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Sachsen Sonntag

VSR-Gewässerschutz in Döbeln: Der Weizenanbau muss nachhaltiger werden

VSR-GEWÄSSERSCHUTZ stellt hohe Nitratbelastung im Raum Döbeln fest

DÖBELN. Viele Bürgerinnen und Bürger kamen am 17. Mai an den Informationsstand der gemeinnützigen Organisation VSR-Gewässerschutz in Döbeln, um ihr Brunnenwasser untersuchen zu lassen. Es waren tat-sächlich viele Brunnenbesitzer dabei, die wissen wollten, ob sie im Notfall das Wasser auch trinken können. ,,Gerade für die Familien mit Säuglingen und Kleinkindern ist es ungeheuer wichtig, dass das Wasser keine höhere Nitratbelastung von 50 mg/l aufweist", erklärt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz: ,,Wenn Babynahrung aus Wasser mit hohen Nitratkonzentrationen zubereitet wird, kann es bei Säuglingen zur Blausucht kommen, einer Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff, die für die Kleinkinder lebensbedrohlich sein kann."

11 PRIVAT GENUTZTE BRUNNEN ANALYSIERT

Bei den Untersuchungen erfuhr jeder vierte Brunnenbesitzer, dass der Nitratgrenzwert der Trinkwasserverordnung überschritten ist. Insgesamt wurde das Wasser von elf privat genutzten Brunnen aus der Region analysiert. Dipl.-Phys. Harald Gülzow und Dr. Matthias Ahlbrecht fanden bei den Untersuchungen unter anderem 81 Milligramm Nitrat pro Liter in einem er privat genutzten Brunnen in Neuseifersdorf.


Tierheim Leisnig schlägt Alarm

LEISNIG. Der bevorstehende Herbst und Winter und die damit verbundenen Belastungen - besonders die explodierenden Energie- und steigende Tierarztkosten - stellen auch das Tierheim Leisnig vor enorme Herausforderungen.

,,In den nächsten Wochen und Monaten werden die explodierenden Kosten dazu führen, dass der Tierschutzverein Leisnig nahe an seine Grenzen kommt", sagt Vorsitzende Rosi Pfumfel. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins blickt düster in die Zukunft. Seit Jahren könne man den Tierheimbetrieb nur durch die Hilfe tierlieber Unterstützer und Erbschaften finanziell stemmen. Für die Betreuung von Fundtieren - eigentlich eine Pflichtaufgabe der Kommune - muss das Tierheim noch Spendengelder zuschießen, damit die Tiere gut versorgt sind. Finanzielle Rücklagen für Notfälle schrumpfen zusehends. Geld für dringend notwendige Sanierungen oder Umbauten fehle vorne und hinten. Von „Energieeffizienz" könne bei den Tierunterkünften keine Rede sein. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich unsere Energiekosten in der kommenden Heizperiode verdreifachen", sagt Pfumfel. Auch die Preise für Tierfutter ziehen an. Die Erhöhung des Mindestlohns und eine Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte ab Herbst führen dazu, dass auch die Ausgaben für das Tierheimpersonal und tiermedizinische Behandlungen steigen. ,,Alleine werden wir das kaum überstehen. Wir sind dringend auf unbürokratische Hilfe der politisch Verantwortlichen angewiesen."