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BAUEN, WOHNEN UND SANIEREN

Bauarbeiten sorgen für Einschränkungen im Altenburger Land

Ausbau der SACHSEN-FRANKEN-MAGISTRALE wird derzeit mit Hochdruck vorangetrieben

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ZÜGE FAHREN DEN Altenburger Bahnhof derzeit nicht an. Ein zeitweiliger Ersatzbahnsteig (rechts) für die nächste Phase der umfangreichen Bauarbeiten, die jetzt in Angriff genommen werden, wurde bereits angelegt. Foto: Ralf Miehle

Seit vergangenem Sommer rollen auch entlang der S-Bahn-Verbindung durchs Altenburger Land die Bagger: Im Zuge der umfangreichen Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale hat die Deutsche Bahn (DB) auch im Landkreis zahlreiche Bauvorhaben angeschoben und teils bereits abgeschlossen. Seit Monatsbeginn stehen nun die nächsten Projektabschnitte an - und die bringen massive Einschränkungen für Fahrgäste mit sich.

Seit dem 4. Mai und noch fortdauernd bis zum 9. Juni sind entlang der Trasse zwischen dem sächsischen Böhlen und Chemnitz umfangreiche Arbeiten an leit- und sicherungstechnischen Anlagen geplant, soll die bereits fertiggestellte Infrastruktur samt neuer elektronischer Stellwerke in Betrieb genommen werden. In der Folge kommt es in verschiedenen Abschnitten zu Sperrungen, Fahrplanänderungen und Ersatzverkehr, über die sich Reisende vorab unbedingt informieren sollten.

NEUE BRÜCKE WIRD EINGESCHOBEN

Fortgesetzt werden derzeit die Arbeiten auf dem Abschnitt zwischen dem Haltepunkt Treben-Lehma und dem Altenburger Bahnhof. Hier steht der Neubau der Überführung in Trebanz auf dem Programm. Diese lag bereits neben der alten Brücke in Position und sollte nun nach Einstellung des Zugbetriebs auf diesem Streckenabschnitt eingeschoben werden, erläuterte Jens Hettwer, zuständiger Projektleiter bei der DB Netz. Und auch am und rund um den Altenburger Bahnhof tut sich einiges: Hier werde nicht nur eine Umfahrung eingerichtet, um Raum für künftige Arbeiten zu schaffen, so Hettwer. Auch die Hilfsbrücken in der Kauerndorfer Allee und der Leipziger Straße werden aktiviert. Deshalb auch ist die Kauerndorfer Allee für die notwendigen Arbeiten bis voraussichtlich 12. Juni voll gesperrt. In Betrieb genommen werden darüber hinaus zudem der Interimsbahnsteig in der Skatstadt sowie gleich zwei neue elektronische Stellwerke.

Weiter gebaut wird darüber hinaus auch auf dem Streckenabschnitt zwischen Lehndorf und Gößnitz. Hier plant die DB die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Gleis 2, wie Jens Hettwer ankündigt. Im gleichen Zug sollen auch die Eisenbahnüberführung in Zehma und die Almabrücke fertiggestellt werden, um auch hier wieder eine Zweigleisigkeit zu erreichen.

Viel zu tun gibt es darüber hinaus am Bahnhof in Gößnitz. Hier ist, neben weiteren bauvorbereitenden Maßnahmen und der Baustelleneinrichtung, geplant, die Gleise 23 und 24 zurückzubauen. Auch ein Teilrückbau von Gleis 8 steht an. Zuletzt erhält der Bahnhof neue Oberleitungen und werden neue Kabeltrassen angelegt, zählte Hettwer auf. Herausfordernd seien die Arbeiten auch deshalb, da der Gößnitzer Bahnhof ein großer Umschlagplatz für Automobile sei. Diesen Ablauf galt und gelte es aufrecht zu halten, so der Projektleiter.

OFT NUR ERSATZVERKEHR

Dass die Arbeiten massive Einschränkungen für die Fahrgäste mit sich bringen, ist den Verantwortlichen durchaus bewusst - und wird auch kritisch begleitet, wie Frank Bretzger von der DB Regio betont. „Dass derartige Projekte immer extrem lange dauern, sehen wir durchaus auch kritisch“, erklärt er. Zwar sei man bemüht, die Verbindungen in der Region möglichst stabil zu halten, vernünftige Übergangszeiten zu bieten und vor allem die Kunden umfänglich und schnell über Änderungen zu informieren, insbesondere über die digitalen Kanäle. Allerdings, weiß Bretzger, stagnierten durch die Auswirkungen der Arbeiten auch die Fahrgastzahlen.

Letztlich, so DB-Sprecher Jörg Bönisch, lohne sich das Durchhalten allerdings auf beiden Seiten. Zwar werde noch eine Weile weiter gebaut - konkret bis 2026 - danach jedoch werde erst einmal Entspannung einkehren. „Nach Abschluss der Arbeiten dürften wir alle für mindestens zwei Jahrzehnte Ruhe haben“, so sein Fazit.


Treben plant den Bau einer barrierefreien Bushaltestelle

HAUSHALT DER GEMEINDE für das Jahr 2022 lässt nur wenige Investitionen zu

Die Gemeinde Treben wil noch in diesem Jahr Barrierefreiheit an einer der Bushaltestellen an der B 93 schaffen. 27 000 Euro sind im aktuellen Haushalt dafür vorgesehen. Die Haltestelle Richtung Primmelwitz wird unter anderem so in ihrer Höhe angepasst, dass künftig auch Rollstuhlfahrern die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs erleichtert wird. Umsetzbar ist die geplante Baumaßnahme allerdings nur durch Fördermittel vom Bund in Höhe von 24 300 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei zehn Prozent. Belastet wird der Haushalt 2022 durch steigende Ausgaben.

Allein die Kreisumlage erhöht sich in diesem Jahr um 20 000 Euro und schlägt mit 388 000 Euro zu Buche. Dennoch kann die Gemeinde Treben in diesem Jahr einige Investitionen tätigen. Zu den größten Vorhaben zählt die Instandsetzung von Straßen. In Plottendorf, Trebanz und Serbitz sollen teilweise desolate Straßenzustände behoben werden. Die dafür eingeplanten 38 500 Euro stammen größtenteils aus Landesmitteln, die bereits 2021 zur Stärkung kreisangehöriger Gemeinden geflossen sind. Aus dem selben Topf stammen finanzielle Mittel zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet. DW/RM