Audi wirft vier Vorstände raus

Audi schlittert immer tiefer in den Abgas-Skandal.

Audi schlittert immer tiefer in den Abgas-Skandal.

Ingolstadt. Audi setzt die Hälfte seines Vorstandes vor die Tür. Das berichtet das "Manager Magazin" in seiner Online-Ausgabe. Es handele sich um Finanzvorstand Axel Strotbeck, Produktionschef Hubert Waltl, den für das Personal zuständigen Thomas Sigi und Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter, heißt es im Unternehmen. Demnach hat der Chef der Audi-Mutter Volkswagen, Matthias Müller, den Managern auf einer Aufsichtsratssitzung am 26. Juli mitgeteilt, dass sie abberufen werden. Nachfolger seien noch nicht in Sicht. Auch der angeschlagene Audi-Chef Rupert Stadler bleibt vorerst im Amt.

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Audi schlittert seit Monaten immer tiefer in den Abgas-Skandal: Der Konzern musste auf Druck des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) Mitte Juni 24.000 Diesel-Wagen zurückrufen. In den Oberklasse-Modelle der Typen Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren, die von 2009 bis 2013 hergestellt wurden, fand die Behörde eine Schummel-Software, die den Schadstoff-Ausstoß auf dem Teststand drosseln konnte.

Vergangene Woche wurde die Not für den Hersteller von Oberklasse-Limousinen noch größer. Die Ingolstädter verpflichteten sich darauf, 850.000 Fahrzeuge zurückzurufen und umzurüsten. Audis mit Sechs- und Achtzylinder-Dieselmotoren sollen ein Software-Update verpasste bekommen, um die Abgasnormen Euro-5 und Euro-6 einzuhalten. Die ganze Aktion will das Unternehmen auf eigene Kosten durchführen.

Von RND/sos

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