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„Traktorbahn wird spektakulär“, so Döbelner Investor Robert Dahl

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So soll der Traktorbahnhof im neuen Döbelner Karls Erlebnisdorf nach den aktuellsten Entwürfen aussehen. Grafik: Karls

Erleichterter Investor Robert Dahl: STADTRAT DÖBELN gewährt ihm beim Grundstückspreis einen Rabatt

DÖBELN. „Ob der aktuelle Zeitverzug wieder aufzuholen ist, kann ich schwer sagen. Doch wir sind gerade wieder voller Optimismus und Tatendrang. Wir glauben an den Standort und das Projekt. Das wird richtig gut“, sagt Robert Dahl, Geschäftsführer der Karls Tourismus GmbH, die in Döbeln-Gärtitz an der Autobahn A14 einen neuen ländlichen Freizeitpark bauen wird.

Auf dem Tisch breitet er gerade Pläne aus. Die Traktorbahn, die in den bisher fünf bestehenden Karls-Erlebnisdörfern ein Kernstück ist, wird in Döbeln komplett neu erfunden. „Das wird spektakulär. Wir planen dazu ein Restaurant mit Ausblick auf die Bahn, das wir Treckergrill nennen. Mehr will ich aber noch nicht verraten.“

Robert Dahl ist erleichtert, denn der Döbelner Stadtrat hatte jüngst mehrheitlich einen Nachlass für das Großprojekt beschlossen. Die Stadträte kommen dem Bauherren beim Kaufpreis für das 17 Hektar große Gelände am Stadtrand von Döbeln mit einen Kaufpreisnachlass von fünf Euro pro Quadratmeter entgegen. Statt für 15 Euro werden die Flächen für das Karls Erlebnisdorf Döbeln/Mittelsachsen nun für zehn Euro verkauft. Die Stadt Döbeln bekommt damit 1,7 Millionen Euro für die Flächen, ein Nachlass von 845 000 Euro.

Der Hintergrund: Das im ersten Bauabschnitt mit 13 Millionen Euro veranschlagte Projekt liegt mittlerweile bei rund 20 Millionen Euro Kosten. Neben den aktuellen Baupreisen sind die Planungs- und Baukosten für den direkten Anschluss des Freizeitparkes an die Bundesstraße 169 und die Autobahn erheblich teurer als gedacht. Vor allem aber sind die Kosten für die archäologische Ausgrabungen auf dem Gelände in ungeahnte Dimensionen angestiegen. Nach gegenwärtigem Stand muss der Bauherr mit Ausgaben in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro rechnen, aufgeteilt in Kosten für das Landesamt für Archäologie in Höhe von etwa 1,7 Millionen Euro und Kosten für die Baustelleinrichtung und Baumaschinen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.

„Das hat uns jetzt doch ein ganzes Stück überfordert“, sagte Robert Dahl: „Ich bin sehr froh, dass die Mehrheit der Stadträte da bei uns ist. Ich glaube hätten wir alle vorher gewusst, dass unter dem Baugelände eine solche große und bedeutende archäologische Fundstätte liegt, hätten wir sicher von Anfang an einen niedrigeren Quadratmeterpreis ausgehandelt.“ Der Preisnachlass helfe nun einen Teil der Mehrbelastungen abzufedern und sei gut für das Projekt, das nun nicht an anderen Stellen abgespeckt werden müsse.

„Unter dem Baugelände befindet sich eine sehr ausgedehnte neolithische Siedlung. Die Fläche ist rappelvoll mit Befunden. Es gibt hier kaum einen Quadratmeter ohne Befund“, sagt Christoph Heiermann vom Sächsischen Landesamt für Archäologie. Für die archäologischen Grabungen hat Unternehmer Robert Dahl dabei vollstes Verständnis.

EINE ART BLACKBOX

Dass allerdings ein Investor hier eine Art Blackbox bekomme und die in diesem Fall entstehenden Kosten in Millionenhöhe alleine stemmen muss, sei bei der Finanzierung solcher Projekte einfach unkalkulierbar. Wenn kein Investor auf das Gelände käme, dann würden die 7000 Jahre alten Geheimnisse im Boden auch die nächsten 100 Jahre darin bleiben, so Dahl.

Ende September steht das Projekt im Döbelner Stadtrat erneut auf der Tagesordnung. Dann sollen Einwände zum Bebauungsplan abgewogen und dieser beschlossen werden. Nächstes Jahr im Frühjahr sollen auf dem Gelände die Erschließungs- und Bauarbeiten starten. Gemeinsam mit den Döbelner Stadtwerken und dem Elektro-Autohersteller Tesla laufen seit dieser Woche Gespräche über Ladesäulen für Elektroautos auf den Parkplätzen des Erlebnisdorfes.


Die Skaterherzen sollen höher schlagen

Stadt will HALFPIPE FÜR ROLLSPORTLER in Angriff nehmen / Der Checkpoint bietet sich als Standort an.

WALDHEIM. Skateboarder und andere Rollschuhbewegte haben es schwer in Waldheim. Denn eine Anlage, wo sie coole Stunts und andere Kunststücke üben und sich gegenseitig vorführen können, gibt es nicht mehr in der Zschopaustadt. Mitunter fahren die Jugendlichen in andere, größere Städte, wo es solche Skateranlagen gibt.

Der Bedarf ist also da und auch manchem Stadtrat brennt das Thema auf den Nägeln. So zum Beispiel Eyk Fechner von der Fraktion „Die Linke/SPD“. Jetzt war er vertretungsweise für Melanie Doan zur Sitzung des Technischen Ausschusses und hakte gleich mal nach: „Was wird aus der Halfpipe? Ich hatte das vor längerer Zeit im Kultur- und Sozialausschuss angesprochen, ein Mitglied wollte es in den Technischen Ausschuss mitnehmen und seitdem habe ich nichts mehr davon gehört?“

Mit der Frage nach der „halben Röhre“, denn das heißt „Halfpipe“ wörtlich übersetzt, rannte Eyk Fechner augenscheinlich offene Türen bei der Stadtverwaltung ein. „Ich bin grundsätzlich dafür, eine solche Anlage zu bauen“, sagte Bauamtsleiter Dirk Erler. Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) will das Thema in den nächsten Doppelhaushalt 2024/25 aufnehmen. Denn es kostet ja schließlich Geld.

Es gibt aber noch einige Fragen zu klären. „Wo stellen wir das Ding hin und wie bezahlen wir es“, sagte Dirk Erler. „Die Standortfrage ist wichtig. Was nutzt mir eine Halfpipe, die so weit ab vom Schuss ist, dass sie keiner nutzt?“ Wegen des zu erwartenden Lärms könne man diese aber auch nicht zu nahe an Wohnhäusern bauen. „Dann ist da noch die Frage, wie wir sie bauen“, sagte der Bauamtsleiter. Eine mobile Anlage mit Segmenten aus „Sprelacartplatten“  würde wieder die Lärmschutzfraktion auf den Plan rufen. Bliebe noch eine feste Anlage aus Beton mit einer Bitumenfahrbahn, die deutlich leiser ist. Am Besten fahre man mal nach Ostrau und schaue sich das dort an.

Für Bürgermeister Ernst bietet sich der Checkpoint in Massanei als Standort für die Skaterbahn an. Der Störungsfaktor ist gering, das Jugendfreizeitzentrum würde auch davon profitieren und  – ganz wichtig – Vorhaben im Ortsteil Massanei sind förderfähig über das Leaderprogramm. Zudem plane die Stadt Steffen Ernst zufolge sowieso ein Gesamtkonzept für den Checkpoint. 

Der ist übrigens gerade gut ausgelastet. Flüchtlinge aus der Ukraine lernen dort Deutsch, darunter viele, die schon in Waldheim eine Wohnung haben. Im anderen Flüchtlingsschulungsraum an der Bahnhofstraße werden die Kinder der Ukrainer betreut, wenn die Eltern zum Deutschkurs in Massanei sind. Ziemlich geräuschlos läuft das jetzt schon seit mehr als einer Woche, organisiert vom Helferkreis und der Stadt. „Das läuft so gut, dass wir vergessen, darüber zu sprechen und die Presse zu informieren“, sagt Bürgermeister Ernst scherzhaft. Am Checkpoint gab es übrigens mal eine Skateranlage über deren Abbau sich aber viel Unmut regte. Das habe sich leider auch in Schmierereien gezeigt, deren Urheber so gegen den Halfpipe-Abbau in Massanei protestiert haben, weiß der Bürgermeister. 


48-Stunden-Aktion der Gleisberger Kinder- und Jugendfeuerwehr 

GLEISBERG. Am 15. und 16. Juli fand die 48-Stunden-Aktion der Gleisberger Kinder- und Jugendfeuerwehr statt, die vom Kreisjugendring Mittelsachsen organisiert wurde.

GEMEINNÜTZIGES PROJEKT IN ZWEI TAGEN

Hier galt es, innerhalb von zwei Tagen ein gemeinnütziges Projekt zu verwirklichen. Der Nachwuchs kümmerte sich um die Umgebung des Feuerwehrgerätehauses. So wurde ein Geländer neu gestrichen (natürlich in feuerwehrrot), das Insektenhotel neu befüllt und die alte defekte Handschwengelpumpe aus Holz gegen ein neues schmuckes Modell aus Metall getauscht. Nun kann wieder Wasser (kein Trinkwasser) aus dem Brunnen vorm Gerätehaus entnommen werden.

Am Freitagabend stattete dann Sabine Hilsbrich vom Kreisjugendring den Nachwuchs-Feuerwehrleuten einen Besuch ab und hatte für jedes Kind und Jugendlichen sowie das Betreuerteam ein T-Shirt zu dieser „48h- Aktion“ im Gepäck. Insgesamt nahmen, auf beide Tage verteilt, 15 Kinder und Jugendliche sowie vier Betreuer teil. Zum Abschluss gab es am Samstag noch ein gemeinsames Mittagessen.


Waldheim-Kalender „Der Originale" 2023 erhältlich

WALDHEIM. In bewährter Form lädt der Waldheim-Kalender „Der Originale“ auch für das Jahr 2023 wieder zu einem Bilderspaziergang durch Waldheim, die Perle des Zschopautales, ein.

Von der schneebedeckten Bahnhofstraße im Januar bis zur Adventsstimmung auf dem Obermarkt im Dezember kann man sich jeden Monat an verschiedenen stimmungsvollen Stadtansichten durch das kommende Jahr erfreuen. Der Kalender ist ab sofort für 13 Euro im Stadt- und Museumshaus Waldheim (Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr) erhältlich.