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BAUEN, WOHNEN UND SANIEREN

Achtung Umleitung: Altenburg gleicht einer einzigen Großbaustelle

In diesen Wochen werden in der Skatstadt zahlreiche BAUMAßNAHMEN realisiert

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GESPERRT, DURCHFAHRT VERBOTEN: Ein solches Bild wie in der Schmöllnschen Vorstadt bietet sich derzeit an vielen Stellen der Skatstadt. Foto: Ronny Seifarth

Wer in diesen Tagen und Wochen mit dem Auto durch Altenburg fährt, denn schwirrt recht bald der Kopf. Alle Naselang eine Umleitung, eine geänderte Verkehrsführung, eine provisorische Ampel. Auf den Straßen der Skatstadt wird so viel gebaut wie selten. Betroffen davon sind keineswegs nur weniger frequentierte Trassen, sondern auch wichtige Durchgangsstraßen, auf denen der Verkehr sonst unermüdlich rollt.

Bereits seit 25. März ist die Zeitzer Straße zwischen Kreisverkehr und Franz-Mehring-Straße eine Einbahnstraße. Der Verkehr rollt nur in Richtung Süden, gen Norden führt der Ausweich über Rudolf-Breitscheid- und Mehring-Straße. Am 25. April wurde wegen Kanalarbeiten auch die Gabelentzstraße zwischen Wettinerstraße und Pauritzer Platz gekappt. Die Umleitung erfolgt über die Kanal- und Johann-Sebastian-Bach-Straße. Mit der Kauerndorfer Allee ist nunmehr auch eine Bundesstraße dicht. Noch dichter stehen die Sperrschilder in der Innenstadt: Moritzstraße, Schmöllnsche Vorstadt, Jüdengasse - überall wird gebaggert. Mehr als ein halbes Dutzend Straßenbaustellen im Stadtgebiet kommen noch hinzu, so unter anderem bis voraussichtlich Mittwoch, 25. Mai, die Geraer Straße, die in Höhe der Nummer 92 b für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt wurde. Hier werden Trinkwasser-, Gas-, Strom- und Kanalanschlüsse neu verlegt. Die Umleitung stadtauswärts in Richtung Lumpzig/Pölzig führt über die Schmöllnsche Landstraße, B 7 Schmölln und Altkirchen. Sie ist entsprechend ausgeschildert. Fußgänger werden über einen Notweg an der Baustelle vorbeigeleitet.

WIE ROLLT DER VERKEHR?

Vor allem am Kreisverkehr zwischen Zeitzer Straße und Am Steinweg fährt so mancher eine Extrarunde oder zögert beim Rausfahren: Wo genau geht's lang? Das betrifft speziell Ortsunkundige, die nach Altenburg-Nord oder gen Meuselwitz wollen und zum ersten Mal mit dem Sperrschild konfrontiert sind.

Die halbseitige Sperrung dieser Hauptverkehrsachse sollte ursprünglich nur knapp einen Monat dauern, bis 22. April. Doch noch immer wird umgeleitet. Ursache für die Verzögerung in der Zeitzer Straße seien unter anderem Lieferschwierigkeiten bei Baumaterial und erkrankte Arbeiter, berichtet Marcel Schmidt, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Altenburg. Außerdem: „Die Baumaßnahme ist zwischenzeitlich erweitert worden. Erst sollte nur die Stromversorgung neu verlegt werden, dann fiel die Entscheidung, auch gleich die Abwasserleitungen zu erneuern.“ Vorteil: Die Zeitzer Straße muss dafür nicht noch einmal aufgerissen werden. Nachteil: Sie bleibt nun bis voraussichtlich 27. Mai teilgesperrt.

Weitere Überraschungsmomente gibt es, wo Einbahnstraßen plötzlich weg sind, stattdessen Gegenverkehr rollt. Etwa in der Martin-Luther- und der Kanalstraße. Wo zusätzliche Ampeln stehen - zum Beispiel in der Wettiner-, Johannis- und Breitscheid-Straße sind Wartezeiten einzuplanen.

OPTIMALE VERTEILUNG KAUM MÖGLICH

Warum wird an so vielen Stellen gleichzeitig gegraben? Die Stadtverwaltung habe keine andere Wahl, beteuert Vize-Rathaussprecher Marcel Schmidt. „Die Baufirmen geben vor, wann sie Zeit haben - wir sind froh, wenn die sich auf unsere Ausschreibung überhaupt melden.“ Eine optimale Verteilung der Maßnahmen übers Sommerhalbjahr in Regie der Stadt sei deshalb kaum möglich. Auch nicht mittels verzögerter Auftragsvergaben. „Wenn die Fördermittel bereitstehen, beauftragen wir so schnell wie möglich, da die Preise immer weiter steigen“, so Schmidt.

