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Zur Übersicht über Verbrauch und Kosten: Experte drängt Bund zum Entwickeln einer Energie-App

Eine Smartphone-App könnte der Meinung eines Experten zufolge für mehr Transparenz bei den Energiekosten sorgen (Symbolbild).

Eine Smartphone-App könnte der Meinung eines Experten zufolge für mehr Transparenz bei den Energiekosten sorgen (Symbolbild).

Die Energiekosten steigen rasant an. Die Auswirkungen spüren die Verbraucher aber erst verzögert. Damit sich die Menschen aktuell über Verbrauch und Kosten informieren können, schlägt der Energieökonom Graham Weale die Entwicklung einer App im Auftrag der Bundesregierung vor – ganz nach dem Vorbild der Corona-Warn-App.

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„Mein Vorschlag ist, dass die Regierung die Vermieter und Energie­versorger verpflichten sollte, diese App bis Anfang Oktober aufzurollen“, sagte der Professor an der Ruhr-Universität in Bochum gegenüber dem Nachrichtensender N-TV.

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Grundsätzlich hilft gegen die steigenden Energiepreise, seine Ausgaben zu kalkulieren und einen Überblick über die Fixkosten zu haben.

Experte fordert: Energiekosten sichtbar machen wie Spritkosten

„Meines Erachtens nach sollten die Energiekosten genauso sichtbar werden wie die Spritkosten“, erklärte er seine Idee. Das wäre mit einer App relativ einfach möglich. „Man braucht unterschiedliche Informationen, die im Wesentlichen schon vorhanden sind. Das ist technisch nicht so schwierig“, so Weale. Als Beispiele nennt er etwa die aktuellen Heizkosten und die Außen­temperatur. „Alle diese Informationen sind vorhanden.“

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Die Bundesregierung sollte nach Meinung des Experten die Entwicklung einer solchen App in Gang bringen, ähnlich wie sie es bei der Corona-Warn-App getan hatte. Aber auch die Energieversorger selbst oder große Immobilien­unternehmen wie Vonovia könnten daran beteiligt sein.

Auskunftsverpflichtung bereits seit 2013 in Groß­britannien

Als Beispiel, wo eine solche Auskunfts­verpflichtung der Energie­versorger gegenüber den Endverbrauchern bereits besteht, nannte Weale sein Heimatland Großbritannien. Dort wurde im Jahr 2013 die sogenannte Energy Company Obligation eingeführt, erklärte er. „Seitdem sind die Energieversorger verpflichtet, mit ihren Kunden zu arbeiten, damit sie möglichst viel Energie einsparen.“

RND/nis

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