Auf viele Schlösser ist kein Verlass

So leicht darf es Einbrechern nicht gemacht werden.

So leicht darf es Einbrechern nicht gemacht werden.

Berlin. Schließzylinder von Wohnungstüren sollten sich weder aufbohren noch mit Kraft herausziehen lassen: Beides sind Methoden, die Einbrecher oft anwenden. Auf Herstellerangaben zum Bohr- und Ziehschutz ist aber nicht immer Verlass, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt. Die Tester verglichen zwölf Doppelschließzylinder in drei Produktgruppen mit verschiedenen Sicherheitsniveaus zu Preisen von 14 bis 92 Euro.

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Überzeugen konnten die beiden Produkte, die dem Hersteller zufolge über erhöhten Bohr- und Ziehschutz verfügten: einmal „sehr gut“ und einmal „gut“ lautete das Ergebnis. Drei Produkte verfügten über normalen Bohr- und Ziehschutz. Einer dieser Zylinder ließ sich aber mit Kraft herausziehen. „Mangelhaft“, so das Urteil. Die anderen beiden Produkte hielten stand und waren „befriedigend“.

Stiftung Warentest kritisiert Wirrwarr an Kennzeichnungen

Die dritte Kategorie waren Zylinder, die nur über einen Bohrschutz verfügen. In dem Fall sollte der Türbeschlag einen Ziehschutz haben. In der Kategorie waren zwei Produkte „gut“. Zwei weitere bekamen ein „ausreichend“, da sie zwar Bruchversuchen standhielten, aber mit schlechter Kennzeichnung auffielen. Bei den restlichen drei Zylindern wurde ebenfalls eine unzureichende Kennzeichnung moniert. Gravierender war aber: Sie ließen sich rasch aufbohren – „mangelhaft“. Immerhin: Der Versuch, den Zylinderkern aus dem Gehäuse herauszudrehen, klappte bei keinem der zwölf Schließzylinder.

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Generell kritisierte Stiftung Warentest einen Wirrwarr an Kennzeichnungen, Kürzeln und Normen. Herstellerangaben zum Bohr- und Ziehschutz fehlten zum Teil ganz. Auch die Experten hatten Probleme, gewünschte Schließzylinder in den Sortimenten zu finden, und zwar wegen der zum Teil unverständlichen Angaben der Hersteller.

Abgesehen vom Bohr- und Ziehschutz ist es ratsam, auf die Verschlusssicherheit eines Zylinders zu achten: Mindestens fünf Stifte sollten den Zylinder blockieren.

Von dpa/RND

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