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Daimler will E-Lkw noch 2021 auf den Markt bringen

Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Mitarbeiter der Daimler AG steckt während eines Fototermins der Daimler Truck AG einen Ladestecker in einen elektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eActros.

Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Mitarbeiter der Daimler AG steckt während eines Fototermins der Daimler Truck AG einen Ladestecker in einen elektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eActros.

Stuttgart. Der Lastwagenbauer Daimler Truck hat die Planungen für den Serienstart seines ersten elektrisch betriebenen 25-Tonners für den schweren Verteilverkehr konkretisiert. Der eActros werde im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen und solle mit einer Batterieaufladung eine „deutlich größere“ Reichweite als 200 Kilometer haben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

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Der zurzeit bei Testkunden im Einsatz befindliche Prototyp verfügt über eine Reichweite von gut 200 Kilometern, diese solle aber noch deutlich ausgebaut werden. Mit Blick auf den Marktstart des eActros war bisher lediglich von diesem Jahr die Rede gewesen.

Daimler: E-Lkw leistet dasselbe wie ein konventionelles Diesel-Fahrzeug

Tests des Fahrzeugs bei speziell ausgewählten Kunden hätten bereits gezeigt, dass der batterieelektrische Lkw die gleichen Aufgaben wie ein konventionelles Diesel-Fahrzeug erledigen könne, erklärte das Unternehmen. Bei einem Test mit einem Logistikpartner im Nordschwarzwald habe der eActros seit Mitte 2019 rund 50.000 Kilometer zurückgelegt und dabei rund 30.000 Tonnen Fracht transportiert. Die Serienproduktion soll im Werk im rheinland-pfälzischen Wörth am Rhein angesiedelt sein.

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Das Unternehmen plant abseits herkömmlich angetriebener Lkw neben dem eActros unter anderem auch einen E-Laster für die Langstrecke, der 2024 auf den Markt kommen soll. Für die parallel laufende Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für Lastwagen hat sich Daimler mit Volvo zusammengetan, hier peilt das Unternehmen einen Serienstart erster Modelle in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts an. Überlegungen, sich auch an Oberleitungs-Lkw zu wagen, hatte Daimler hingegen eine Absage erteilt. Truck-Spartenchef Martin Daum hatte diese Idee als „teure Sackgasse“ bezeichnet.

Der Daimler-Konzern will die Truck AG noch in diesem Jahr abspalten und an die Börse bringen, um sie schneller und wendiger zu machen.

RND/dpa

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