Das ändert sich für Verbraucher ab 1. Juni

Auch im Juni treten wieder einige für Verbraucher wichtige Gesetzesänderungen in Kraft.

Auch im Juni treten wieder einige für Verbraucher wichtige Gesetzesänderungen in Kraft.

Hannover. Handynutzer können bei Reisen in andere EU-Länder künftig ohne zusätzliche Gebühren telefonieren, SMS senden oder im Netz surfen. Was sich im Juni sonst noch ändert, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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Mindestlohn für Zeitarbeit

Über mehr Geld können sich Beschäftigte von Zeitarbeitsunternehmen ab dem 1. Juni freuen. Der Mindestlohn von 9,23 im Westen und 8,91 im Osten soll dann auch für ausländische Unternehmen und solche gelten, die nicht tarifgebunden sind. Für alle tariflich gebunden Unternehmen gilt der Mindestlohn bereits seit dem 1. März des Jahres.

Roaming-Gebühren werden abgeschafft

Handynutzer können bei Reisen in andere EU-Länder vom 15. Juni an ohne zusätzliche Gebühren telefonieren, SMS senden oder im Netz surfen. Die Regeln gelten demnach für alle, die in Europa leben und beruflich oder privat in andere EU-Länder reisen. Sie sollen kein dauerhaftes Roaming ermöglichen, bei dem Kunden etwa einen Vertrag im preisgünstigsten Land abschließen und dann in ihrer Heimat das gebührenfreie Roaming nutzen.

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Jeder bestehende oder neue Handyvertrag mit Roamingdiensten werde in einen Vertrag mit „Roaming zu Inlandspreisen“ umgewandelt, erläuterte die EU-Kommission.

Unitymedia schaltet analoges Kabelfernsehen ab

Unitymedia läutet das Ende des analogen Kabelfernsehens ein. Zwischen dem 1. und 30. Juni werden schrittweise zunächst in Baden-Württemberg, dann in Hessen und zuletzt in Nordrhein-Westfalen die analogen Programm vom Sender genommen. Nach Unternehmensangaben sind noch rund 640.000 Analognutzer von der Umstellung betroffen und müssen sich einen Digitalreceiver oder einen Fernseher mit DVB-C-Empfänger zulegen. Ein Technikerbesuch ist nicht nötig: Bei Kabelanschlüssen von Unitymedia werden die analogen und digitalen Signale seit Jahren gemeinsam übertragen.

Entgelttransparenzgesetz tritt in Kraft

Frauen haben künftig mehr Möglichkeiten zur Durchsetzung einer gleich hohen Bezahlung wie Männer. Das „Gesetz zur Förderung von Transparenz von Entgeltstrukturen“sieht vor, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Unternehmen ab 200 Mitarbeitern einen Auskunftsanspruch erhalten. Wenn sie dabei erfahren, dass mindestens sechs Kollegen des anderen Geschlechts bei gleichwertiger Leistung mehr verdienen als sie selbst, können sie eine Gehaltserhöhung verlangen.

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Arbeitgeber mit mehr als 500 Angestellten werden in dem Gesetz zusätzlich aufgefordert, die Entgeltgleichheit in ihrem Betrieb regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls Verbesserungen einzuleiten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag im Jahr 2016 der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen mit 16,26 Euro im gesamten Arbeitsmarkt um 21 Prozent niedriger als der von Männern (20,71 Euro).

Handyverträge werden übersichtlicher

Alle wichtigen Punkte eines Telefonvertrags auf einen Blick? Ab dem ersten Juni soll genau das möglich sein. Anbieter müssen dann wichtige Rahmendaten zu ihrem Festnetz- oder Mobilfunkvertrag auf einem Formblatt auflisten - dem Produktinformationsblatt. Darauf weist die „Finanztest“ hin (Ausgabe 6/2017).

Dazu gehören Angaben wie Vertragslaufzeit, Tarif-Optionen und - ganz wichtig - Informationen zu Kündigungsfristen. Auch Angaben zur maximalen Datenübertragungsgeschwindigkeit sind aufgelistet.

Möglich macht das die Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur für den Telekommunikationsbereich. Dieses Regelwerk wurde 2016 vom Bundestag beschlossen und tritt am 1. Juni in Kraft. Die Verordnung soll es Verbrauchern erleichtern, unterschiedliche Verträge zu vergleichen und einfacher zu kündigen. Bislang schreiben Mobilfunkanbieter wichtige Details ihrer Tarife gern ins Kleingedruckte, wo man sie sich erst mühsam zusammensuchen muss.

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Bestandskunden profitieren von der neuen Verpflichtung für Mobilfunkanbieter erst später. Ab Dezember 2017 müssen auch in laufenden Verträgen in der Monatsrechnung die Kündigungsfristen aufgeführt werden.

Schweizer Autobahn-Vignette wird günstiger

Die Schweizer Autobahn-Vignette wird zum Sommer etwas günstiger: Ab 1. Juni 2017 kostet sie im Ausland 38 Euro statt wie bisher 38,50 Euro, meldet der ADAC. Grund ist eine Anpassung des Wechselkurses. Der Verkaufspreis in der Schweiz von 40 Franken bleibt unverändert. Die Jahresvignette ist 14 Monate gültig, seit 1. Dezember 2016 und noch bis 31. Januar 2018.

Elektrogesetz wird verschärft

Ab dem 1. Juni müssen Handelsunternehmen, die zur Rücknahme von Elektroaltgeräten verpflichtet sind und dies verweigern, mit einem Ordnungsgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen. Bislang mussten Unternehmen, die eine Rückgabe ablehnten, mit keinen ernsthaften Konsequenzen rechnen, das berichtet die Deutsche Umwelthilfe.

Von RND/are/dpa

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