkzeit auf der Bank.

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Es sprach einerseits für die hoch motivierten Leipziger, dass sie ihrer Linie treublieben. Andererseits hätten sie ein Stückweit auf die strenge Regelauslegung der Unparteiischen reagieren müssen. „Wir sind ständig in Unterzahl – so können wir nicht weitermachen“, sagte der DHfK-Coach in der Auszeit nach einer Viertelstunde. Doch nicht nur die Zeitstrafen sorgten dafür, dass der SC DHfK lediglich bis zum 5:6 dranblieb. Die Leipziger sündigten mit ihren Chancen und kamen zur Pause nur auf 41 Prozent Effektivität im Angriff. Berlins Ersatzkeeper Victor Kireev zeigte eine Top-Leistung. In Hälfte zwei verkürzte der SC DHfK auf drei Treffer – näher kamen die Gäste nicht mehr ran.

Magdeburg kommt nach WM-Pause

Für sechs DHfK-Spieler beginnt in wenigen Tagen die heiße Phase der WM-Vorbereitung – darunter für Luca Witzke und Simon Ernst mit dem DHB-Team. Die andere gute Hälfte des Teams bekommt bis 13. Januar frei, um die Akkus aufzuladen. Auf das erste Heimspiel nach der WM-Pause freuen sich die Leipziger Fans besonders: Am 26. Februar kommt der Deutsche Meister SC Magdeburg in die Arena Leipzig.

Lukas Binder meinte: „Wir hatten trotz allem heute lange die Chance, etwas zu holen. Es war kein gutes Spiel von uns – es lag am Angriff und an den vielen technischen Fehlern.“

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