Die Bahn baut ihre Flotte aus: Bis 2029 kommen 43 weitere ICE-3-Züge

Das Logo der Bahn ist auf der Front eines ICE im DB-Fernverkehrswerk Dortmund zu sehen. Die Deutsche Bahn bestellt weitere 43 Fernzüge der ICE-3-Baureihe für 1,5 Milliarden Euro beim Zugbauer Siemens. (Archivbild)

Das Logo der Bahn ist auf der Front eines ICE im DB-Fernverkehrswerk Dortmund zu sehen. Die Deutsche Bahn bestellt weitere 43 Fernzüge der ICE-3-Baureihe für 1,5 Milliarden Euro beim Zugbauer Siemens. (Archivbild)

Berlin. Die Deutsche Bahn baut ihre Fernverkehrsflotte aus und hat dafür 43 ICE-Züge für 1,5 Milliarden Euro bei Siemens bestellt. „Mehr Eisenbahn ist der Schlüssel für vieles, was wir uns als Gesellschaft vorgenommen haben: unsere Klimaziele zu erreichen, moderne Mobilität zu ermöglichen und unser Land überall vernetzt zu halten“, sagte Bahnchef Richard Lutz bei der Vorstellung des neuen Zugtyps ICE 3 Neo am Dienstag in Berlin.

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Mit der Bestellung wird der Konzern seinen ICE-3-Bestand erweitern. Bereits im Juli 2020 orderte die Deutsche Bahn 30 Züge des neuen Typs für eine Milliarde Euro beim Münchner Technologiekonzern Siemens. Die ersten der nun insgesamt 73 bestellten Fahrzeuge sollen ab Ende des Jahres unterwegs sein – zunächst zwischen Nordrhein-Westfalen und München. Bis 2029 soll dann der letzte ICE 3 Neo ausgeliefert werden.

„Diese Züge stehen für 32.000 zusätzliche Sitzplätze“, betonte Bundesverkehrsminister Volker Wissing mit Blick auf die Sitzplatzkapazitäten im Fernverkehr. Mit den neuen Modellen knüpft die Bahn an die ältere ICE-3-Baureihe an, die auf der Velaro-Plattform von Siemens läuft und schon viele Jahre in Deutschland unterwegs ist. Der ICE 3 schafft auf den geplanten Einsatzstrecken Spitzengeschwindigkeiten von 320 Kilometern pro Stunde, während der ICE 4 auf bis zu 265 Stundenkilometer kommt.

Mobilfunkempfang soll besser sein

Die neuen Modelle sollen für die Fahrgäste einige Verbesserungen bringen: Frequenzdurchlässige Scheiben sollen den Mobilfunkempfang deutlich verbessern. Mit einem Hublift soll der Ein- und Ausstieg für Rollstuhlfahrer erleichtert werden. Die Züge werden außerdem mit acht Fahrradstellplätzen und neu gestalteten Gepäckregalen mit mehr Stauraum ausgestattet.

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Gebaut werden die Züge im Siemens-Werk in Krefeld. Zulieferungen kommen unter anderem aus Nürnberg und aus Österreich. Mit dem ICE 3 Neo gehen nach Angaben von Siemenschef Roland Busch Tausende Arbeitsplätze in Deutschland einher. „Bei Siemens sind es rund 1500 Kolleginnen und Kollegen. Zusätzliche Arbeitsplätze kommen von rund 230 Zulieferern überwiegend aus Deutschland.“

Damit der neue Zug sein Tempo auch ausfahren kann, muss allerdings die Infrastruktur ertüchtigt werden. Vor allem auf dem Ost-West-Korridor gebe es Ausbaubedarf, sagte Lutz. Der Konzernchef verwies auf den geplanten Ausbau der Schnellfahrstrecken zwischen Hannover und Bielefeld sowie Hannover und Berlin.

Die Bahn plant bereits für ein neueres Modell

Der ICE 4 bleibe indes ein wichtiger Bestandteil der Fernverkehrsflotte, betonte er. Die neueste Baureihe ist seit 2017 im Regelbetrieb im Einsatz. Insgesamt 137 Züge hat die Deutsche Bahn bei Siemens bestellt, die bis 2024 ausgeliefert sein sollen.

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„Aufgrund unserer Siedlungsstruktur ist es schon richtig, nicht ausschließlich auf Hochgeschwindigkeitsstrecken und das Verbinden von ganz wenigen Millionenstädten in Deutschland zu setzen“, sagte Lutz. Für die Mobilität der Menschen in ländlicheren Regionen und der Fläche brauche man nicht überall ein Höchsttempo von 320 Stundenkilometern.

Laut Bahnchef gibt es auch schon Überlegungen bezüglich eines noch neueren Zugtyps. „Das wird dann der Zug, der Ende der 20er, Anfang der 30er dann in die Flotte integriert wird.“

RND/dpa

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