Kooperation in der Energiekrise

Frankreich beginnt mit Gaslieferungen an Deutschland

ARCHIV - 20.08.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Gasflamme brennt auf dem Herd in einem Frankfurter Haushalt. Damit Europas Gasvorräte über den Winter reichen, rät die Internationale Energieagentur zu Einsparungen beim Verbrauch. (Zu dpa "IEA rät EU zu Gaseinsparungen - Versorgungsunterbrechung verhindern") Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 20.08.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Gasflamme brennt auf dem Herd in einem Frankfurter Haushalt. Damit Europas Gasvorräte über den Winter reichen, rät die Internationale Energieagentur zu Einsparungen beim Verbrauch. (Zu dpa "IEA rät EU zu Gaseinsparungen - Versorgungsunterbrechung verhindern") Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Paris. Frankreich hat in der Energiekrise mit der Lieferung von Erdgas an Deutschland begonnen. Seit Donnerstag fließe Gas über die einzige Verbindungsstelle zwischen beiden Ländern bei Niedergailbach im Saarland, teilte der Netzbetreiber GRTGaz in Paris mit.

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„In einer neuartigen Energiesituation, die mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängt, ist Frankreich mit seinem deutschen Nachbarn solidarisch, indem es ihm direkt Gas liefert.“ Zunächst fließen 31 Gigawattstunden täglich über die Grenze, die maximale Kapazität liegt nach GRTGaz-Angaben bei 100 Gigawattstunden pro Tag.

Da die einzige Leitung zwischen beiden Ländern ursprünglich nur für die Lieferung von Gas aus Deutschland nach Frankreich und nicht andersherum vorgesehen war, mussten zunächst Anpassungen vorgenommen werden. Diese seien angesichts des starken Rückgangs der russischen Gaslieferungen nach Europa und im Rahmen der europäischen Solidarität zur Energiesicherheit getätigt worden, erklärte der Netzbetreiber.

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Frankreich erhält deutschen Strom

Frankreich, dessen Atomkraftwerke im Moment schwächeln, soll im Gegenzug Strom aus Deutschland geliefert bekommen, um über die kritischen Wintermonate zu kommen. Wegen Wartungen sind von den 56 AKW im Moment nur 30 in Betrieb, wie Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend sagte.

In den nächsten Wochen sollen 40 Kraftwerke wieder am Netz sein und im Januar sollen es laut Macron 46 sein. Kürzlich begonnene Streiks von Kraftwerksbeschäftigten könnten diese Pläne möglicherweise aber durchkreuzen.

RND/dpa

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