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59. INTERNATIONALES FROHBURGER ADAC-DREIECKRENNEN

Dreieckrennen in Frohburg ist auch bekannt für Völkerverständigung

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DIE 250ER-KLASSE in den Teichkurven. Foto: Rainer Rossdeutscher

VIELE FAHRER AUS VERSCHIEDENEN NATIONEN lassen sich das Renn-Wochenende nicht entgehen

Das Frohburger Dreieckrennen bedeutet für viele Fans etwas ganz Besonderes, egal zu welcher Zeit und unter welchen Umständen. Denn nicht nur für spannende Rennen ist das Ereignis in der Region bekannt, sondern darüber hinaus für eine äußerst gute Völkerverständigung. Fahrer zahlreicher Nationen kämpfen zwar auf der Strecke um Siege und Platzierungen, aber im Fahrerlager, auf dem Campingplatz und hinter den Kulissen sind keinerlei Reibereien zu erleben.

In den 60-er Jahren bereits waren die Lizenzrennen international offen, mit einer Ausnahme: Westdeutsche Fahrer durften nicht starten. Und so mancher damaliger ,,Polit-Obere" ließ es sich nicht nehmen, seine Haltung gegenüber dem Westen auch beim Frohburger Dreieckrennen klar zu machen, obwohl in den Startaufstellungen Fahrer aus westlichen Ländern standen. Zudem wurde damals vieles überwacht, egal ob Strecke oder Fahrerlager, der Zutritt für Zuschauer ins Fahrerlager war verboten, um zu verhindern, dass Kontakte oder gar Freundschaften entstanden.

Mit der deutschen Wiedervereinigung fiel das alles weg. Obwohl die Starterfelder schon zu DDR-Zeiten groß waren, sind diese mit der Wiedervereinigung - bis in die Gegenwart hinein - noch größer geworden. Verbote wie einst gab und gibt es nicht mehr, jeder Zuschauer kann ins Fahrerlager und sich mit den Piloten unterhalten.

Und noch immer wächst das Internationale in Frohburg, was sich unter anderem an den Finalrennen zur International Road Road Race Championship (IRRC) zeigt. Was sehr für das Dreieckrennen in Frohburg spricht, waren die Rennklassen an den Starts. Die Sidecars fuhren hier um Punkte zur Deutschen Meisterschaft und gar auch zur Europameisterschaft. Schöne Rennen lieferten sich darüber hinaus die Supertwins, Open 600 und Open 1000. Viel Vergnügen für die Zuschauer brachten auch die Rennen der Klasse Supermono mit vielen Teilnehmern. Rainer Rossdeutscher