Ecuador will sich nicht an Opec-Vereinbarung halten

Teil der Opec sind Algerien, Angola, Ecuador, Gabun, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela.

Teil der Opec sind Algerien, Angola, Ecuador, Gabun, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela.

Quito. Mit Ecuador kündigte erstmals seit einer im November beschlossenen gemeinsamen Förderkürzung ein Mitgliedsland der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) seinen Ausstieg aus der Vereinbarung an. Man werde das Versprechen nicht einhalten können, die Ölproduktion um 26.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag auf 522.000 Barrel zu senken, sagte Ecuadors Ölminister Carlos Perez in der Nacht auf Dienstag dem Fernsehsender Teleamazonas.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Als Grund für den Ausstieg aus der Förderkürzung nannte Perez die leere Staatskasse. Zwar steht das südamerikanische Land nur für einen relativ kleinen Teil der Opec-Produktion – allein die Produktion Saudi-Arabiens beträgt nach Angaben des Kartells etwa das 20-fache. Experten warnen jedoch vor einem Dominoeffekt, falls andere Länder folgen sollten.

Auch Libyen und Nigeria haben ihre Produktion ausgeweitet

Mehr als ein halbes Jahr nach der Opec-Einigung im Schulterschluss mit Russland ist die Bilanz ernüchternd. Nur zwischenzeitlich gelang es, den Ölpreis über 50 Dollar je Barrel zu heben. Inzwischen ist der Preis wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor dem Beschluss. Auch eine Verlängerung der Förderkürzung bis März 2018 konnte daran nichts ändern. Fachleute führen den Misserfolg vor allem auf eine gestiegene Förderung in den USA zurück.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) hat die Opec-Allianz im Juni nur noch 78 Prozent der beschlossenen Kürzungen umgesetzt, nachdem sie die Selbstverpflichtung zuvor fünf Monate lang fast vollständig erfüllt hatte – ohne dadurch einen Preisanstieg im erhofften Ausmaß erreicht zu haben. Zuletzt ist die Opec-Produktion insgesamt sogar gestiegen, auch weil die Mitgliedsländer Libyen und Nigeria, die nicht an der Förderkürzung beteiligt sind, ihre Produktion ausgeweitet haben.

Von RND/dpa

Mehr aus Wirtschaft

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen