Starker Anstieg der Energiepreise

Rekordwert: Inflationsrate in der Eurozone steigt auf 8,1 Prozent

Die Vergütungen für Auszubildende sind auch im zweiten Coronajahr deutlich schwächer gestiegen als vor der Pandemie. Im Schnitt verdienten Azubis 987 Euro brutto im Monat.

Die Inflationsrate im Euroraum ist auf einem Rekordniveau.

Luxemburg. In der Eurozone ist die Inflationsrate auf einen Rekordstand gestiegen. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 8,1 Prozent im Jahresvergleich, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung bestätigte. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 7,4 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit der Bestätigung gerechnet.

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Die Inflationsrate im Euroraum war noch nie so hoch seit Einführung der Gemeinschaftswährung als Buchgeld 1999. Seit dem Sommer 2021 hat sich die Teuerung kontinuierlich verstärkt, wobei zuletzt bereits Rekordwerte erreicht wurden. Der Krieg in der Ukraine und die harten Corona-Maßnahmen in China verschärften zuletzt den Preisauftrieb.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Mai um 0,8 Prozent. Auch hier wurde die Erstschätzung bestätigt.

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Getrieben wurde die Teuerung einmal mehr durch einen extrem starken Anstieg der Preise für Energie, die sich zum Vorjahresmonat um 39,1 Prozent verteuerten. Lebens- und Genussmittel waren 7,5 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Kernrate der Inflation, bei der schwankungsanfällige Energie, Lebensmittel und Genussmittel nicht berücksichtigt werden, kletterte von 3,5 Prozent im Vormonat auf 3,8 Prozent im Mai.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent wird damit noch deutlicher überschritten. Die EZB hat für Juli nach langem Zögern eine erste Leitzinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten signalisiert. Die US-Notenbank hat in diesem Jahr schon drei Mal die Zinsen um insgesamt 1,5 Prozentpunkte angehoben.

RND/dpa

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