GEDULD GEFRAGT

Wann ist im Stadtgebiet mit Entspannung zu rechnen? Das Baufinale in der Schmöllnschen Vorstadt ist erst für den 19. August geplant, das in der Moritzstraße für den 16. September. Die Gabelentzstraße soll immerhin ab 4. Juni wieder komplett befahrbar sein, die Kauerndorfer Allee ab 13. Juni. Wahrscheinlich ab August droht jedoch die Vollsperrung eines Teils der Kanalstraße und der Johann-Sebastian-Bach-Straße, wenn eine große Abwasserleitung verlegt wird. Und weitere Bau-Verzögerungen wegen Lieferengpässen kann in diesen Zeiten wohl kaum jemand ausschließen. 

 Zumindest in den nächsten Wochen lohnt sich für Pendler auch der Umstieg vom Auto auf die Bahn kaum, denn auch da ist mehr Geduld als sonst gefragt. Bis zum 9. Juni werden die S-Bahnen auf der Strecke Gößnitz-Altenburg-Böhlen sowie zwischen Altenburg und Schmölln gegen Busse ersetzt. Wegen des Ausbaus der Bahnverbindung ist Schienenersatzverkehr angesagt (siehe Beitrag auf der nebenstehenden Seite.)


In vielen Fällen Lebensretter: Rauchmelder

WO SOLLTEN DIE GERÄTE am besten installiert werden, damit sie reibungslos funktionieren können?

Rauchmelder sollen mit ihrem durchdringenden Warnton Menschen im Ernstfall sogar aus dem Tiefschlaf holen. Bei Bränden in Haus oder Wohnung kann das Leben retten. Aber wirklich retten können die Geräte nur, wenn sie an den richtigen Stellen im Raum hängen. Rauchmelder müssen „möglichst zentral an der Zimmerdecke befestigt werden, und zwar mit einem deutlichen Abstand zu Wänden und Ecken“, sagt Reiner Metzger von der Stiftung Warentest. Dieser Abstand sollte mindestens einen halben Meter, besser noch einen Meter betragen. Ist die Distanz zu Wand- oder Deckenelementen, aber auch zu Lampen geringer, kann die Luft am Gerät nicht gut zirkulieren - und damit auch der Rauch nicht so früh wie möglich an die Sensoren gelangen. Die Zirkulation ist auch der Grund, warum der Rauchmelder laut Forum Brandrauchprävention nicht in der Nähe von Luftschächten oder dort, wo starke Zugluft herrscht, angebracht werden sollte. Denn der Rauch würde anfangs nur dorthin ziehen, statt den Alarm direkt auszulösen.

Auch die Einrichtung kann zum Problem werden: „Wir sehen immer wieder, dass Rauchmelder zwar zunächst korrekt befestigt werden, dann aber irgendwann mit Schränken oder einem Regal zugestellt werden", sagt Metzger. DPA


Baumaßnahmen im Rathaus

Zugang nur noch VON DER MARKTSEITE aus möglich

Im Eingangsbereich „Kornmarkt“ des Altenburger Rathauses, dem Hintereingang, haben kürzlich Baumaßnahmen begonnen. Darüber informierte die Pressestelle der Altenburger Stadtverwaltung.

„Im Rahmen dieser Arbeiten sollen der gesamte rückwärtige Eingangsbereich des Rathauses sowie das Treppenhaus bis zum ersten Obergeschoss baulich umgestaltet und technisch aufgewertet werden“, umriss der Pressesprecher der Altenburger Stadtverwaltung, Christian Bettels, das Vorhaben. Der Umbau werde in Abhängigkeit des jeweiligen Baufortschrittes der beteiligten Gewerken über mehrere Wochen andauern.

Während des gesamten Zeitraumes wird es nach Aussage der verantwortlichen Planer zu größeren Einschränkungen hinsichtlich der Benutzung des Rathauseingangs über den Kornmarkt sowie des Treppenaufganges kommen. Dementsprechend werden diese nur sehr eingeschränkt beziehungsweise auch teilweise nicht nutzbar sein.

Aus diesem Grund werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, das Gebäude ausschließlich über den Haupt-Rathauseingang am Markt zu betreten beziehungsweise wieder zu verlassen. RALF MIEHLE