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Gemeinsam sparen: So verringert man seinen Energieverbrauch

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Gas könnte aufgrund der politischen Situation knapp werden: Im Haushalt lässt sich einiges einsparen. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa-mag

Es ist ein Appell an uns alle: Wir sollen so viel Energie wie möglich einsparen, sagt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Denn Deutschland bereitet sich auf möglicherweise eintretende Versorgungsengpässe mit Gas aus Russland vor. Das betrifft das Heizen und den Stromverbrauch. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat Berechnungen angestellt, wie viele Euros sich mit bestimmten Maßnahmen sparen lassen – basierend auf den jährlichen Durchschnittswerten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei Strom und Gas für 2021. Bei den steigenden Preisen dürfte die Einsparsumme also noch höher liegen.Tipps für weniger Energieverbrauch beim Heizen:1. Ein Grad runterregelnMeist braucht man keine hohen Temperaturen, um sich wohlzufühlen. So empfiehlt das Umweltbundesamt tagsüber rund 20 Grad in den Wohnräumen. Für die Küche reichen 18 Grad, im Schlafzimmer 17 Grad. Mit einem Grad weniger sinken laut co2online die Heiz-Gaskosten in einem 110-Quadratmeter großen Einfamilienhaus (3 Personen) um rund 75 Euro pro Jahr, für Mieter einer 70-QuadratmeterWohnung im Mehrfamilienhaus um rund 35 Euro (2 Personen). Nachts kann man die Wärmeregelung um 5 Grad absenken, bei Abwesenheit die Raumtemperatur auf 15 Grad setzen.2. Heizkörper freihaltenWer kennt das nicht: Die Heizung ist auf 20 Grad eingestellt, aber die gefühlte Temperatur liegt weit darunter? Unter Umständen ist das tatsächlich so. Denn: Zum Beispiel Gardinen über und Möbel vor den Heizkörpern behindern die Wärmeabgabe an die Raumluft, so die Initiative Wärme+. Und wenn die Thermostatventile verdeckt sind, können sie die Raumtemperatur nicht richtig erfassen und regulieren die Wärmeabgabe falsch.3. Heizsystem entlüftenWenn der Heizkörper vor allem im oberen Bereich nicht richtig warm wird, bringt es nichts, den Thermostat voll aufzudrehen. Dann befindet sich Luft in den Leitungen, die man ablassen muss. Man spricht hierbei vom Entlüften. Durch das Entlüften kann in einem 110-Quadratmeter großen Einfamilienhaus Gas für rund 60 Euro eingespart werden, in einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus für rund 30 Euro.4: Nicht mit gekippten Fenstern lüftenWährend der Heizperiode sollte man Fenster nicht lange in Kippstellung offen lassen. Während die Fenster lange geöffnet sind, kühlen die Wände um die Fenster aus, was den Räumen zusätzlich Wärme entzieht. Geraten wird zum mehrmaligen Stoßlüften für wenige Minuten. 155 Euro pro Jahr Ersparnis sind damit möglich.Tipps für weniger Stromverbrauch:1. Elektrogeräte ganz ausschaltenFernseher, Computer und andere Elektrogeräte im Stand-by sind heimliche Stromfresser. Bis zu 115 Euro pro Jahr kann man laut co2online sparen, wenn man Geräte ganz ausschaltet. Das heißt konkret: Es sollte kein leuchtendes kleines Lämpchen für den Stand-byoder Ruhemodus an Elektrogeräten anbleiben. Geräte ohne Lämpchen bleiben am besten nicht angesteckt, wenn man sie gerade nicht benutzt. Praktisch sind hier Steckdosenleisten mit einem Schalter, um mehrere Geräte gleichzeitig vom Netz zu nehmen. Auch das Ladekabel zieht Strom, wenn es in der Steckdose hängt, selbst wenn das Smartphone nicht dranhängt.2. Eco-Programme an Spül- und Waschmaschine nutzenEs ist tatsächlich nur eine einzige andere Taste an der Wasch- und Spülmaschine oder eine Zusatzeinstellung, die man drücken muss – und schon kann man bis zu 33 Euro Stromkosten beim Waschen und 83 Euro beim Spülen pro Jahr einsparen.3. Kochen mit Deckel und RestwärmeLiegt ein passender Deckel auf dem Kopftopf und verwendet man Kochgeschirr,das zur Größe der Herdplatte passt, kann weder aus dem Topf noch von der Herdplatte Wärme ungenutzt verfliegen. Hier liegt ein Einsparpotenzial von rund 20 Euro im Jahr. Ähnlich effizient ist die Nutzung von Restwärme beim Kochen und Backen.Denn Gerichte werden auch fertig, wenn man Herd und Ofen früher abschaltet und deren Restwärme nutzt. So spart man besonders bei älteren Elektrokochplatten Geld,laut co2online Strom für bis zu 20 Euro im Jahr. Beim Backofen kann man noch weitergehen: Die wenigsten Gerichte brauchen einen vorgewärmten Ofen. Auflauf, Pizza und Kuchen können direkt reinkommen, es verlängern sich nur Gar- und Backzeiten. DPA-MAG

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im Haushalt mit einfachen Handgriffen Strom und Energie zu sparen