Draghi: Lockere Geldpolitik weiter nötig

EZB-Präsident Mario Draghi.

EZB-Präsident Mario Draghi.

Brüssel. EZB-Präsident Mario Draghi sieht weiterhin die Notwendigkeit einer lockeren Geldpolitik im Euroraum. „Wir bleiben fest davon überzeugt, dass ein außergewöhnliches Maß an geldpolitischer Unterstützung, einschließlich unserer "Forward Guidance", immer noch nötig ist“, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag in Brüssel vor Vertretern des Europaparlaments.

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Geldpolitische Steuerung im Euroraum

Mit der „Forward Guidance“ ist eine geldpolitische Steuerung über Ankündigungen zur künftigen Geldpolitik gemeint. Zuletzt wurde seitens der EZB immer wieder betont, dass die Leitzinsen noch weit über das bis mindestens zum Jahresende geplante Anleihekaufprogramm hinaus auf dem derzeitigen oder auf einem niedrigeren Niveau verbleiben werden. Einige Experten erwarten, dass die EZB bald etwas an dieser Formulierung ändern könnte.

Der Inflationsdruck bleibe gedämpft, und die Lohnentwicklung sei unzureichend, sagte Draghi. Die Wachstumsrisiken hätten aber zuletzt weiter abgenommen, und der Aufschwung werde zunehmend über verschiedene Wirtschaftszweige und Euro-Länder hinweg solide bleiben. Bei der kommenden Notenbanksitzung Mitte Juni würden neue Prognosen zum Wachstum und zur Inflation weitere Hinweise geben, sagte Draghi.

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Von RND/dpa

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