Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Anzeige
BERUFSCHANCEN IN DER REGION

,,Coolster Job der Welt"

,,Coolster Job der Welt" Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

DAS KÄLTE- UND KLIMAHANDWERK sowie seine Fachkräfte sind aktuell besonders begehrt - viele Betriebe erweitern deshalb ihre Ausbildungsangebote. Foto: djd/www.der-coolste-job-der-welt.de/Tim Ohnsorge

Die Energiewende heizt besonders einer Branche ein: Das Kälte- und Klimahandwerk entwickelt sich seit Jahren auf gutem Niveau, der Kampf gegen die Erderwärmung und nun der Krieg gegen die Ukraine machen die Branche noch wichtiger und ihre Fachkräfte noch begehrter. Denn die Mechatroniker und Meister für Kältetechnik sind für den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf auf erneuerbare Energien unverzichtbar.

Nicht nur zur Installation von Erdwärmepumpen, Wärmetauschern oder Klimaanlagen im Wohnhaus ist der Mechatroniker für Kältetechnik gefragt, sondern auch in Molkereien, Brauereien, Büros, Gaststätten und Einkaufsmärkten. Dort baut und wartet er Kühlhäuser, Klima- und Schankanlagen, Zapfhähne und Frischetheken. Aber auch in anderen Teilen der modernen Gesellschaft ist der weitgehend unbekannte Beruf des Mechatronikers für Kältetechnik heute unverzichtbar. Industrielle Fertigungsprozesse müssen gekühlt - werden, die Herstellung von Computer-Chips oder die OP-Räume und Intensivpflegestationen in den Kliniken er benötigen eine Klimatisierung in Reinraum-Qualität. 

Kein Wunder, dass zahlreiche Unternehmen ihr Angebot an Ausbildungsplätzen erweitern, um den enormen Bedarf zu decken. Ein vielseitiger Beruf mit Anspruch und Perspektive - denn die Branche verzeichnet eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten des Handwerks.

Die Ausbildung im Kälte- und Klimahandwerk dauert in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre im dualen System von betrieblicher Ausbildung und Berufsschule. Den Abschluss bildet die Gesellenprüfung, danach kann eine Fortbildung zum Meister oder ein Fachstudium angeschlossen werden. Informationen und Ausbildungsbetriebe in der Nähe sind unter www.der-coolste-jobder-welt.de zu finden.

Wie der Begriff ,,Mechatronik" schon verrät, bewegt sich der Job im Spannungsverhältnis von Mechanik und Elektronik. Hier wird gelötet, geschraubt, gebohrt und gleichzeitig mit modernster digitaler Technik gemessen, geregelt und geprüft. Auch bei jungen Frauen wird der Beruf immer beliebter. Mit 15 Prozent ist ihr Anteil in der Branche einer der höchsten unter allen Handwerksberufen, denn es geht auch viel um soziale Kontakte mit Menschen.

Im direkten Vergleich mit anderen Handwerksberufen ist die Kälte- und Klimatechnik mit rund 3000 Betrieben in Deutschland noch recht überschaubar. Doch das macht auch den Reiz aus: Der Beruf hat etwas Cooles, Exotisches gleichzeitig entwickelt sich die Branche rasant. Das Ausbildungsplatzangebot hat sich in nur zehn Jahren nahezu verdoppelt. Wer sich zunächst ein Bild von solcherlei Arbeit machen möchte, kann sich in vielen Betrieben auch um eine Praktikumsstelle bewerben. DJD


Wenn Studium auf Praxis trifft

Studierende verbinden VORLESUNGEN MIT BERUFLICHEM ALLTAG

Ein klassisches Studium ist für viele Abiturientinnen und Abiturienten die Fortsetzung ihrer Schullaufbahn. Hier erlangen sie viel theoretisches Wissen. Wer das bereits früh mit praktischer Berufserfahrung und einem festen Gehalt kombinieren möchte, kann auch ein Studium mit vertiefter Praxis wählen. Dabei absolvieren die jungen Menschen ein typisches Hochschulstudium und verbringen ihre vorlesungsfreien Zeiten sowie ein Praxissemester in einem festen Partnerunternehmen. Dort schreiben sie auch die Bachelorarbeit.

Diese Variante ist in vielen Bereichen möglich, unter anderem in dem Studiengang Elektrotechnik an der Hochschule Esslingen.

Mirjem Gashi beispielsweise studiert im ersten Semester des dualen Studiengangs Elektrotechnik an der Hochschule Esslingen, Ich Campus Göppingen. habe vorher bereits eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin absolviert", erzählt die 26-Jährige. „Mit diesem Studiengang möchte ich nun tiefer in die Materie der Elektrotechnik einsteigen, ohne auf die Praxis verzichten zu müssen. Das war mir wichtig." Besonders gut gefalle ihr die große Vielfalt Partnerunternehmens, ihres der Siemens AG, so Gashi.

Ihr Kommilitone Robin Hofbauer schrieb sich direkt nach seinem Abitur für einen reinen Studiengang an der Hochschule Esslingen ein. Von einem Bekannten erfuhr er, dass Siemens noch freie Plätze für die Variante mit vertiefter Praxis anbietet. Aufgrund dieser Empfehlung bewarb er sich erfolgreich und bekam den Vertrag. Unter www.ausbildung.siemens.com sehen Interessierte, welche Plätze aktuell frei sind. DJD