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Steigende Nachfrage wider den Trend

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DACHDECKER DECKEN ein Dach. Trotz insgesamt sinkender Bewerberzahlen und Zehntausender unbesetzter Ausbildungsstellen werden dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge einige Berufe immer beliebter. Auch der Beruf des Dachdeckers gehört dazu. Foto: Patrick Pleul/dpa

IW-Studie über die AUSBILDUNGSNACHFRAGE IM HANDWERK

Es gibt sie noch, die Traumberufe im Handwerk oder auf dem Bau. Trotz insgesamt sinkender Bewerberzahlen und Zehntausender unbesetzter Ausbildungsstellen werden dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge einige Berufe immer beliebter. Dazu zählen auch Handwerksberufe wie Fliesenleger, Dachdecker und Heizungsbauer oder Bauberufe wie Baggerfahrer oder im Tiefbau. „Es fällt auf, dass die hier genannten Berufe alle relevant für die Bewältigung der aktuell drängenden Fragen sind", heißt es in der IW-Studie über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Die Berufe böten gute Aussichten im Hinblick auf Arbeitsplatzsicherheit, seien sinnstiftend, und es werde oft überdurchschnittlich bezahlt. So werden beispielsweise für die Erreichung der Klimaziele Dachdeckerinnen und Dachdecker für die Montage von Solarpaneelen benötigt, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikfachkräfte für den Einbau von Wärmepumpen; Zweiradtechnikerinnen und -techniker werden für die Mobilitätswende gebraucht und Fachkräfte der Immobilienvermarktung und -verwaltung für die Bereitstellung von mehr Wohnraum. Und auch die weiteren Bauberufe werden für energetische Sanierungen im Bestand sowie beim Neubau klimaneutraler Gebäude benötigt.

Bei Bauelektrikern sei die Nachfrage von Bewerbern zwischen 2016 und 2021 sogar um mehr als 60 Prozent gestiegen, fand das IW heraus. Eine kontinuierliche Steigerung gab es in neun Berufen. Eine absolute Steigerung im Vergleich zum Basisjahr 2016 gab es sogar in 77 Ausbildungsberufen. Dagegen sank die Nachfrage nach Ausbildungsstellen in 169 Berufen.

Insgesamt sank die Nachfrage in den vergangenen zehn Jahren deutlich. Lag sie 2011 bei knapp 642 000, waren es 2016 noch gut 600 000 junge Männer und Frauen, die eine duale Lehrstelle suchten. Bedingt durch die Auswirkungen der Pandemie sank die Zahl 2021 auf knapp 541 000. Dem standen gut 536 000 Ausbildungsplätze gegenüber. Zehn Jahre zuvor waren es rund 600 000.

Grund für die abnehmende Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern sei vor allem der längere Verbleib vieler junger Leute im Schulsystem und der Drang zum Studium.

MEHR INFORMATIONEN zu den Inhalten der IW-Studie unter www.iwkoeln.de

Betrugswelle: Bei Paypal-Nachrichten immer zweimal hinschauen

Sie sehen echt aus, sind es aber nicht: Derzeit sind gefälschte Paypal-Rechnungen in großer Zahl im Umlauf, warnt das Verbraucherschutzportal ,,Watchlist Internet" gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Betroffene sollten keinesfalls einfach bezahlen oder auf Links in den Nachrichten klicken, sondern die Fake-Nachrichten ignorieren und löschen. Wer sich ganz unsicher ist, ob die jeweilige Nachricht nicht vielleicht doch von Paypal stammen könnte, sollte sich einfach bei seinem Konto bei dem Bezahldienst einloggen und dort überprüfen, ob Transaktionen stattgefunden haben oder Rechnungen ausstehen.

Blindlings Zahlungen zu tätigen, spielt dagegen nur den Betrügern in die Hände. Zum Teil versuchen sie auch, ihre Opfer mit frei erfundenen 24- oder 48-Stunden-Fristen unter Druck zu setzen. Bei Links in den Mails handelt es sich meist um klassisches Phishing: Anmeldedaten und andere sensible Informationen sollen entlockt werden. Aber auch die Gefahr, Schadsoftware auf den Rechner zu holen, besteht bei solchen Links.