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In mehreren Welten zu Hause

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ARBEITGEBER WISSEN das fächerübergreifende Know-how interdisziplinärer Studienabsolventen zu schätzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa

INTERDISZIPLINÄRE STUDIENGÄNGE bieten oft gute Jobchancen

Sich für ein Studienfach zu entscheiden, ist häufig gar nicht so einfach. Das Angebot an interdisziplinären Studiengängen ist mittlerweile groß. Diese Studiengänge kombinieren zwei oder mehrere Fächer. Damit können Absolventinnen und Absolventen besonders bei Arbeitgebern punkten, die auf der Suche nach Arbeitskräften mit fächerübergreifendem Know-how sind, heißt es auf dem Portal "abi.de".

Etablierte Studiengänge bieten gute Aussichten

Zu den interdisziplinären Studiengängen zählt etwa das Fach Wirtschaftsingenieurwesen. Hier bekommen Studierende gleichzeitig kaufmännisches Wissen sowie Management- und Ingenieurskenntnisse vermittelt. Für solche etablierten interdisziplinäre Studiengänge seien die Job-Aussichten in der Regel gut, erklärt Otto Pompe, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Rheine in dem Beitrag. Das gilt zum Beispiel auch für Absolventen der Wirtschaftspsychologie.

Wer eher einen nischigen Kombi-Studiengang wählt, muss bei der Jobsuche möglicherweise etwas mehr Einsatz zeigen - weil Arbeitgeber die Fachrichtungen oft gar nicht kennen. Sie würden den Wert aber häufig erkennen und spannende Jobmöglichkeiten bieten, sagt Pompe.

Erst allgemeiner Bachelor, dann Spezialmaster

Insgesamt gibt es eine große Auswahl an interdisziplinären Studiengängen: Dazu gehören zum Beispiel Biochemie, Medizinphysik, Biomathematik oder Sportökonomie. Wichtig ist, sich vorab genau über die Schwerpunkte des jeweiligen Angebots zu informieren.

Wer unentschieden ist, kann auch ein allgemeineres Fach studieren und im Laufe der Semester herausfinden, was weiter interessiert. Gerade als Schülerin oder Schüler sei es schwer, sich vorzustellen, was man mit einem interdisziplinären Abschluss im Berufsleben macht, so Pompe. Daher könne es besser sein, erst einen breiter aufgestellten Bachelorstudiengang zu wählen und sich im Master zu spezialisieren.

Duales Studium an der Berufsakademie Sachsen

Das Abitur, die Fachhochschulreife oder den Gesellenbrief in der Tasche. Doch was kommt nun? Für alle jungen Menschen, welche bisher noch unentschlossen waren, gibt es noch offene Studienplätze für 2022 an der Berufsakademie Sachsen (BA). Die Studierenden werden sowohl in den Studienakademien als auch bei den jeweiligen Praxispartnern auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet. Nach erfolgreichem, dreijährigem Studium verleiht der Freistaat Sachsen den anerkannten Abschluss "Bachelor". Am 1. Oktober 2022 startet das neue Matrikel Dualer Studierender ihre Zukunft an der (BA). Studieninteressenten können in Internet auf www.ba-sachsen.de die Vielfalt der Dualen Studienangebote sowie offene Praxispartnerplätze finden. Es gilt: Studium mit Gehalt. Nahezu alle Fachbereiche (Wirtschaft, Technik, Sozial- und Gesundheitswesen) halten noch Studienplätze bereit. "Der Bedarf an gut gebildeten Fach- und Führungskräften ist seitens der Wirtschaft weiterhin hoch. Viele unserer Praxisunternehmen suchen noch Dual Studierende für den Studienstart Oktober 2022. Besonders viele Plätze gibt es in den technischen Studienfächern, wie Maschinenbau (Standort Riesa), Service Engineering (Leipzig), Digital Engineering (Glauchau), Holz- und Holzwerkstofftechnik (Dresden), Medizintechnik (Bautzen) oder Industrial Engineering (Plauen). Die Zukunftsperspektiven sind durchgehend positiv und der Bedarf nach Nachwuchs hoch.", so Prof. Andreas Hänsel, Präsident der (BA).

Alle Studienakademien können für individuelle Beratungen kontaktiert werden. Hingewiesen sei auf einen Online-Elternabend zum Dualen Studium am 27. September 2022 um 17 Uhr.


Schon vor dem Abi an die Hochschule

Erfahrung an der Hochschule sammeln: Das musst nicht erst mit dem Studienstart beginnen. Viele Institutionen bieten Angebote zur Orientierung für Schülerinnen und Schüler an, wie das Portal "abi.de" informiert.

Sie können Hochschulen zum Beispiel beim Tag der offenen Tür, bei Schnuppertagen oder Campusführungen kennenlernen. Auch ein selbstständiger Besuch der Uni ist möglich. Manche Institutionen veröffentlichen zudem regelmäßig den Vorlesungsplan, sodass man sich in den Hörsaal frei dazusetzen kann.

Im Idealfall informieren sich Interessierte vorab auf den Webseiten der Hochschulen über Orientierungsangebote, rät Katarina Stein, Studienberaterin an der TU Dresden. Daneben helfen auch die Studienberatungsstellen weiter. Wer besonders motiviert ist, kann sich auch zum Thema Frühstudium informieren. Hier können Jugendliche prüfen, ob das Studienfach, das sie interessiert, auch wirklich ihren Vorstellungen entspricht. Dieses Angebot richtet sich laut Stein vor allem an leistungsstarke Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse am Gymnasium. Denn im Frühstudium besucht man neben dem Schulunterricht bereits Vorlesungen, schreibt Prüfungen und kann sich die Leistungen später in der Regel anrechnen lassen.