Finanzminister Lindner wehrt sich

Nur „ein einziges Telefonat“ mit dem Porsche-Chef

Christian Lindner, Bundesfinanzminister und FDP-Chef.

Christian Lindner, Bundesfinanzminister und FDP-Chef.

Berlin. Bundesfinanzminister Christian Lindner hat den Vorwurf, während der Koalitionsverhandlungen in engem Austausch mit dem Automobilkonzern Porsche gestanden zu haben, erneut zurückgewiesen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Es gab ein Telefonat mit Herrn Blume im Oktober 2021.

Bundesfinanzminister Christian Lindner

Den Sendern RTL/ntv sagte der FDP-Politiker am Dienstag: „Meine Position zu den sogenannten synthetischen Kraftstoffen, also klimafreundlichen Flüssigtreibstoffen im Verbrennungsmotor, ist seit Jahren bekannt. Es gab ein Telefonat mit Herrn Blume im Oktober 2021.“

Hintergrund ist ein Bericht eines ZDF-Satiremagazins

Die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP hatten am 21. Oktober 2021 begonnen. Hintergrund ist ein Bericht des ZDF-Satiremagazins „Die Anstalt“ vom vergangenen Dienstag. Demnach soll Porsche-Chef Oliver Blume bei einer Betriebsversammlung Ende Juni vor Mitarbeitern gesagt haben, dass Porsche „sehr großen Anteil“ daran gehabt habe, dass eine weitere Nutzung von synthetisch hergestellten E-Fuels für Verbrennungsmotoren „in den Koalitionsvertrag miteingeflossen“ sei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nachdem der Bericht einige Aufregung hervorgerufen hatte, erklärte ein Porsche-Sprecher am Freitag auf Anfrage, den fraglichen Austausch habe es „so nicht gegeben“. Am Wochenende entschuldigte sich Blume. Er habe „falsche Worte“ gewählt, sagte der 54-Jährige der „Bild am Sonntag“.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, demnächst VW-Vorstandsvorsitzender.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, demnächst VW-Vorstandsvorsitzender.

Lindner betonte nun, es habe „ein einziges Telefonat mit Herrn Blume“ gegeben. Der Porsche-Chef habe auch mit den Grünen gesprochen.

Ende Juni hatte es innerhalb der Ampel-Koalition Streit über ein Verbot für die Neuzulassung von Verbrennerautos ab 2035 auf EU-Ebene gegeben. Lindner hatte die Verbotspläne abgelehnt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In den Koalitionsverhandlungen im Herbst 2021 hatte sich die Ampel darauf geeinigt, Neuzulassungen für Verbrennermotoren ab 2035 zu verbieten - für Autos, die nur mit E-Fuels betrieben werden können, sollte es jedoch eine Ausnahme geben.

RND/dpa

Mehr aus Wirtschaft

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen