Bosch soll an illegalen Absprachen beteiligt sein

Der Zulieferer Bosch soll an dem mutmaßlichen Kartell fünf deutscher Autobauer beteiligt sein.

Der Zulieferer Bosch soll an dem mutmaßlichen Kartell fünf deutscher Autobauer beteiligt sein.

Stuttgart. Auch der Zulieferer Bosch soll Medienberichten zufolge Teil des mutmaßlichen Auto-Kartells sein. Wie die "Bild am Sonntag" am Freitag unter Berufung auf interne Unterlagen berichtete, soll der Konzern den Autoherstellern in einer gemeinsamen Sitzung einen Vorschlag gemacht haben, wie sie Probleme bei der Diesel-Abgasreinigung schnell und günstig lösen könnten. In der Runde hätten die Autobauer von Schwierigkeiten mit Ablagerungen der Harnstofflösung AdBlue und möglichen Lösungen berichtet. Sie seien zwar effektiv gewesen, aber mit hohem Aufwand verbunden. Bosch habe dann eine "kleinere Maßnahme zum Anlauf" vorgeschlagen, von der aber noch unklar sei, ob sie womöglich die Reinigungswirkung verringere.

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Bosch betonte, dass dazu keine Anfragen von deutschen oder europäischen Wettbewerbsbehörden vorlägen. „Da uns keine Details zu den untersuchten Sachverhalten bekannt sind, können wir uns auch nicht dazu äußern“, hieß es.

Laut "Spiegel" taucht der Name Bosch in einem Papier mit Fällen von möglichen Wettbewerbsverstößen auf, das Volkswagen vergangene Woche beim Bundeskartellamt eingereicht hat.

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Die „BamS“ zitiert aus einer E-Mail aus dem Jahr 2008 an damalige Audi-Manager. Darin heiße es, dass die Teilnehmer der Sitzung bestätigt hätten, „diese Thematik in keiner Form gegenüber den US-Behörden EPA und CARB zu erwähnen, um den Anlauf in den USA nicht zu gefährden“.

Die Entdeckung einer Abschalt-Software, die die Abgasreinigung im Normalbetrieb der Fahrzeuge stark reduziert, hatte in den USA den Diesel-Skandal bei Volkswagen ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug bei einer möglichen Manipulation der Abgasnachbehandlung an VW-Fahrzeugen gegen Bosch-Beschäftigte.

Von RND/dpa

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