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Schlosserei Jörg Hienzsch in Altenburg begeht ihr 100-jähriges Firmenjubiläum

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SCHLOSSEREI JÖRG HIENZSCH

Altenburg. Ein seltenes Jubiläum feiert in diesen Tagen die Schlosserei Hienzsch, die ihren Firmensitz in der Mauerstraße 8 der Skatstadt hat. Drei Generationen haben hier Familiengeschichte geschrieben und auch in der Gegenwart kommen neue Kapitel hinzu, dank Jörg Hienzsch und seinen Fertigkeiten, die sich als gefragt erweisen.

Ihren Anfang nahm besagte Firmengeschichte mit der Gründung einer kleinen Landmaschinenschlosserei durch Hienzschs Großvater Max am 15. Mai 1922. Der reparierte und handelte fortan mit landtechnischen Geräten, wie etwa dem Lanzbulldog und Dresch- und Erntemaschinen. Bald reichte des Opas geschickte Hand bis Leipzig und Chemnitz.

Mit Jörgs Hienzschs Vater Manfred beginnt der zweite Teil der Firmengeschichte. Wunschgemäß erlernte er nach dem Krieg 1946 das Schlosserhandwerk direkt bei seinem Vater – und setzte damit die Familientradition fort. Nach der Gesellenzeit qualifizierte er sich zum Handwerksmeister und übernahm 1965 den väterlichen Betrieb. Doch die Zeit, dass Landmaschinen in kleineren Unternehmen gefertigt oder instand gesetzt wurden, waren mit der Gründung der damaligen LPGs vorbei. Neue Betätigungsfelder mussten gesucht werden und fanden sich. Eher klassische Schlosserarbeiten standen nun fortan im Mittelpunkt.

Jörg Hienzsch steht für den dritten Teil der Firmenchronik. Auch er ging ab 1982 beim Vater in die Lehre und damit durch eine harte, aber gute Schule. 1989 absolvierte er in Leipzig die Handwerksmeisterausbildung. Seit Januar 2001 lenkt der 56-Jährige die Geschicke des Familienbetriebes in dritter Generation und kann nun gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin das 100-jährige Firmenjubiläum feiern.

Viel hat sich in diesen zehn Jahrzehnten verändert. Im Vergleich zur ursprünglichen Landmaschinenschlosserei des Großvaters bietet sich in der Gegenwart ein anderes Bild. „Wir führen heute vielmehr die regulären Schlosserarbeiten durch“, erzählt Jörg Hienzsch und verweist auf die Fertigungen von Geländern, Toren, Treppen oder Fenstergittern beziehungsweise Reparaturen derselben. Auftraggeber sind dabei sowohl Privatleute, wie vor allem auch öffentliche Einrichtungen und Unternehmen wie die Stadtverwaltung oder das Landratsamt, der Altenburger Friedhof oder die Städtische Wohnungsgesellschaft.

Immer wieder hat Jörg Hienzsch auch Lehrlinge ausgebildet. „Acht sind es an der Zahl - und alle haben bestanden“, resümiert er. Ob es auch für ihn einst einen Nachfolger geben wird, das steht bislang noch nicht fest.

SCHLOSSEREI JÖRG HIENZSCH 
Metallbau, Zäune, Tore und Geländer, Denkmalschutz, Stahlkonstruktion 
Mauerstraße 8
04600 Altenburg 
Telefon: 03447/4074 u. 0175/2460211 
Fax: 03447/4770061 
E-Mail: schlosserei.joerghienzsch@arcor.de