Bundesliga-Heimauftakt

Zweimalige Führung nützt nichts: RB Leipzig holt mit zehn Mann 2:2 gegen Köln

Zweikampf zwischen Ellyes Skhiri und Leipzigs Dani Olmo (r.).

Zweikampf zwischen Ellyes Skhiri und Leipzigs Dani Olmo (r.).

Leipzig. Eine Viertelstunde vor dem Anstoß reckte Christopher Nkunku eine goldene Trophäe in die Höhe. RB-Fans jubelten. Was ist denn hier los? Der Offensivmann leistete in der Vorsaison Ehrenwertes, genauer gesagt 55 Scorerpunkte für die Leipziger, Vereinsrekord. Vom Fußball-Fachmagazin „kicker“ gab es dafür am Samstag vor dem Anpfiff gegen den 1. FC Köln die Ehrung zum „Spieler des Jahres“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gut 90 gespielte Minuten später hatte der Franzose trotz eines eigenen Tores nicht mehr so viel Grund zur Freude. Denn nach dem 1:1 in Stuttgart zum Bundesligaauftakt in der Vorwoche reichte es auch beim ersten Auftritt vor Heimpublikum nur zu einem Punkt. 2:2 (1:1) endete die Partie gegen die Geißböcke.

Personell hatte Coach Domenico Tedesco einiges geändert. Für Lukas Klostermann (Syndesmosebandriss) durfte Mohamed Simakan auf der rechten Seite verteidigen. Für Kevin Kampl, in Stuttgart noch Starter, rückte Dominik Szoboszlai in die erste Elf. Und: Timo Werner (für Andre Silva) durfte von Beginn an ran! Der Rückkehrer vom FC Chelsea stand wie erwartet von Beginn an auf dem Platz. Der Hype vorher, die lechzenden Fans. Dann Werner. Mit Nkunku.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In die ausgelassene Stimmung in der Red Bull Arena grätschte nach knapp zehn Minuten der VAR: Vor dem vermeintlichen Tor von Dani Olmo hatte David Raum Hand gespielt. Auch die erste Co-Produktion von Werner und Nkunku zählte nicht. Der Franzose stand im Abseits.

Doch der Hollywood-Drehbuchmoment war ja auch für Werner vorgesehen. Tatsächlich erzielte der Rückkehrer das 1:0 (36.) – aus 25 Metern und unter freundlicher Mithilfe von FC-Schlussmann Marvin Schwäbe. Nur vier Minuten später: Zuspiel Olmo auf Nkunku, Schwäbe glänzte (40.). Das rächte sich für RB: Im Gegenzug passte Florian Kainz vorbei an Marcel Halstenberg quer in den Leipziger Strafraum – am Ende der Kette und des Gegentors lag Hugo Novoa am Boden und schlug wütend auf den Rasen. Florian Dietz war ihm den entscheidenden Schritt voraus, 1:1.

Lesen Sie auch

Bei aller Offensivlust der Roten Bullen in der ersten Halbzeit: Der druckvolle Effzeh tauchte punktuell im Leipziger Strafraum auf, mit drei vielversprechenden Abschlüssen (Jan Uwe Thielmann, 3., Dietz, 17., Dejan Ljubicic, 23.) und bereitete Probleme. Dominik Szoboszlai machte seinen Kollegen die Aufgabe kurz vor dem Pausenpfiff noch schwerer: Der Ungar fuhr gegen Kainz den Ellenbogen aus und sah dafür die Rote Karte – harte Entscheidung.

Nkunkus Führungstreffer reicht nicht zum Sieg

Der Abend schien dennoch zunächst erfolgreich zu verlaufen für die Rasenballsportler. Abwehrchef Willi Orban mit dem Ballgewinn, der spielfreudige Olmo auf den treffsicheren Nkunku – 2:1 (56.). Köln aber weiter nicht kleinzukriegen. Kainz-Eckball, unglückliche Kopfballverlängerung durch Simakan und noch unglücklicheres Eigentor des zur Pause eingewechselten Josko Gvardiol zum 2:2 (72.). Köln schuf auch weiter Momente, vielleicht nicht Drehbuchreif, aber torgefährlich. Für Werner kam Silva – doch auch der Portugiese brachte den kämpfenden Unterzahl-Leipzigern nicht das Siegtor.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Statistik zum Spiel:

Mehr aus Sport in Sachsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken