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BAUEN, WOHNEN & SANIEREN

Kraftwerk auf dem Balkon

Kraftwerk auf dem Balkon Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

SOGAR MIETER KÖNNEN AUF DEM BALKON SOLARSTROM ERZEUGEN - mit solchen Paneelen mit gewöhnlichem Schuko-Stecker. Foto: dpa-mag/Laura Ludwig

Mini-Solarstromanlagen können SONNENSTROM PRODUZIEREN

Sie wollen Ihre Stromkosten langfristig reduzieren, wohnen aber in einer Wohnung? Auch dafür gibt es Solarstromanlagen zur Produktion von Sonnenstrom. Die sind so klein, dass sie sich an einem Balkon, einer Hauswand oder einer Gartenhütte befestigen lassen. Und das können Sie auch selbst tun. Ein Handwerker muss zur Installation nicht kommen. Denn die Geräte werden einfach an eine gewöhnliche Steckdose gehängt. Die Technik: Das wesentliche Element dieser Solaranlagen sind ein oder zwei Paneele, die gemeinsam eine Leistung von höchstens 600 Watt erzeugen. Durch Sonneneinstrahlung wird Gleichstrom produziert. Dieser wird in dem Gerät dann zu Netzstrom umgewandelt - und geht über einen gewöhnlichen Schuko-Stecker in das häusliche Stromnetz über.

ANLAGE FÜR DEN EIGENBEDARF

Die Anlagen sind nur für den Eigenbedarf vorgesehen und speisen nicht in das allgemeine Netz ein.

Die Verbraucherzentralen sprechen auch von einem Strom erzeugenden Haushaltsgerät, da es sich eigentlich nicht um eine „Anlage" im technischen Sinn handele. Die Geräte werden zumeist von Online-Händlern vertrieben etwa auch als Mini-Solaranlagen, Plug and-Play-Solaranlagen oder als Balkonmodule.

Die Daten: Zwischen 350 und 600 Euro kosten Stecker-Solargeräte mit Standard-Modulen laut den Verbraucherzentralen. Nachteil: Bei dem zwar im Vergleich zu üblichen Photovoltaikanlagen niedrigen, dann aber doch recht hohen Preis leistet man aktuell zwar einen Beitrag in der Energiekrise-und ganz grundsätzlich einen Beitrag in der Energiewende. Die Haushaltskasse hat aber erst mal wenig davon.

Ein Standardmodul mit 380 Watt Leistung, das auf einem schattenfreien Südbalkon hängt, liefert laut den Verbraucherschützern etwa 280 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das ist etwa so viel wie ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine in einem Zweipersonenhaushalt verbraucht. Es müssen also mehrere Jahre vergehen, bis sich die Investition finanziell lohnt. DPA


Heizkostenzuschuss automatisch ausgezahlt

Um den Anstieg der Heizkosten aufgrund der hohen Energiepreise abzufedern, erhalten Empfängerinnen und Empfänger von Wohngeld einen einmaligen Heizkostenzuschuss. Anspruch auf den Zuschuss haben Personen, denen im Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 für mindestens einen Monat Wohngeld bewilligt wurde. Der Zuschuss wird automatisch ausgezahlt und muss nicht extra beantragt werden. Auch Schüler, die BAföG beziehen, profitieren, wenn sie ebenfalls von Oktober 2021 bis März 2022 mindestens einen Monat lang BAföG bezogen haben und außerhalb der elterlichen Wohnung leben. 

Der Zuschuss wird in Sachsen vorraussichtlich ab September ausgezahlt.