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DER RASENBALLER

Der DFB-Pokalsieg hat hungrig gemacht

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Im Supercup hatten die „Roten Bullen“ um Dominik Szoboszlai das Nachsehen: Die Bayern um - Benjamin Pavard setzten sich mit 5:3 in Leipzig durch. Foto: picture point/Gabor Krieg

RB Leipzig geht in seine siebte Bundesliga-Saison. Das Ziel ist klar: ein Champions-League-Platz. Oder geht noch mehr?

Die Brust ist breit bei den Kickern von RB Leipzig. Kein Wunder: schließlich haben die Bullen die vergangene Bundesliga-Rückrunde als Bester abgeschlossen. Wenn es diesmal gelingt, zwei konstant gute Halbserien zu spielen, scheint einiges möglich. Die Vorfreude auf eine erfolgreiche Saison ist auf jeden Fall seit dem Trainingsauftakt Ende Juni deutlich spürbar. Der DFB-Pokalsieg hat eindeutig Lust auf mehr gemacht. Mehr Titel, mehr Siege, mehr Tore. Die Brust der Spieler ist durch den Finalsieg gegen den SC Freiburg im Berliner Olympiastadion sichtlich breiter geworden. Das hat man in der gesamten Vorbereitung deutlich gesehen.

To-do-Liste für eine erfolgreiche Saison

In der Bundesliga soll am Ende der Saison auf jeden Fall wieder ein Champions-League-Platz stehen. Da sind sich Verantwortliche, Trainer und Spieler einig. Und auch wenn am Cottaweg niemand das Wort „Meistertitel“ in den Mund nimmt, träumt man natürlich insgeheim davon, irgendwann mal die Schale nach Leipzig zu holen.

Auch an der Teilnahme am DFB-Pokalfinale haben die „Bullen“ längst gefallen gefunden. Die erfolgreiche Verteidigung des Pokals steht bei Nkunku, Gulacsi und Co. ebenfalls auf der To-do-Liste der Saison 2022/23. Und in der Champions League peilt RB wenigstens das Achtelfinale an.

Und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Spielzeit sind durchaus gut. Der große Umbruch des vergangenen Sommers blieb diesmal aus. Alle Leistungsträger konnten gehalten werden. Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Superstar Christopher Nkunku bis 2026 und dessen Bekenntnis zum Verein war ein echtes Zeichen. Mit Xaver Schlager konnte zudem ein zweikampfstarker Mittelfeldspieler aus Wolfsburg nach Leipzig gelotst werden. Dann folgte mit David Raum ein deutscher Nationalspieler.

Eine Achterbahnfahrt

Wie stark sind die „Roten Bullen“? Schwierige Frage: Die letzten Wochen hielten eine Achterbahnfahrt der Gefühle bereit: Auf einen souveränen 3:1-Erfolg über den FC Southampton (mit Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl) folgte ein ernüchterndes 0:5 im Duell mit dem FC Liverpool – hier zeigten die Mannen von Trainer Jürgen Klopp (unter denen ebenfalls etliche bekannte Gesichter zu finden waren) deutlich die Probleme in der Abwehr, aber auch die Defizite in Sachen offensiver Durchschlagskraft auf. Eine Achterbahnfahrt innerhalb eines Spiels bot dann das Supercup-Finale gegen Bayern München: Erst ein herbes, weil verdientes 0:3 zum Pausentee – nach dem Seitenwechsel eine starke Leistung, die den deutschen Meister echt in Bedrängnis brachte. Endergebnis 3:5 für die Bayern. Und die Erkenntnis, dass da doch etwas gehen kann ...