Fünf Milliarden Euro

Infineon plant Rekordinvestition in Dresden

Sachsen, Dresden: Das Logo von Infineon ist am Firmeneingang zu sehen. Der Halbleiterkonzern hat eine Milliardeninvestition in Dresden angekündigt. (Archivbild)

Sachsen, Dresden: Das Logo von Infineon ist am Firmeneingang zu sehen. Der Halbleiterkonzern hat eine Milliardeninvestition in Dresden angekündigt. (Archivbild)

Dresden/Neubiberg. Infineon hat im abgelaufenen Geschäftsjahr prächtig verdient und will in Sachsen weiter investieren. Das Unternehmen will rund fünf Milliarden Euro aufwenden, um seine Fertigungskapazitäten in Dresden auszubauen. Voraussetzung für die Standortwahl ist allerdings eine „angemessene öffentliche Förderung“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die geplante Investitionssumme wäre dem Konzern zufolge die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. In Dresden sollen bis zu 1000 neue Arbeitsplätze entstehen. Bis Herbst 2026 könnte das Werk den Plänen zufolge produktionsbereit sein.

Kretschmer: Infineon stärkt Dresden

Infineon stärke den Wirtschaftsstandort Dresden, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montagnachmittag. „Diese fünf Milliarden sind ein Zukunftsversprechen und bedeuten für viele Menschen sehr gute Arbeitsplätze. Mikroelektronik ist die Schlüsseltechnologie. Sachsen hat über Jahrzehnte diese Zukunftsindustrie durch Investitionen in die Wissenschaft gefördert.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) begrüßte die Pläne. „Der Standort Sachsen und das Silicon Saxony werden durch diese Entscheidung nachhaltig gestärkt“, heißt es laut Mitteilung vom Montagnachmittag. „Auch die Unabhängigkeit Europas vom asiatischen und amerikanischen Chipmarkt wird mit einer neuen Fabrik in Dresden deutlich erhöht.“

Infineon steigerte Gewinn um 86 Prozent

Unter dem Strich konnte der Halbleiterkonzern seinen Gewinn im vergangenen Jahr um 86 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie er am Montagnachmittag mitteilte. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 14,2 Milliarden. Beides sind Rekordwerte.

Nach dem starken Zahlen hebt Infineon zudem seine mittelfristige Prognose. Das Unternehmen will pro Jahr künftig um 10 Prozent wachsen - statt wie bisher um 9 Prozent - und dabei auch deutlich mehr verdienen. Das Ziel für die sogenannte Segmentergebnismarge wurde von 19 auf 25 Prozent erhöht.

Von dpa/jhz

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken