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Rußbrand vorbeugen - sicher heizen mit Kamin und Ofen

Rußbrand vorbeugen - sicher heizen mit Kamin und Ofen Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

WOHLIG WARM IST ES VORM KAMIN. Damit es auch sicher ist, gibt es einiges zu beachten. Foto:s-wloczyk2/pixabay

KAMINE UND ÖFEN werden wieder verstärkt genutzt / Das Landratsamt Landkreis Leipzig weist deshalb auf die erhöhte Gefahr von Rußbränden hin

Viele Haushalte planen vor dem Hintergrund der Entwicklungen auf dem Wärme- und Brennstoffmarkt, verstärkt mit Holz oder Kohle zu heizen. Damit das nicht zur Gefahr wird, sind regelmäßige Kehrungen des Schornsteins notwendig. Deren Häufigkeit hängt maßgeblich von der Nutzungshäufigkeit der Feuerstätte ab. Erhebliche Änderungen müssen daher unbedingt der oder dem zuständigen Bezirksschornsteinfegerin oder -feger mitgeteilt werden. Wer zur Miete wohnt, teilt eine Änderung des Heizverhaltens der Hausverwaltung oder den Vermietern mit.

MELDEPFLICHT FÜR KAMIN-EIGENTÜMER

Schornsteinfegermeister Marco Gralapp, Technischer Innungswart der Schornsteinfeger-Innung Sachsen, sagt: „Nach Mitteilung der veränderten Nutzungshäufigkeit prüfe ich, ob eine oder mehrere Kehrungen notwendig sind und ändere gegebenenfalls den Feuerstättenbescheid. Da nur die Betreiber oder Eigentümer direkt beurteilen können, ob ihre Feuerstätten für feste Brennstoffe häufiger als bisher genutzt werden, hat der Gesetzgeber die Eigentümer im Schornsteinfeger-Handwerksgesetz unter § 1 zur Mitteilung verpflichtet. Allerdings ist das den wenigsten bewusst.“

Eigentümerinnen oder Eigentümer können anhand ihres aktuellen Feuerstättenbescheides prüfen, ob die tatsächliche Nutzungshäufigkeit mit der im Bescheid angegebenen, in der Regel in der Tabelle unter Begründung I., übereinstimmt.

RISIKO FÜR SCHORNSTEINBRAND STEIGT

Durch die Nutzung einer Feuerstätte für feste Brennstoffe sammeln sich im Schornstein Ruß und andere brennbare Rückstände an. Mit zunehmenden Anhaftungen steigt die Gefahr eines sogenannten Rußbrandes im Schornstein, auch Schornsteinbrand genannt. Bei der Kehrung entfernen Schornsteinfeger diese. So wird die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerungsanlage sichergestellt.

WAS PASSIERT BEI RUBBRAND?

Bei einem Rußbrand entstehen im Schornstein extrem hohe Temperaturen, auch die Außenflächen des Schornsteins im Gebäude erwärmen sich stark, der Ruß dehnt sich schnell aus. Durch die Hitze und den Druck im Inneren können Schäden am Schornstein entstehen, die eine Stilllegung der Feuerungsanlage und anschließende Instandsetzung des Schornsteins notwendig machen. Im schlimmsten Fall greift der Brand auf das Gebäude über. Typische Anzeichen für einen Rußbrand sind aus dem Schornstein schlagende Flammen oder starker Funkenflug. Im Fall eines Rußbrandes niemals mit Wasser löschen – besser ist es, sofort Feuerwehr und Schornsteinfeger zu kontaktieren.

HEIZEN NACH ANLEITUNG

Für die Feuerstätte dürfen nur geeignete, trockene Brennstoffe genutzt werden. Bei Fragen zum richtigen Heizen oder bei Betriebsproblemen der Feuerstätte helfen die Schornsteinfeger gerne weiter.

NACHFRAGE NACH ÖFEN GESTIEGEN

Insgesamt hat die Nachfrage nach Schornsteinen und Öfen für feste Brennstoffe merklich zugenommen. Die Inbetriebnahme neu angeschlossener Feuerstätten darf erst erfolgen, nachdem der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger den ordnungsgemäßen Zustand geprüft und die Tauglichkeit und sichere Benutzbarkeit bescheinigt hat, heißt es vom Landratsamt.