32.000 Euro Strafe für Plastiktüten-Nutzer

Beliebt: Allein von Supermärkten in Kenia wurden bislang täglich an die 100 Millionen dünner Plastiktüten ausgegeben

Beliebt: Allein von Supermärkten in Kenia wurden bislang täglich an die 100 Millionen dünner Plastiktüten ausgegeben

Nairobi. Die Herstellung und Einfuhr von Plastiktüten ist in Kenia ab sofort bei Androhung hoher Geldstrafen verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen von bis zu 32.000 Euro geahndet werden.

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Bisher wurden in Kenia täglich an die 100 Millionen dünner Plastiktüten allein von Supermärkten ausgegeben, sagt das UN-Umweltprogramm.

Warnung von Plastiktüten-Hersteller

Einfach weggeworfen verschmutzen sie die Straßen der Hauptstadt Nairobi und türmen sich auf Müllkippen zu Bergen auf. Die Regierung sagt, die Tüten seien umweltschädlich, verstopften Abwasserleitungen und kompostierten nicht.

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Die Hersteller von Plastiktüten haben erklärt, das Verbot werde Arbeitsplätze kosten. Plastiktüten sind inzwischen auch in anderen afrikanischen Ländern wie Kamerun, Guinea-Bissau, Mali, Tansania, Uganda, Mauretanien und Malawi verboten.

In Deutschland haben mehrere Supermarkt-Ketten Plastiktüten verbannt. Vorangegangen war im April 2016 eine Vereinbarung zwischen Handel und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Die freiwillige Vereinbarung, dass Tüten nicht mehr umsonst sein sollen, wurden vom Handel dann aber selbst übertroffen.

Auch die EU drängt auf eine Reduzierung: Die Richtlinie aus Brüssel gibt vor, dass bis Ende 2019 jährlich maximal 90, bis Ende 2025 maximal 40 Stück pro Kopf verbraucht werden sollen. 2015 lag der EU-Durchschnitt bei 200, in Deutschland bei 68.

Von dpa/RND/zys

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