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Kommentar zu Elon Musk

Elon Musk muss zeigen, was ihm wichtig ist

Elon Musk, Tesla-Chef, steht bei einem Pressetermin auf dem Gelände der Tesla Gigafactory.

Elon Musk hat auch deshalb so viele Fans, weil er sich um Konzernkonventionen nicht schert. Dann ist vor laufender Kamera eben auch mal von „Albtraum“, „Bankrott“ und „brennendem Geld“ die Rede. Die Fanboys beim Interview am Tisch in der Tesla-Fabrik lauschen hingerissen: So ist er eben – ehrlich, spontan, impulsiv.

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Der Aktienkurs ist das Problem

Ja, schon – aber sicher nicht ohne Kalkül. Ob die Produktionsprobleme aktuell wirklich sein größtes Problem sind, weiß nur Musk allein. Größer als bei anderen Autoherstellern ist es wahrscheinlich nicht, die sind auf diesem Feld nur mehr gewöhnt.

Für alle Welt messbar ist dagegen ein anderes Problem des Multiunternehmers: Der Kurs der Tesla-Aktie ist dramatisch abgerutscht – um 40 Prozent in nicht einmal zwei Monaten. Dass er zuvor astronomische Höhen erreicht hatte, tröstet die Anleger nicht, es macht das verlorene Vermögen nur größer. Und bei aller Faszination für Musk darf man nicht vergessen: Ohne die tiefen Taschen der Finanzinvestoren wäre er nicht so weit gekommen.

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Doch zuletzt war es ausgerechnet die vermeintliche Lichtgestalt an der Spitze, die den Markt nervös machte. Musk verplante seine privaten Tesla-Aktien für den Kauf der Plattform Twitter, verschwendete Energie in einem Kleinkrieg mit deren Führung, finanzierte seine Steuerzahlung mit dem Verkauf von Tesla-Aktien und zockte undurchschaubar auf dem Kryptomarkt.

Tesla ist kein Start-up mehr

Das hat alles Unterhaltungswert, ist von den Interessen des globalen Kapitalmarkts aber so weit entfernt wie Tesla von einem Start-up. Der hyperaktive Chef musste dringend zeigen, dass er einen Fokus hat – und zwar auf Tesla. Sein Alarm soll vor allem den Kapitalmarkt beruhigen und sagen: Ja, Leute – ich bin an Deck.

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